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Ankündigung

An diesem Wochenende (22. und 23. Juli) wird der gesamte Krams hier auf einen neuen Server in Deutschland umziehen. Vermutlich läuft bis Samstagabend alles wieder, wenn nix Unvorhergesehenes passiert. No guarantees.

#1 11.11.2016 20:07:49

Stella Sar
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Buch ausschnitte

Nur als Beweiß, dass ich noch an schreiben bin! smile



Der Schrei kam von einen jungen Matrosen. Zero hat sich zu ihn vorgekämpft und Fiona bringt ihn in unsere Richtung. „Er lebt noch, wenn ihr schon nicht gehorchen könnt, dann macht euch zumindest nützlich.“ Befiehlt sie halb außer Atmen. Sie wartet keine Antwort ab und bereitet direkt einen nächsten gegen Fluch vor.  Der Matrose ist gerade mal dreizehn. Ein langer Schnitt klafft in seiner Linken Flanke. Erleichtert stelle ich feste, dass er noch atmet, wenn er auch Bewusstlos ist. Ein anderer Matrose hat nicht so viel Glück und wird tödlich verwundet. Lil wird mir wohl nicht nützlich sein, in ihren Gedanken versucht sie den jungen wie eine Maschine zu reparieren. Leider erinnere ich mich noch nicht, wie Heilungsmagie funktioniert… Doch habe ich etwas über Medizin bei Yuri gelesen. „Lilian, schneide bitte etwas Stoff von meinem Kleid ab!“  Kurz überlege ich, die Wunde einfach zusammen zu binden, doch besteht dann immer die Gefahr, das Knochen Splitter in inneren zurückbleiben.  Es ist zwar keine tödliche Wunde, doch der schnitt ist tief und hat eventuell ein paar Rippen beschädigt.  „Estande!“ Wie ich befürchtet habe, sind zwei seiner Rippen zersplittert. Mit „Legat“ könnte ich sie eventuell binden, doch ein Gefühl sagt mir, dass man die Knochen nicht einfach wieder zusammensetzen darf. Zumal es eine perfekte Kontrolle über die Magie bedarf, einzelne Gewebe zu beeinflussen. In meiner Erinnerung, habe ich das zwar mit Tieren hinbekommen, aber anscheinend war ich ja auch mal deutlich besser! Außerdem hat Yuri mir beigebracht, dass man Magie nur in Notfällen nutzen sollte! Ich habe  kein Werkzeug um die Splitter heraus zu holen. In der Meeresluft, ist jedoch jede Menge Eisen. „Leccormer!“  Es ist immer wieder erschreckend, wie plötzlich mir die Befehle wieder einfallen. Ich konnte tatsächlich eine kleine Zange bilden.  „Drücke bitte das Tuch an die Wunde!“ Dank Estande fällt es mir nicht schwer, alle Splitter aufzuspüren. Allerdings ist es schwer, die Konzentration aufrecht zu erhalten. Endlich habe ich sie alle bekommen, doch noch ist die Wunde nicht versorgt. „Ich muss mir kurz dein Wasser leihen.“ Ich registriere nicht mehr wirklich lil’s antworten, doch das ist jetzt auch nicht wichtig.   „Igna!“ erhitze ich das Wasser schnell auf 80 Grad.  Während ich es über seine Wunde gieße, dass sollte die Bakterien abtöte! Langsam bin ich sehr außer Kräften, doch einen Schritt gibt es noch zu erledigen. „Leccormer!“ forme ich die Zange in eine Nadel um. „Sepära!“  trenne ich einen Faden von meinem Kleid ab.  Plötzlich reißt mir jemand die Nadel aus der Hand. Erschöpft löse ich die Trance auf. „Das hast du gut gemacht!“ höre ich das erste Mal Lob aus Fionas Mund. Anscheinend haben die Rächer sich zurückgezogen. Geübt näht Fiona die Wunde zu.  „Er wird durchkommen. Ich hätte eigentlich nur erwartet, dass ihr die Wunde verbindet…“  Es dauert einen Moment, meine Gedanken zu ordnen. „Wie geht es den anderen?“   Fiona schüttelt mit dem Kopf. „Es wurden vier Männer getötet und ein weiterer verletzt. Er hat nicht so viel Glück gehabt und wird wahrscheinlich sein Bein verlieren.“ „Kann ich irgendwie helfen?“ Fiona nimmt mich an die Hand. „Ich bezweifle, dass du noch etwas machen kannst. Aber ein versuch ist es wert! “ Es fällt mir schwer, das Gleichgewicht zu halten, doch ich lasse mir nicht anmerken. Sie haben den Mann auf den Tisch gelegt. Es ist bereits ein älterer Matrose.  Wegen seiner Schmerzensschreie, mussten sie ihn knebeln. Ein Pfeil steckt in sein Schienbein. Die Wunde sieht nicht gut aus… „Estande“ Wie befürchtet, war der Pfeil vergiftet. Das ist merkwürdig, die Geister haben überhaupt keine Pfeile benutzt. Es sieht auch eher wie ein Armbrustbolzen aus. Das ist aber jetzt auch nicht wichtig! Ich muss die Zusammensetzung des Giftes erkennen… Schwarzer Tot, ein Gift was darauf ausgelegt ist, jemanden möglich schmerzhaft zu töten.  Den Namen hat es bekommen, da das Blut der Opfer sich schwarz färbt und dick flüssig wird. Wer produziert so ein furchtbares Mittel? Es ist bereits zu weit fortgeschritten, um das Bein ab zu trennen… Heißt das, dass man ihn nur noch erlösen kann. Nein! Es gibt ein Heilmittel gegen jedes Gift! „Acclü!“  „Wir brauchen destilliertes Wasser und Drachenatem den Rest müsste ich aus der Luft ziehen können!“ Man schaut mich fragend an. „Worauf wartet ihr, haltet das Schiff an! Drachenatem ist ein Kraut das an Bächen wächst.“  Zero lacht herzhaft. „Nun ihr habt die Dame gehört, haltet das Schiff an!“   Der Kapitän gibt hektische Anweisungen. „Stella bist du dir sicher? Ich habe noch nie davon gehört, dass man den schwarzen Tot heilen kann.