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#16
Die Preise waren gestern irgendwie für das eBook noch anders und teurer als das englische Buch.
Jetzt kostet nur 5,69€ und das Buch weiterhin 5,99€.
"I'm a human, I'm a goddamn living thing/ But I'm not really human if I'm just existing/Wasting my time in a complex universe" Lil Bo Weep
#17
@Deltamaus: Kannst deine Rezension zu "Mohamed" hier posten! Libertas hat eh nicht fertig gelesen :>
#18
Zankyō schrieb: @Deltamaus: Kannst deine Rezension zu "Mohamed" hier posten! Libertas hat eh nicht fertig gelesen :>

 
Yikes Ich... schreibe sie nur noch schnell fertig.
#19
Zankyō schrieb: Libertas hat eh nicht fertig gelesen :>

Stimmt sogar, habe es nicht ausgelesen, fand ich aber auch nicht notwendig. Mache ich aber sicher irgendwann noch mal an einem Sonntag.
Endlich mal auf allerniedrigstem Niveau auskotzen.
#20
Sollte ich dann meinen Laptop benutzen können, werde ich wahrscheinlich heute das Buch zu Ende le die Rezension fertig schreiben.
#21
Hab das Buch jetzt tatsächlich zu Ende gelesen.

Aus relativ distanzierter Perspektive sind die biographischen Angaben langatmig, die Bewertungen einseitig (vor Mohammed: Ordnung vs. seit Mohammed: Krieg) und der Mafiavergleich bemüht. Der Versuch, die Schattenseiten des Islams von Mohammeds gestörtem Verhältnis zur Weiblichkeit abzuleiten, ergibt durchaus Sinn, geht aber viel zu weit, da auch Abdel-Samad nicht zur Kenntnis nimmt, dass religiöse Texte prinzipiell beliebig interpretiert werden können, also die frauenverachtenden Regime unserer Zeit nicht mehr mit Momos Rabenmutter erklärt werden können.

Kapitel 5 ist das interessanteste im Buch, da es die kritische Koranforschung zum Thema hat und u.a. sowohl mögliche christliche Hintergründe als auch die Theorie anspricht, Mohammed habe gar nicht existiert. Ich kann dazu nicht viel sagen, aber es macht Lust auf weitere Lektüre zum Thema.

Kapitel 6 beleuchtet (nicht nur) Mohammeds Verhältnis zu den Juden. Es deckt sich weitgehend mit dem, was ich gelernt habe. Nebenbei wird Abdel-Karim Ourghi mit Hitler verglichen, was sicherlich Konfliktpotenzial hat, aber aus meiner Sicht vollkommen berechtig ist.

Kapitel 7 versucht auf durchaus unterhaltsame Art, Mohammeds Erlebnisse zu pathologisieren. Atheisten dürften damit vollkommen einverstanden sein. Ich wiederum kann nichts Dramatisches darin erkennen, da solche Wahrnehmungen nicht notwendigerweise mit Wahnkrankheiten einhergehen und Religionen nun einmal auf diese Art entstehen. Dass Schlafparalyse eine Rolle gespielt haben könnte, finde ich spannend, und der Gedanke, ausgerechnet diese Religion könnte auf den unbewussten Versuchen eines beziehungsgestörten und unfruchtbaren Psychotikers basieren, seine Mängel zu kompensieren, ist durchaus komisch. Dennoch beeindruckt er mich nicht, da ich dergleichen zur Genüge aus antichristlichen Polemiken kenne.

In Kapitel 8 erfährt der Leser, wie Abdel-Samad lernte, über seinen Glauben zu lachen. Es endet mit einem Lob der Satire und der (wie man mittlerweile weiß, vergeblichen) Hoffnung, der Anschlag auf Charlie Hebdo möge Moslems dazu bewegen, entspannter mit Kritik umzugehen.

Insgesamt habe ich den Eindruck gewonnen, dass sich dieses Buch nicht an mich richtet, sondern an gläubige Moslems, denn letztes Endes ist es eine Polemik gegen die Mythen der islamischen Welt, die dort bitter nötig wäre. Sympathisch ist es immer, wenn der Autor von seinem Werdegang erzählt, und spannend, wenn die kritische Koranforschung zur Sprache kommt. Der Rest funktioniert nur dann, wenn er auf einen Leser trifft, der darin eine Provokation sieht.
[+] 2 Benutzer sagen Fettes Dankeschön an Deltamaus für diesen Beitrag
#22
In einem Kapitel erwähnt Abdel-Samad, dass er es für eine unsinnige Lesart hält, dass Muhammad Allah um Vergebung für Amina angefleht hat, weil ihre Sünde Ungläubigkeit war, da ja damals alle Heiden waren. Aber es ist doch eine gängige Auffassung, dass ich die Zeichen sehen müsste, um zu Allah zu finden, auch ganz ohne den Quran zu kennen? Also ich könnte mich am jüngsten Tag nicht damit rausreden, dass ich nicht lesen kann o.ä.
  


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