Hirnschwund.net ist ein virtueller Raum, in dem sich Menschen verschiedenster Herkunft miteinander treffen und plaudern können.
Wenn du noch kein Mitglied bist, erstelle dir einfach ein Konto. Die Registrierung ist kostenfrei.

Gesundheitsthread
#1

@dandee (du musst dich wohl hier anmelden, um mir zu antworten!):

Von wem hört man denn nun eigtl "sowas lernt man nicht im Studium"? Von Laien oder von Ärzten selbst? Ich hätte nun eigentlich gesagt, dass das praktische Jahr und letztlich auch noch die Zeit als Assistenzarzt der Akquirierung von soft skills im Umgang mit Patienten dienen.

Davon abgesehen bin ich auch der Ansicht, dass das in der Notfallmedizin nicht so wichtig ist, wenn es nun menschlich kein Totalausfall ist. Aber bei positiver Aufmerksamkeit, und wenn die Leute sich auch bemühen, einem zu helfen, war zmd ich fast automatisch versucht zu antworten: Ja, besser, während die Antwort halt eher sein sollte: Nein, schlechter.

Dass die bei Herzkram nix zu trinken rausrücken, kann übrigens auch Absicht sein. Wurde mir zmd auf Nachfrage so kommuniziert, dass man das limitiert wegen der schlechten Pumpleistung. Ich weiß auch bis jetzt noch, dass ich es dann - Trick 17 - mit "Hunger" probiert hab, und auf irgendwas Krankenhausmäßig-matschiges gehofft hab, und dann gab es Hähnchenbrust trocken wie die Sahara. Aber zmd etwas Soße und Erbsen. Irgendwann kommen die dann mit ihren Mundbefeuchterstäbchen. Wie viele Menschen sind wohl nicht verdurstet weil sie Mundbefeuchterstäbchen hatten.

Was ich aber hauptsächlich noch erwähnen wollte, ist, dass es wohl reichlich illusorisch von mir war, zu denken, man könnte den plötzlichen Herztod vllt doch rechtzeitig spüren. Man findet tlw tatsächlich Artikel, in denen steht, dass es Warnzeichen gibt, aber das ist wohl alles nur insofern relevant als dass man eben sagen kann, dass die meisten, die am plötzlichen Herztod in einem bestimmten Alter sterben, vorher (evtl unerkannt) herzkrank waren und im Zeitraum x vor dem Ereignis eben eine bestimmte Symptomatik hatten und die ggf (siehe „Oregon Sudden Unexpected Death Study“) gegenüber einem Angehörigen etc verbalisiert haben. Das ist also schlicht mein Ist-Zustand. Der plötzliche Herztod wird ja meist durch bösartige Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern) verursacht, und sobald man die hat, pumpt das Herz nicht mehr koordiniert (zuckt statt richtig zu kontrahieren), transportiert somit keinen Sauerstoff mehr zum Hirn und man wird auch schon ohnmächtig. Es gibt da einfach keine Spanne. Im Schlaf erst recht nicht.
Zitieren
#2

Früher oder später werde ich mir sicherlich nen Defibrillator implantieren lassen. Fände es halt psychologisch schön, wenn das Teil einen vorwarnt, bevor es einen schockt. Beim Blutabnehmen wird man ja auch gewarnt "kurzer Stich", also hätte ich schon gerne ein Signal für "Achtung, Stromschlag!" Dass es gar nicht zu diesen "unnötigen" Schocks kommt, ist wohl ausgeschlossen, weil Defis einen eben nicht (wie Serien das oft zeigen) aus der flatline zurück ins Leben schocken, sondern dafür zuständig sind, den chaotischen Herzrhythmus unter Kontrolle zu kriegen.

Finde es aber auf jeden Fall schon mal beruhigend zu wissen, dass sowohl die Diagnose einer schweren Krankheit (v.a. natürlich bei Krebs), als auch diese Schockgabe als Ursachen für die posttraumatische Belastungsstörung anerkannt sind.
Zitieren




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen:
1 Gast/Gäste