“ Fiona, glaubt mir nicht. Ich bin mir absolut sicher! Würde ich sagen, doch ich nicke nur.  Es dauert nicht lange, das Schiff an der Seite des Flusses zu ankern. „Okay, Fiona du kümmerst dich um den Mann. Harry und Finn bewachen das Schiff. Zero und Lilian, ihr werdet uns begleiten.“ Übernimmt Lunar die Leitung. „Ich darf mitkommen?“ bin ich wirklich erstaunt, normalerweise trauen sie mir solche Ausflüge nicht zu.“  Ich werde es bereuen, doch wir brauchen dich, um das Kraut zu erkennen!“ Es fällt mir schwer, meinen stolz zu verbergen. Mutig gehe ich voraus, plötzlich verliere ich die Kraft in meinen Beinen. Ich stürze! Das wird sehr nass und kalt… Aber der Aufprall kommt nicht, stattdessen spüre ich, wie jemand meinen Arm hält. „Wir sollten dich besser tragen!“ Sagt Zero grinsend. „Eine Dame sollte nicht durch den Match laufen müssen.“  Lunar will mich greifen. „Ich übernehme das.“ Doch Zero hebt mich bereits auf seinen Rücken. „Ich habe sie zuerst gefangen, außerdem kannst du uns viel besser verteidigen.“ Lunar‘s inneres kocht vor Wut, doch er sagt. „Na gut, meinetwegen, Hauptsachen das kleine Mädchen passt auf.“  Anscheinend bin ich schlimmer erschöpft, wie ich gedacht hätte. Aber ich muss zumindest noch solange durchhalte, bis der Mann geheilt ist.  Es fällt Lunar, Zero und Lil nicht schwer, einen Bach zu finden. Immerhin besteht das halbe Gebiet aus Bächen. „Das Kraut ist sehr klein und besteht Hauptsächlich aus einer Rot gelben Blüte, die wie flammen aussieht.“ Erkläre ich in einen befehlenden Ton. „Es ist selten, wir müssen uns aufteilen! Setzt mich hier ab und sucht in allen Richtungen!“  Zero zögert, setzt mich aber dann doch vorsichtig an Rand des Flusses ab.  „Es ist kalt.“ Beschwert sich Lilian leise. Es ist wirklich kalt und dreckig. Durch den Regen, ist der Rand des Baches komplett matschig. Um das Kraut zu finden, bleibt mir allerdings keine andere Wahl, als mich hin zu knien. Hier muss doch irgendwo Drachenatem sein! Ich finde alle möglichen Kräuter, aber nicht das, was ich suche. Nach einer Weile schwindet meine Hoffnung, das Kraut zu finden. Es ist Eiskalt und der Sturm wird schlimmer, waren es während des Angriffes nur einzelne Blitze, donnert es jetzt regelmäßig. Es regnet nicht nur, es schüttet. Meine Kleidung ist bis runter zur Unterwäsche Nass. Durch den regen bildet sich Ströme und Schaum, an den Bach. Was es noch schwerer macht, Kräuter zu erkennen.  Ich will nicht aufgeben! Ich muss weitersuchen, irgendwo muss es doch…. Diesmal war es ein besonders naher Donner. Es ist gefährlich hier zu bleiben. Doch wenn ich das Kraut nicht finde, stirbt der Mann! „Stella wir müssen gehen! Es hat keinen Zweck.“ Höre ich Zeros stimme. Zero und Lunar, haben die suche bereits aufgegeben. „Nein! Wir müssen weitersuchen!“  Lunar wirft mich einfach auf seine Schulter. „Ich habe jetzt keine Zeit mit dir zu diskutieren! Wir kehren um.“ Ich klopfe auf seinen Rücken. „Nein lass mich runter.“  Lunar ignoriert es gekonnt und schleppt mich zurück zum Schiff!  „Wie sollen wir ihn denn jetzt retten.“ Ich wollte ihn so gerne retten. Gerade fällt mir auf, das Lil gar nicht dabei ist, da kommt sie auch schon angerannt.  „Ich glaube das ist richtig.“ Sie hat es tatsächlich gefunden!  „Super Lil, das ist genau das richtige Kraut!“   Lunar erhöht das Tempo. „Na siehst du. jetzt keine beschwerten mehr!“  Lunar trägt mich an Bord zu Fiona, die mit allen Mitteln versucht, die schmerzen des Mannes zu mindern. „Ich wollte ihn schon erlösen! Wo wart ihr solange?“ Beschwert sie sich so laut, dass es in ganzen Tal zu hören sein muss.   Lunar setzt mich neben den Mann ab. „Das ist deine Chance zu beweisen, dass du kein kleines Mädchen mehr bist.“  Anscheinend erwartet er etwas von mir. Er schaut mich sehr kritisch an. Was es auch immer ist, ich muss den Mann helfen! Meine Kräfte sind am Ende… Mir muss doch nur noch ein Zauber gelingen… Komm schon Körper, nur den einen noch! „Unära!“  Ich vereine die Lithium Atome in der Luft mit den Drachenatem und den Wasser. Es funktioniert!  Nur habe ich nun nicht einmal die kraft meinen Arm zu heben. Ich bin weit über meine Grenzen hinausgegangen.  „Er muss es trinken…“ huste ich mehr, als ich es sage. „Also doch noch ein kleines Mädchen.“ Lunar scheint sauer auf mich zu sein. Sogar Finn und Harry wirken Böse. „Dummes Mädchen, nicht das du dich erkältet hast!“ schreit Fiona mich an, während sie den Mann die Medizin verabreicht. Nach ein paar Minuten sagt sie in einen etwas freundlicheren Ton. „Trotzdem gut gemacht, ich hätte nie gedacht, dass man den Mann retten kann!“  Allerdings unterdrückt sie ihre Wut nur.  Warum sind sie alle so sauer, obwohl es geklappt hat! Finn und Harry nehmen mich mit nach unten. „Komm wir machen dich sauber!“ Sagen sie, als wenn es eine Strafe wäre. Obwohl Zero versaute Gedanken hat, ist selbst er ruhig. Endlich ist mir etwas gelungen und alle sind sauer. Finn und Harry reden noch nicht einmal mit mir, während sie mich waschen und ins Bett legen. „Du bleibst in Bett!“ befehle sie.

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#2 05.12.2016 17:21:41

Stella Sar
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Re: Buch ausschnitte

Leider bleibt unsere Reise nicht friedlich, Denn ich spüre Fremde Gefühle. Es scheinen Mitglieder des Ordens zu sein. Noch bevor ich sie warnen kann, sagt Finn schon. „Zieht eure Waffen, wir sind nicht alleine!“ Mit etwas Schadenfreude stelle ich feste, dass der Überraschung Angriff der Fremden gescheitert ist.  Zwanzig dürftig ausgerüstete Männer und Frauen stürzen sich aus den Wald.  „Lasst keinen entkommen, sonst warnen sie die Hauptstreitkräfte.“ Befiehlt Finn. Die Soldaten des Ordens denke gar nicht daran ihre Kollegen zu warnen. Sie hoffen immer noch den Überraschungseffekt auf ihrer Seite zu haben. Es entbrennt ein hektischer Kampf. Überall um mich herum sind meine Freude und die Ritter von Natalia in Kämpfe verwickelt.  Viele Gefühle aus Angst, hass, und Blutdurst treffen aufeinander. So fühlt es sich also an, wenn denkende Wesen sinnlos gegeneinander kämpfen? Mir wird leicht schlecht. Die Unterlegenheit der untrainierten Ordensanhänger stellt sich schnell heraus. Sie werden immer mehr in die Enge getrieben. Wahrscheinlich waren die meisten von ihnen normale Bürger. Obwohl das heißt, dass wir gewinnen, macht es mich wenig glücklich. Denn trotz allem werden zwanzig Leben verschwendet… Plötzlich schafft es einer der Krieger mich zu erreichen. Hätte ich nicht instinktiv Nebelbrecher gehoben, hätte er mich gespalten. Um seine Kraft abzufangen, muss ich mich auf meinem verletzten Bein abstützen. Es brennt!  Er plant mich mit zwei hieben von links abzulenken um von unten zu zustechen. „Wach auf!“ will ich mir selber sagen. Mit Mühe wehre ich seine drei angriffe ab. Ich habe einen Vorteil, da ich seine Gedanken kenne! Trotzdem habe ich Mühe seinen Angriffen zu folgen. Meine unbeholfenen block versuche provozieren ihn. Er haut mit ganzer Kraft zu. Ich habe Mühe Nebelbrecher fest zu halten.  Doch die Schärfe von Nebelbrecher schneidet durch sein Schwert.  Verdutzt stellt er feste, dass er nun unbewaffnet ist.  Reagiere endlich! Zögernd drücke ich mein Schwert auf seinen Hals. „Ergib dich!“ Bitte! Ich will dich nicht töten! Bitte ergib dich einfach… Der Krieger bemerkt mein zögern. Ich sehe es zwar kommen. Doch mir fällt keine andere Option ein, außer ihn zu töten. Aber es muss einen anderen Weg geben! Mehr Zeit zum Denken habe ich nicht… Seine Faust trifft meinen Magen. Vor Schmerzen lasse ich Nebelbrecher fallen! Plötzlich liegt ein Messer auf meinen Hals. „Stopp!“ schreit er triumphierend.  Plötzlich ist der Kampf vorbei. Alle werfen wütend ihre Waffen zu Boden. Zwei erschöpfte Ordens Soldaten fallen hinter mir und den Krieger zurück. Der Rest ist bereits Tot oder kampfunfähig. Jedoch lediglich ein Ritter hat eine kleine Schnittwunde davongezogen. Eigentlich war die Situation schon bereinigt, doch ich habe es vermasselt… Mal wieder! „Ich wusste doch, dass die kleine wichtig ist. Sie hat eindeutig noch nie getötet und das Schwert sieht sehr wertvoll aus.“ Erklärt der Krieger während er mich fest an sich drückt. „Wahrscheinlich die Tochter eines Adligen, habe ich Recht?“ „Töte Sie! Sie dürfen dich nicht bedrohen!“  Nein! Etwas versucht die Kontrolle über mich zu gewinnen. Der jüngste der Orden Krieger deutet auf meine Augen. „Boss. Mit ihr stimmt etwas nicht! Ihre Augen haben die Farbe gewechselt!“ „Höre auf! Ich werde sie nicht töten!“ Sage ich der Bösartigen Stimme. Der Krieger zieht meine Mütze runter. Er Spuckt auf meinen Kopf. „Sar Schlampe!“ Kurz denkt er darüber nach sofort meine Kehle durchzuschneiden. Zum Glück scheint ihn das Leben seiner Männer wichtiger zu sein, als mich zu töten. Einer seiner Männer boxt mir erneut in den Magen. Es schmerzt nicht so sehr, wie meine Würde schmerzt. Sie schauen mich an wie ein wildes Tier. In ihren Augen bin ich noch nicht einmal Wert misshandelt zu werden. Sie würden mich an liebsten sofort beseitigen, wie eine Kakerlake…  „Wir machen es wie folgt. Ihr könnt eurer Wege ziehen und niemanden passiert etwas. Diese Missgeburt beseitigen wir für euch.“   Schlägt ihr Boss vor. „Wir sollten sie gleich hier töten!“ sagt der jüngste von ihnen. Eine bedrohliche Stille liegt in der Luft. Ihr Boss lockert den Griff und fällt tot um. Der Jüngste reagier sofort und will mich erschlagen. Lilian schießt ihn ab bevor er mich töten kann. Ihre Waffe war diesmal ganz leise. Lautlos hat sie beide getötet… Der dritte hat ein Messer von Zero in der Stirn, bevor er weiß was passiert. Ich habe alle in Gefahr gebracht. Warum bin ich nur so schwach?  Erschöpft stecke ich Nebelbrecher zurück in seine Scheide. Lunar kommt wütend auf mich zu! „Nein! Warte.“ Ich versuche auszuweichen doch er trifft meine Wange voll. Tränen laufen aus meinen Augen. „Sag mal bist du nicht ganz richtig in Kopf!? Du hättest tot sein können! Warum hast du ihn nicht getötet als du die Chance dazu hattest?!“  „Aber ich konnte ihn doch nicht einfach töten, er war unbewaffnet!“ Warum verstehen sie es nicht? Ich will nicht mehr töten!  Lunar steht kurz davor mir noch eine Ohrfeige zu verpassen. „Gib deine Waffe her! Es hat keinen Sinn dich kämpfen zulassen! Wenn du nicht in der Lage bist dich zu verteidigen, bringst du nur dich und die anderen in Gefahr!“ reflexartig versuch ich Nebelbrecher festzuhalten, doch mit Leichtigkeit verdreht er meinen Arm und nimmt es mir weg. „Du bekommst es wieder, wenn du erwachsen geworden bist!“ Weinend protestiere ich. „Aber wie soll ich mich verteidigen?“ „Ab jetzt versteckst du dich hinter mich, wenn wir angegriffen werden! Notfalls schlage ich dich Bewusstlos!“  Jetzt nehmen sie mich gar nicht mehr ernst.

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#3 19.12.2016 14:12:43

Stella Sar
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Re: Buch ausschnitte

Irgendwie gefällt mir das Charakter building meiner neben Charakter noch nicht...

„Du solltest viel essen! Du wiegst nahezu gar nichts. Kein Wunder, dass du so kränklich bist.“ Sagt Lunar. „Ich wiege dreiunddreißig   Kilo, das ist für meine Größe doch Normal!“ Wiederspreche ich. „Man redet doch nicht über das Gewicht einer Dame.“ Tadelt Finn Lunar. „Ihr habt recht, das war unhöflich.“ Gibt Lunar seinen Fehler zu. „Ich wollte dich nicht beleidigen. Du bist ein schönes Kind! Ich mache mir nur sorgen.“ Erklärt er ehrlich seine Meinung. Moment! Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass er sagt, dass ich schön bin. Mag mich Lunar etwa doch mehr, als er zugibt? Wollten Finn und Harry das andeuten? „Du findest mich also Schön? Das heißt du siehst mich also doch als Frau!“  Lunar Lacht als gäbe es kein Morgen. „Natürlich finde ich dich Schön! Ich bin ja schließlich nicht blind. Außerdem fühle ich deine weiche Haut, wenn ich dich trage und spüre deinen süßen Atem…“ Er hört auf zu lachen. „Allerdings bist du eine Nervensäge, kindisch und viel zu Naive! Wenn du dich etwas mehr deinen alter entsprechend verhalten würdest, dann könntest du wahrscheinlich sogar mein Herz gewinnen.“ Er hat noch nie so ehrlich mit mir gesprochen. Das kann ich nicht so stehen lassen, ich muss auch etwas sagen! „Danke… Du siehst auch nicht schlecht aus. Du bist ein richtiger strahlender Ritter! Stark und stolz, ich fühle mich bei dir sicher. Mir wäre es nur lieber, wenn du mich etwas ernster nehmen würdest…“  „Ich nehme dich ernst! Allerdings machst du es mir manchmal echt schwer… Ich nenne dich nicht kleines Mädchen um dich zu ärgern, sondern ich will dich beschützen! … Zugegeben, es ist niedlich wie du dich aufregst!“  Ich antworte traurig. „Ich verhalte mich manchmal echt wie ein Kind… Eventuell sollte ich mich ändern…“ Er schüttelt den Kopf. „Du musst dich nicht ändern! Es ist nicht verkehrt, dass gute in der Welt anzustreben. Allerdings musst du lernen deine eigene Gesundheit zu schützen und dass man manchmal in Leben kämpfen muss! Du musst lernen, deine eigenen Grenzen besser einzuschätzen! Ich bin nicht sauer auf dich, wenn du dich versteckst oder wegrennst. Ich bin auch nicht sauer, wenn du eine Pause brauchst oder getragen werden musst.“  „Aber ich will Selbständiger sein! Ihr riskiert euer Leben…“ Er unterbricht mich. „Selbständigkeit heißt nicht sinnlos sein Leben zu riskieren! Es mag sein, dass deine Magie stärker ist, wie alles was normale Menschen zustande bringen könnten. Nur leider bist du halt auch fragil. Vom einen König erwartet Niemand, dass er in den Tot rennt. Du bist, unsere persönliche kleine Königen! Lass dich einfach von uns beschützen, bitte! Wenn du Gesund bist und lächelst, motivierst du uns alle. So bist du die größte Hilfe!“  Ich versuche zu lächeln. „Kannst du mich zumindest Stella nennen?“ Es fällt ihn sichtlich schwer. „Stella! Das ist das niedliche lächeln das ich meinte.“ Es ist lange her, dass ich so glücklich war. „Das erinnert etwas an uns beiden.“ Schwärmt Finn in Richtung Harry. „Was meint ihr?“ Fragt Lilian überfordert. „Der Junge hat echt glück.“ Tuschelt ein Ritter der nur etwas älter wie Lunar ist. Raimond heißt er! Ich versuche sie etwas besser kennen zu lernen. Es schmerzt immer noch zu wissen, dass ich noch nicht einmal die Namen der Toten Ritter kannte als sie starben. Michael, Lichan und Roy…  „Habe ich etwas verpasst?“ Fragt Zero außer Atem. Trotz meiner Fähigkeiten habe ich nicht mitbekommen das er zurück ist. „Du zerstörst den süßen Moment!“ beschwert sich Finn. Zero lacht. „Entschuldigung Lunar. Normalerweise störe ich keine Kollegen, wenn sie sich ihr Mädchen krallen. Aber erstens gehört Stella mir und zweitens müssen wir leider los.“  Aus irgendeinen Grund gehen alle davon aus, das zwischen mir und Lunar mehr existiert. Da ist nicht mehr. Er ist ein guter Freund und gibt das nun endlich zu… Aber er empfindet nichts für mich! Gerade ich muss es wissen, denn ich kann schließlich seine Gedanken lesen!

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#4 04.02.2017 07:51:55

Stella Sar
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Re: Buch ausschnitte

Nun der erste teil der Buch reihe nähert sich langsam der fertigstellung. Es wird nun wieder etwas ernster.


Einhunderteinundfünfzig Stunden und zweiundzwanzig Minuten. Es ist ein wunder das ich die Zeit immer noch genau bestimmen kann. Mir gelingt sonst nicht mehr viel… Selbst die letzte Schale Wasser konnte ich nicht mehr trinken. Alles ist verschwommen. Ich höre noch ferne Gedanken. Das einzige dass ich noch bewusst wahrnehme… Soweit ich weiß, lege ich wohl zusammen gekauert in meiner Zelle. Sicher bin ich mir jedoch nicht. Keiner ist gekommen um mich zu retten… Aber wie sollte man mich auch finden? Die Change dafür geht gegen Null. Jetzt sind es dreiundzwanzig Minuten. Vierundzwanzig, Fünfundzwanzig, Sechsundzwanzig… Die Zeit ist mein einziger Trost. Wenn es Trost gibt… Siebenundzwanzig… Ich will nicht sterben… Achtundzwanzig, Neunundzwanzig. Vielleicht ist der Tod besser wie die jetzige Situation?  Dreißig…  Dieser Ort ist so kalt und so dunkel… einunddreißig… Der Tod ist eventuell wärmer... zweiunddreißig. Ich wollte nicht aufgeben, doch…. Dreiunddreißig. Ich habe wohl keine andere Wahl. Vierunddreißig… Geräusche, jemand betritt meine Gang? Ich fühle ein anderes Mädchen… Sie ist ängstlich und traurig, wird sie auch hier eingesperrt? Ich Spüre auch zwei andere Personen die ich nicht kenne. Ich kann auch später sterben! Erstmal möchte ich meine Neugier noch befriedigen! Wer sind diese fremden Personen? „Das sind Kinder! Habt ihr denn keinen Anstand? Das hier ist doch offensichtlich kein Monster!“  Höre ich eine weibliche Stimme.  Glaub ich… Ein Mann antwortet. „Das habt ihr nicht zu entscheiden!“ Die Frau ist wütend. Das würde aber wohl auch ein Mensch anhand ihrer Stimme erkennen. „Meine Bedingung war es, dass ihr den Gefangenen kein unnötig leid antut!“ Sie wirkt plötzlich erschrocken. „Seid ihr denn wahnsinnig! Sie stirbt! Warum hat sie keiner zu mir gebracht?!!“  Der Mann antwortet gleichgültig. „Das ist eine Sar schlampe, sie hat keine andere Behandlung verdient!“ „Öffnet sofort die Zellen Tür!“ befiehlt die Frau.  Nun scheint der Mann wütend. „Auf keinen Fall! Sie wird uns alle umbringen!“ Die Frau wirkt wenig beeindruckt. „Schaut euch das Mädchen an! Ich bezweifele das sie sich überhaupt noch bewegen kann… Sie braucht dringend Hilfe.“ Der Mann strahlt Abscheu und angst aus. „Gut! Ich riskiere nicht mein Leben, um diesen Ding zu helfen!“ Die Frau spricht nun in einen sanften Ton.  „Dann müsst ihr den Titanen erklären, warum seine wichtigste gefangene gestorben ist, bevor er sie sehen konnte. Ich kann mir schon seinen Blick vorstellen, wenn er erfährt, dass die letzte echte Sar gestorben ist, bevor er sie der Öffentlichkeit präsentieren konnte. Und das nachdem er extra den Befehl gegeben hatte, sie lebend zu fangen!“ Der Mann gibt auf. „Okay. Aber wenn ihnen etwas passiert, ist es nicht meine Schuld!“  Die Frau kommt näher. Schlagartig wird mir etwas bewusst. Sie meint mich! Sie darf keine Magie einsetzen! Mit aller Kraft schreie ich. „Keine Magie!“ Ich wundere mich, dass ich dazu noch in der Lage bin. Der Mann rennt panisch weg. Sie hat noch nicht verstanden. Doch nochmal schaffe ich es nicht zu schreien. Stattdessen stottere ich „Magie… Magie ist nicht… nicht gut. Mein… Mein Körper… ist… ist instabil!“ Ich spüre ihre Hand, sie ist sehr warm. „Keine Angst. Ich werde dir nicht wehtun.“  Sie versteht nicht… Ich versuche es noch einmal. „Bitte! Keine Magie… Sar… Sar dürfen nicht mit Magie…“  Endlich verwirft sie ihren Plan. „Ein merkwürdiges Monster bist du. Wie sollen wir denn so helfen?“ Wenn ich es doch nur genauer erklären könnte… „Sie werden nicht zulassen, dass ich dich auf mein Zimmer bringe…“ Denkt sie sich. Plötzlich hebt sie mich hoch. Sie trägt mich nur ein paar Meter, dann legt sie mich ab. „Melanie. Passt du bitte auf sie auf, biss ich wieder da bin?“ Das Mädchen, dass ich zuerst wahrgenommen habe, sagt sehr leise. „okay…“ sie wirkt selber nicht ganz gesund. Ich verliere kurz das Bewusstsein und werde erst wieder wach als mir jemand süßliches Wasser einflößt. „Ich habe mir Sorgen gemacht. Versuche bei Bewusstsein zu bleiben!“ Die Frau scheint zurück zu sein. Ich fühle mich etwas Wärmer. Sie hat mich mit einer Decke eingewickelt. Das erste Mal erkenne ich schwach die Gesichter von Melanie und der Frau. Die Frau scheint um die dreißig zu sein. Braune Augen schauen mich besorgt an. Sie hat kurzes blondbraunes Haar… Auffällig ist ansonsten, dass sie ein sehr unsymmetrisches Gesicht hat. Auch ihre Nase ist sehr groß. Melanie scheint um die zwölf zu sein. Sie hat kurzes blondes Haar, dass ungleichmäßig über ihren Kopf verteilt ist.  Einige Haare hat man ihr wohl ausgerissen… Was jedoch sofort ins Auge sticht sind ihre wunderschönen smaragdgrünen Augen. Das ist wohl der Grund, dass man sie gefangen genommen hat. Sie wäre eigentlich wunderschön… Doch ihre rechte Backe ist stark geschwollen und ihre Nase scheint gebrochen zu sein. „Die Frau flößt mir etwas Suppe ein. Ich weiß es ist schwer. Doch du musst schlucken!“ Ich würde, wenn ich könnte… „Wie kann man junge Mädchen nur so behandeln?“ Die Frau hat Mitleid. Mit uns beiden. „Danke…“ flüstere ich leise. „Du brauchst mir nicht zu danken! Du bist immer noch in einen kritischen Zustand. Ich weiß es wird dir schwerfallen, doch du musst wach bleiben! Zumindest für ein paar Stunden! Ich komme später wieder, dann mache ich euch beide sauber.“ Wieder geht die Frau. Melanie spricht mich zurückhaltend an. „Bist du eine echte Sar?“ Ich kann nicht direkt antworten, deswegen nicke ich.

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#5 13.05.2017 06:43:57

Stella Sar
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Re: Buch ausschnitte

So das Letzte Richtige Kapitel fertig^^ Hier zeige ich das erstemal Stellas wahre Kraft...



Spoiler!

Lunar will mich beschützen. Das Monster bereitet seinen bisher mächtigsten Schlag vor. Es bildet eine Lanze auf purer Dunkelheit.

„Es reicht! Es werden nicht schon wieder Menschen wegen mir sterben!“ Ich werde das Monster aufhalten, selbst wenn es mich mein Leben kostet! Selbst wenn mein Körper daran zerbricht!

Ich Spüre es!

Meine wahre Macht!

Die Macht einer wahren Sar… Das Licht von Stesspela!

Es wird mich von der Dunkelheit beschützen. Es vertreibt die Schmerzen und die Schweifel.   Das Monster schießt seine Lanze auf Lunar…

„Endera!!!“ Warum sollte ich nur Atome Umformen? Ein Schild aus purer Energie... Es klappt!

„Stella?“ Fragt Lunar geschockt.

„ Mi desper Noccider ! Mane. “   Befehle ich.

„ Es erinnert sich also doch an seine wahre macht? “

Ich will mich wieder schlagen. Doch nun erkenne ich seine Attacken. Es ist nicht so schwer auszuweichen, wenn ich nur etwas schneller wäre … Oder die Welt langsamer!

„ Zeimpis laat! “ Menschen müssen sich der Zeit unterwerfen. Doch ich kann mich mit ihr verbinden! So ist es ein einfaches den Angriffen auszuweichen.

Zauber die ich für unmöglich gehalten  hätte... Ich kann sie kontrollieren! Jetzt verstehe ich warum ich die Welt retten kann! Wenn es mir gelingen würde, diese Macht dauerhaft aufrecht zu erhalten …

„ Wie ist das möglich Meister? “ Fragt die hohle Stimme? Es spricht so langsam. Es ist lustig! „ Ich dachte die Sar könnten solche Magie nicht ohne dich wirken? “ Hat das Monster Angs?

„ Das Mädchen ist nicht umsonst die Erste die sich mit mir verbinden kann! Das ist der Grund, weswegen Es sich erneut mit mir verbinden muss! “

Meine Freunde vertrauen mir. Ich spüre es zum ersten Mal. Sie glauben daran, dass ich es schaffen kann. Selbst Fiona ist nun endgültig überzeugt, dass ich eine Sar bin! Ich darf sie nicht enttäuschen! Ich werde das Monster auslöschen!

Das Monster scheint nun ernst zu machen. Es erzeugt ein Typhon artigen Wind. Es will mich ablenken indem es meine Freunde von der Plattform fegt … Ich kann zwar seinen Wind nicht stoppen, doch wenn Nebel Brecher teleportieren kann … Dann kann ich das auch! 

Es braucht noch nicht einmal Zauber Formeln. Ich muss mir nur vorstellen wo ich sein möchte! Da die Zeit immer noch langsamer verstreicht ist es kein Problem mich zu meinen Freunden zu wünschen und sie einen nach den anderen zurück zu holen!

Ich dachte das Magie Naturgesetzen unterworfen ist... Doch das gilt nicht für meine Magie! Nun verstehe ich Surina‘s Geheimnis! Die Sar haben die Welt geschaffen … Warum sollten wir uns an unsere eigenen Gesetze halten?

„ Graliter 0 “ Schwerkraft stört nur. Ohne Schwerkraft können meine Freunde nicht fallen!

Das Monster scheint vergessen zu haben, dass es mich nicht töten möchte. Es versucht eine Welle aus Feuer über mich zu ergießen! Nicht das es mich jetzt noch aufhalten könnte!

„ Igna  0“ Ohne das Element Feuer kann es niemanden verbrennen! Doch ich werde hier nicht stoppen!

Ich erkennen den wahren Namen der Kreatur… Doch Ich Spüre auch, dass meine Kraft schwinden. Anscheinend gibt es doch eine Grenze…

Ein Letzter Zauber bleibt mir noch!   „Seeatos 0 ! “ In meiner Welt darf so eine Kreatur nicht existieren!



Jetzt fehlt nur noch der Ebilog des ersten Buches^^

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#6 22.06.2017 00:37:51

Stella Sar
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Re: Buch ausschnitte

Mal ein kleiner entwurf für das Erste Kapitel des zweiten Teiles der Triologie. (wahrscheinlich)

Vergangenheit…


Ein weiterer Tag in Bett. Der Kampf gegen die Kreatur ist nun fast einen Monat her und noch immer ist mein Fieber nicht komplett zurückgegangen. Die Schmerzen haben nachgelassen und meine Wahrnehmung funktioniert wieder klar, Naja zumindest Großteils. Es ist langweilig! Ich muss den ganzen Tag in meiner Kajüte verbringen. Bald habe ich alle Bücher von Kari durch. Ich hätte gerne mehr zu tun. Doch solange mein Fieber nicht weg ist, darf ich das Bett nicht verlassen!
Papa hat uns von Lukas Turm abgeholt. Ich hatte mich gefreut ihn wiederzusehen, aber Er hat sich keine Zeit für mich genommen… Er hat viel zu tun… Das weiß ich! Trotzdem hätte ich gerne etwas Zeit mit ihn verbracht. Es ist so viel passiert. So viel schiefgelaufen… Stattdessen hat er uns nur bis zur Natur begleitet, die uns entgegengekommen ist.
Wahrscheinlich ist er sauer, dass ich schon wieder Krank bin…
Es hat mich sehr gewundert, dass die Natur uns soweit entgegen Gesegelt ist. Eigentlich wollte Natalia das Schiff nicht herausschicken.  Anscheinend hat sie ihre Meinung geändert, nachdem sie von meiner Gefangenschafft erfahren hat! Sie hat Hilfe von einem mächtigen Magier erhalten, der einen interessanten Tarnung Zauber auf die Natur gewirkt hat.
Dass es sich bei dem Magier ausgerechnet um Dr. Edwards handelt, hat mich sehr gefreut! Denn Sophie war natürlich auch dabei und verbringt jede freie Minute damit, für mich zu sorgen. Ich genieße jede Ablenkung! Wenn ich mich zu sehr langweile, erinnere ich mich an die Morde und an die Menschen die gestorben sind.
Finn, Erik, Kratu… So viele sind gestorben, da sie mich beschützen wollten. Ich muss schnell gesundwerden! Ich muss erfolgreich sein! Damit sie nicht umsonst gestorben sind!
Es gibt vielleicht einen Weg. Ich verstehe nun, warum ich den Weltenstein finden muss! Der Weltenstein soll eine Quelle grenzenloser Energie sein. Wenn ich es schaffe ihn zu nutzen, dann kann ich alles ändern! So kann ich den Fluch vernichten und eventuell alles wieder gut machen… Ich könnte vielleicht sogar…
Es wird nicht klappen! Man kann den Tot nicht umkehren. Egal wie sehr ich es mir wünsche, ich weiß es leider besser. Einer der vielen Flüche, die meine Macht mit sich bringt, ist es solche Dinge zu wissen. Selbst wenn der Körper wieder lebt… Die Seele ist an einen unerreichbaren Ort! Es wäre nicht die gleiche Person! Mein Bruder ist fort! Dass lässt sich nicht mehr ändern!

„Bist du wach liebes?“ Sophie betritt mein Zimmer.
„Guter Morgen… Darf ich endlich aufstehen?“ Diese Frage stelle ich jeden Morgen.
„Nein darfst du nicht!“ Fiona ist ebenfalls hier. Sie hat mir Frühstück gemacht, wie jeden Morgen. „Du wärst beinah gestorben! Wenn ich darüber nachdenke, liegst du extrem oft in sterben…“
„Arme Mädchen. So oft so krank zu werden.“ Sophie hat Mitleid. Für sie bin ich wie eine kleine Schwester. Ihre eigene Schwester ist vor einigen Jahren gestorben, das habe ich ausversehen, in ihren Gedanken gelesen. Geheimnisse sind vor mir leider nicht sicher…
„Ich bin kein Kind mehr!“ beschwere ich mich. „Ihr könnt mich doch nicht für immer hier festhalten.“ Wir sind schon fast Zehn Tage auf dem Schiff und wir kommen kaum voran. Wegen des Ordens segeln wir nur sehr langsam und Kundschaften jedes Gebiet aus. Anscheinend erwartet Natalia einen großen Angriff.
„Wir erreichen Heute den östlichen Kontrollpunkt, von da aus können wir bestimmt schneller segeln.“ Erklärt Sophie. „Du musst dich nicht mehr lange gedulden.“
„Jetzt esse erstmal!“ Meckert Fiona. „Ich habe dir schon mal gesagt, wenn du nicht genug isst, dann wirst du auch nicht gesund!“
„Ist ja schon gut…“ In Letzter Zeit habe ich keinen großen Hunger. Weswegen auch? Es ist ja nicht als wenn ich viel Energie verbrauchen würde.
„Stell dich nicht so an. Ich habe dir extra einen heißen Kakao mit extra viel Zucker gemacht.“
Natürlich schmeckt der Kakao lecker, wie alles das Fiona kocht. Aber es ändert ja nichts daran, dass ich hier festsitze… Ich habe Lunar schon seit Tagen nicht mehr gesehen.  Er geht mir aus den Weg, seit er mich geküsst hat.  Ich würde ihr gerne öfters sehen.
Er ist jedoch nicht der einzige. Henry hat auch kein Wort mehr mit mir gesprochen. Er versucht es zu verbergen, aber insgeheim gibt er mir die Schuld, dass Finn gestorben ist. Die einzige die mich regelmäßig Besucht ist Lil, die immer noch versucht einen Helm zu entwerfen, der meine Fähigkeit Gedanken zu lesen Unterdrückt. Bisher ohne jeglichen Erfolg!
Die Nächte sind ganz schön laut geworden. Ich hatte schon lange keine eigenen Träume mehr. Jede Nacht träume ich die Träume von anderen Menschen. Oder tauche hinab ihn ihre Erinnerungen. Manchmal sind es schöne und angenehme Träume. Doch oftmals sind es traurige und schreckliche Erinnerungen. Es wäre ein deutlicher Fortschritt, wenn Lil‘s Helm funktionieren würde.
„Sei nicht so deprimiert! Mit der Macht die du auf den Turm demonstriert hast, kannst du das Siegel bestimmt brechen. Dann können wir diese nervige Reise endlich beenden!“  Fiona ist echt optimistisch. Anscheinend habe ich es endlich geschafft ihr Vertrauen zu gewinnen… Andererseits… Sie will einfach nur, dass ich in Sicherheit bin! In ihren Augen bin ich immer noch Großteils nutzlos.
Edward betritt den Raum ohne zu klopfen. „Eine interessante Idee. Aber es wird nicht funktionieren.“
„Doktor! Ich habe ihnen doch bereits erklärt, dass Stella noch nicht bereit für ihre Experimente ist! Sie muss sich erstmal erholen. „Sophie will ihn wieder aus den Raum schubsen.
„Ist schon gut… Er will heute nur ein paar Fragen stellen.“ Erkläre ich für den Doktor.
„Es ist echt beeindruckend. Ohne jegliche Magie, kannst du alles lesen… Du kennst wahrscheinlich bereits den Grund warum es nicht klappt?“
Natürlich, habe ich es bereits gelesen… „Es wurde mit der Macht des Weltensteins versiegelt. Die gesamte Energie der Welt… Es gibt keinen Zauber der Welt, welcher solch ein Siegel durchbrechen könnte!“
„Sehr gut!“ lobt er mich. „Die wahre macht der Sar, verbirgt sich im Weltenstein. Ich wäre gerne dabei gewesen, als du deine ganze Macht demonstrierst hast… Aber das war wohl nur ein Bruchteil von dem, dass du leisten könntest, wenn du den Stein besitzen würdest.“
„So viel macht…“ Murmel ich.  „Ist es gerecht, so viel Macht in die Hand einer einzigen Person zu legen? Sollte man solch eine Macht nicht lieber teilen?“
„Ein sehr philosophischer Ansatz.“ Antwortet er. „Doch du darfst nicht vergessen, dass es dein Erbe als Sar ist. Niemand anderes wie du, hat ein Anrecht auf so eine Macht! Es ist dein Schicksal oder eher gesagt deine Bürde, die du tragen musst.“
„Sie verlangen zu viel! Sie ist noch ein Kind und sie wollen ihr die ganze Welt anvertrauen.“ Beschwert sich Sophie. „Sie wird noch daran zerbrechen… Sehen sie nicht, was ihr diese Reise antut?“
Ich kann nicht von meinem Schicksal davonlaufen. „Bin ich wirklich Auserwählt? Der Stern der die Dunkelheit vertreiben wird?“
„Es liegt in deinen Händen.“ Erklärt er. „Ich habe Nachforschungen angestellt und bin mir inzwischen sicher, dass du das Mädchen bist, dass die Welt verändern wird.“
„Jetzt übertreibt es mal nicht! Nur weil sie ein paar Tricks beherrscht, kann sie noch lange nicht die ganze Welt in Alleingang verändern.“ Lacht Fiona.
„Sie kann! Und sie wird!“ Sagt Edward bestimmend. „Auf welche Art und weiße sie es tun wird. Muss sie jedoch selbst herausfinden. Der Weltenstein gibt ihr viele Möglichkeiten.“
„Warte mal…“ Sagt Fiona geschockt. „Sie meinen doch nicht etwa?“
Er lächelt. „Anscheinend begreifst du es endlich.“
„Eine Göttin?!!“ rufe ich. Fiona muss sich irren. „Das kann…“
„Die Sar waren die Erschaffer unserer Welt. Ist es nicht einfach nur logisch, dass Nachfahrin der Sar mit ähnlicher Macht gesegnet sind?“ Er meint es ernst.
„Ich soll den Weltenstein nicht einfach nur nutzen… Ich soll seine Macht in mir aufnehmen… Die komplette Macht?!“ Ich kann es nicht glauben…
„Exakt! Denn dies ist deine Bestimmung. Als letzte der Sar!“ Er verbeugt sich vor mir.
„Wie können sie ihr das nur antun?“ Beschwert sich Sophie. „Sie verlangen von ihr, dass sie ihre Menschlichkeit aufgibt. Sie wird nie in der Lage sein ein normales Leben zu führen…“
„Macht euch keine Sorgen…“ Versucht er uns zu beruhigen. „Es ist natürlich nur eine Theorie! Vielleicht hat sie noch Jahre Zeit. Vielleicht reicht es, die Macht nur kurz zu nutzen. Wie ich schon gesagt habe, wird sie das selbst entscheiden müssen.“
„Ich weiß nicht, ob ich das möchte… Warum sollte ausgerechnet ich, das Recht dazu haben?“ Frage ich.
„Dies ist dein größter Fehler!“ Antwortet er ernst. „Dir fehlt das nötige Selbstbewusstsein.“
Selbstbewusstsein? Es ist einfach gesagt. Bisher konnte ich niemanden beschützen. Ich bin immer nur krank oder verletzt und halte die anderen auf… Wie sollte ich jemals in der Lage sein, so eine Verantwortung gerecht zu werden?
„Und schon wieder ist sie an schmollen.“ Lacht Fiona. „Egal was passiert, du wirst immer ein kleines Mädchen bleiben.“
„Danke…“ Sage ich. Es muntert mich tatsächlich etwas auf. Ich sollte nicht darüber nachdenken, was sein könnte… ich muss an das hier und jetzt denken und an dem was ich erreichen kann!
Das Schiff ruckelt. Sind wir angekommen?
„Du hast Glück. Es wäre unhöflich Natalia nicht persönlich zu begrüßen!“ Fiona erlaubt mir also aufzustehen? Endlich darf ich wieder die frische Luft spüren.
„Alle raus! Wir kleiden die Dame ordentlich ein!“ befiehlt Sophie.
Sie braucht auch nicht lange dafür, mir ein unpraktisches pinkes Kleid anzuziehen. Ich darf ausnahmsweise sogar meine Tiara tragen. Der einzige große Schatz den ich besitze, neben meinen süßen Tieren die ich Zuhause lassen musste... Ich hoffe es geht ihnen gut!
„Kannst du allein laufen? Oder soll ich dich festhalten.“ Fragt sie.
Es würde mir nichts bringen zu lügen. Ich habe viel zu lange in Bett gelegen. Gerade zu laufen, fällt mir sehr schwer. „Bitte halte mich feste…“
„Du siehst wie eine richtige Dame aus. Die Narbe ist auch kaum mehr zu sehen.“  Sie will mich damit aufmuntern. Doch wenn ich in Spiegel schaue, sehe ich den dünnen streifen, der mein Gesicht durchzieht. Ich werde niemals vergessen können, wie die Narbe mir zugefügt wurde. Den klang der Peitsche, Blut und schmerzen. Ich werde mich immer wieder erinnern, selbst wenn sie komplett verblassen wird…
„Ich bin ja bereits eine Dame!“ Ich muss positiv bleiben! Ich tue es schon wieder.
„Natürlich bist du das!“ kichert sie. „Mit Fünfzehn wird es langsam Zeit, dass du über eine Heirat nachdenkst! Hast du schon einen Kandidaten?“
„Heirat…“  Ein sehr wunder Punkt. Ich hatte einen Kandidaten. „Darüber habe ich noch nie nachgedacht.“
„Bist du dir sicher. Was ist denn zum Beispiel mit Lunar? Du scheinst ihn doch sehr zu vertrauen?“ Obwohl ich ihre Hintergedanken bereits durchschaut hatte. Lässt mich der Gedanke erröten.
„Lunar?!“ Sie hat mich kalt erwischt. „Er sieht gut aus, ist stolz, cool, Klug und sympathisch. In seiner Nähe fühle ich mich sicher… Aber ich glaube er empfindet nichts für mich! Außerdem habe ich wichtigeres zu tun, als über liebe nachzudenken!“
„Bist du dir sicher? Für mich sieht es so aus, als würde er sich sehr um dich sorgen.“
Ich muss von dem Thema ablenken! „Du bist doch selber nicht verheiratet! Außerdem wartet Fiona bestimmt schon.“
„Leider wahr. Deswegen solltest du nicht denselben Fehler machen! Du willst doch bestimmt irgendwann eigene Kinder haben?“ Kinder!? Wie kommt sie auf die Idee! Ich wäre bestimmt eine sehr schreckliche Mutter. „Aber du hast Recht! Wir sollten sie nicht warten lassen.“
Sie nimmt meine Hand. Langsam gehen wir an Deck. Der Wind, der Duft des Flusses. Es ist wundervoll. Es ist nur schade, das wir bereits in den modrigen Gemäuern der Festung sind. Ich hätte allzu gern den Himmel gesehen.
Wir kommen genau richtig, der Steg wurde gerade befestigt. Alle stehen bereit, um Natalia zu empfangen. Lunar kann ich jedoch nirgendwo sehen… Eilig betritt Natalia das Deck.  Ein ungewöhnlicher Anblick. Bei unserem letzten Besuch hat sie deutlich mehr stolz ausgestrahlt.
Sie verbeugt sich voll Ehrerbietung. „Ihr habt sehr gute Arbeit geleistet! Ich würde euch gerne festlicher empfangen, doch Etikette ist in Zeiten der Krise, eines der vielen Dinge, auf die wir verzichten müssen.“
Ihre Männer fange bereits an das Schiff zu beladen. „Ihr werdet uns begleiten?“ Fragt Zero überrascht. Anscheinend wird es Krieg geben. Viele Menschen werden sterben. Der Gedanke daran widert mich an.  Warum müssen sich Menschen immer bekriegen?
„Unsere Arbeit hier ist erledigt! Der Orden hat vor kurzen die Nordfestung erstürmt. Wenn meine Befürchtung sich bewahrheiten, werden sie bald Sanktum angreifen… Wir müssen ihnen zuvorkommen!“  Beantwortet Natalia die Frage, welche die Gedanken ihrer Männer längst beantwortet haben.
Es vergeht ein langer Augenblick. „Wo ist eigentlich Sir Finn?“  Ihr war es wohl noch nicht aufgefallen. „Verstehe… Ich bin mir sicher, dass er bis zu Letzt seine Pflicht erfüllt hat.“
Wieder vergeht ein Augenblick. „Ihr müsst erschöpft sein. Ruht euch ruhig etwas aus, während meine Männer die Arbeit erledigen.“ 
„komm Stella, wir bringen dich wieder ins Bett.“ Sagt Sophie während sie wieder nach meiner Hand greift.
„Kann ich nicht zumindest noch ein bisschen bleiben?“ Frage ich hoffnungsvoll.
Sophie will mich zu sehr beschützen. „Nur noch ein paar Tage. Solange musst du dich noch gedulden.“
„Ich würde miss Stesspela gerne noch ein paar Fragen stellen.“ Natalia steht plötzlich neben mir. Immer noch beschützt sie ihren Geist mit Magie. Deswegen konnte sie sich unbemerkt nähern.
Fiona grätscht dazwischen. „Setzt sie bitte nicht allzu sehr unter Druck! Ihr geht es zwar jetzt etwas besser, doch vor kurzen konnte sie noch nicht einmal alleine Essen.“
„Ist schon in Ordnung, mir geht es wirklich besser.“ Ich will die Chance nutzen, die frische Luft zu genießen. 
„Stella!“ Meckert sie. „Sei nicht so unvernünftig! Dein Fieber ist noch nicht komplett zurückgegangen. Wenn du es übertreibst, wird es wieder schlimmer!“
„Machen sie sich keine Sorge.“ Befehlt Natalia. „Sie ist alt genug, um solche Entscheidungen selbst zu treffen!“
Sophie hilft mir die Spitze des Schiffes zu erreichen, damit ich mich setzen kann. Ich versuche stark zu wirken, aber selbst dieser kleine Ausflug fällt mir noch schwer.
Sophie lässt uns allein. Natalia setzt sich direkt vor mich. Und schaut mich erstmal nur an. Die Kämpfe mögen sie gezeichnet haben, trotzdem ist sie immer noch eine beeindruckende Frau.
Sie redet immer noch kein Wort… Ich frage mich was sie denkt? Es ist verwirrend. Wie soll ich auf sie reagieren, wenn ich nicht weiß, was sie möchte?  Ihr Schutz Zauber ist nicht all zu stark. Ich denke ich müsste ihn umgehen können…
„Sind sie nervös? Sie versuchen gerade meine Barrikade zu durchbrechen. Habe ich Recht?“
Sie hat mich durschaut! Ertappt stottere ich. „Es tut mir leid… Ich sollte nicht.“ Wie hat sie? „Können sie auch Gedankenlesen?“
Sie Lacht. „Menschenkenntnis! Wenn man andere Menschen führen möchte, muss man lernen andere Menschen zu lesen. Sie sind ein offenes Buch junge Dame.“
„Verstehe…“ Jetzt bin ich noch verwirrter wie eh schon.
„Sie dürfen ruhig den Zauber brechen, wenn es ihnen hilft.“ Sie will mir wohl entgegenkommen.
„Nein… Das gehört sich nicht…“ Ich bin sehr neugierig, doch sollte ich nicht eigentlich froh sein, dass ich eine Stimme weniger höre?   
Wir segeln los. Ich kann den Himmel sehen. Er ist so wunderschön… Ich fühle mich etwas unwohl, wenn sie mich so anstarrt.
„Langsam bekomme ich einen guten Eindruck von ihnen.“ Murmelt sie.
„Was meinen sie damit?“ Frage ich zurückhaltend. Ich will wissen, was sie von mir hält.
Langsam schüttelt sie uns beiden Tee ein. „Ich wollte gerne etwas über ihre Psyche erfahren?“
Meine Psyche… Was gibt es da schon besonderes zu erfahren...
Sie reicht mir meinen Tee. „Sie sind unsicher und haben nur wenig Selbstbewusstsein! Sie leiden unter Alpträume! Sie haben große Angst! Angst davor, deine Macht einzusetzen. Angst, dass man Sie alleine lässt, dass Sie anderen schaden könnten.“
Ihre Worte sind fies. Aber sie entsprechend alle der Wahrheit. „Es tut mir leid. Ich versuche Optimistisch zu bleiben, damit ich meine Aufgabe erfüllen kann. Doch ich bin den anderen meistens nur im Weg…“
Sie trinkt gesittet und ruhig ihren Tee. „Ich will dich nicht kritisieren Stesspela. In Gegenteil, ich bin beeindruckt!“
„Beeindruckt von mir?“ Das einzige was ich gut kann, ist Zaubern… Aber das hat sie doch bisher noch gar nicht gesehen…
„Natürlich! An dem was Sie bereits alles mitgemacht haben, wären die meisten zerbrochen.“  Ich weiß nicht ob sie gerade Mitgefühl zeigt, oder ob sie mich tadelt. „Deswegen ist es umso wichtiger, dass Sie sich Anderen anvertrauen. Die Prinzessin hat mich darum gebeten, dass ich mit ihnen rede. Ich kenne mich etwas mit Traumata aus und Sie hat mir alles erzählt… Über das was sie erlebt haben.“
Ich schreie, voll Wut!   „Ich will nicht darüber reden! Die Erinnerung an meine Gefangenschaft plagen mich schon genug!“ Will sie mich quälen?
Sophie kommt angerannt. „Stella was ist los?“
Natalia schaut sie an. „Verschwinde! Das ist ein Befehl. Sie muss sich ihrer Angst stellen!“
Ich versuche ruhig zu werden. „Ich renne nicht davor Weg! Jedes Mal wenn ich die Narbe sehe, erinnere ich mich an die schmerzen. Wenn ich meine Augen schließe erinnere ich mich an…“
Natalia trinkt ein weiteren Schluck Tee. „Ich rede nicht von den aktuellen Ereignissen.“ Sie zögert. „Ich will, dass Du über deine Vergangenheit redest!“
„Meine Vergangenheit?“  Warum habe ich so eine Angst vor diesen Satz.
Sophie wundert sich. „Natalia! Bitte! Merken sie nicht, dass sie Angst hat?“
Natalia kommt näher. „Genau deswegen muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen… Stella…“ Warum spricht sie mich plötzlich so persönlich an. „Ich will das du über die Zeit redest, bevor dein Vater dich gefunden hat. Ich will das du uns von den Tot deiner Eltern erzählst.“
„NEIN!“ Ich zittere an ganzen Körper. Was rede ich da… Ich wollte doch selber wissen, was passiert ist. Doch alles in mir sträubt sich. „Ich werde nicht darüber reden! Sie können mich nicht zwingen!“
„Pine!“ Wie ein Reflex breche ich ihren Schutzzauber. So als müsste ich mich selbstverteidigen…
Endlich erkenne ich was Sie fühlt… Sie fühlt sich besorgt und schuldig. „Es tut mir leid, doch du musst es wissen…“ denkt sie. Sie versucht an den Tag zu denken… 
„Bitte hören sie auf! Bitte…“ weine ich. Es ist das erste Mal das meine Fähigkeit versagt. Für einen kurzen Moment nehme ich keine Gedanken mehr wahr…
Jemand hält mich in Arm… Lunar… „Stopp!“ Befiehlt Er.
Natalia seufzt und erneuert den Schutzzauber. „Es tut mir leid. Ich hätte Sie nicht so bedrängen sollen… Der Schmerz scheint noch tiefer zu sitzen, als ich gedacht hätte. Die Verdrängung ist stark genug, um ihre eigene Fähigkeiten zu blockieren und ihre Wahrnehmung zu manipulieren.“
Lunar hebt mich hoch um mich ins Bett zu bringen. Ich kann nicht aufhören zu zittern. Sophie streichelt über meinen Kopf um mich zu beruhigen.
„Irgendwann muss sie sich jedoch erinnern, sonst wird es sie für immer verfolgen.“ Ruft Natalia uns hinterher.

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