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Big Talk - mit Wein und Zigarre auf in die Tiefen
#1

//verschoben aus dem Smalltalk -
Julia


Warum zum Teufel nennt man einen Helikopter Yankee Papa?

(Vorsicht, das ist keine essay-Frage)
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#2

Weil "cool", "martialisch", "männlich"? Ich kann mir echt nur vorstellen das es sich dabei um ziemlich typischen "Militärjargon" handelt. Ähnlich wie "Hitlersäge" für das MG42 denke ich. Nur kenne ich mich mit Militär nun wirklich nicht gut genug aus.

Psychologisch glaube ich das Soldaten sich mit solchen "Spitznamen" auch ein wenig von dem was sie tun distanzieren können. Warum man dann einem Hubschrauber so einen Begriff geben muss, der dazu ja nicht einmal leichter über die Lippen geht als das eigentliche Original keine Ahnung. (War nie beim Militär, habe auch keine Ambitionen daran was zu ändern und sogar Militärgeschichte interessiert mich nicht wirklich (Schlachtverläufe etc. sind mal ganz interessant aber historisch nicht relevant, wichtig ist nicht die Frage "wie wurde gesiegt?" sondern "was wurde durch den Krieg verändert?"), insofern eine vollkommen fremde Welt.)
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
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#3

Zitat:wichtig ist nicht die Frage "wie wurde gesiegt?"

Hiroshima/Nagasaki?
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#4

Würde ich ähnlich stehen lassen. Hier wird der historische Effekt durch die Wahl der Waffen beeinflusst.
Für Japan, Hiroshima und Nagasaki ist der Abwurf der Bomben schrecklich.
Für die Welt eher egal. Sonst müssten wir über jeden Atombombentest genauso reden.

Der historisch wichtige Aspekt ist: Der Einsatz der Atombomben hat den kalten Krieg möglich gemacht. Man hat die Zerstörung durch zwei sehr kleine Bomben gesehen. Es ist nicht abwegig zu glauben das die Hemmschwelle ohne diese beiden Bomben niedriger gewesen wäre.

Ähnliches hatte man nach dem 1. Weltkrieg mit Giftgas.
Der Massenhinrichtung französischer Gefangener nach der Schlacht von Azincourt. O.ä.

Azincourt ist interessant vom Schlachtverlauf her. Zumal nicht geklärt ist wie die Engländer gewinnen konnten. Aber selbst wenn wir das herausfinden sollten, was haben wir davon? Der Effekt der Hinrichtung im Sinne einer Verrohung der Kriegsführung ist hingegen relevant und nachweisbar.

Auf der gleichen Ebene sind Zahlen und Beschreibungen der Zerstörung durch die Bomben super um uns einen Schauer über den Rücken zu jagen. Historisch aber kaum relevant. Die Auswirkung der Bomben auf die Entwicklung Japans und der Art und Weise wie der kalte Krieg geführt wurde ist hingegen wichtig für die Entwicklung unserer heutigen Zeit.
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
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#5

@Skafdir

Ich hab halt den Eindruck, dass, wenn quasi nur die betroffenen Nationen ausführlicher über so etwas lernen, in dem Fall halt Japan und die USA, dann lernen beide Seiten in einer befangenen Art darüber. Und das zusätzlich dazu, dass ich als Angehöriger einer Nation eh schon naturgemäß voreingenommen bin. Und so eine Befangenheit geht auch über den Unterricht hinaus. Ich mein, das, was man in Deutschland als NS-Dokuzentrum in München aufgebaut hat, ist ja nun auch ein schlechter Scherz geworden. Und ich denk mir daher auch, dass es vllt gar nicht die beste Idee war, gerade in den USA über den Vietnamkrieg zu lernen, zumindest aus meinem wirklich geringfügigen Kenntnisstand heraus.
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#6

Naja es wäre aber nicht so schlecht, wenn die Amerikaner mal eine große Aufklärungsofensive starten, um über ihre vielen Fehlschläge in Kriegszeiten aufzuklären. Es wäre nicht nur wegen den übertriebenden Patroitismus gut, sondern es würde eventuell auch die Kriegslust klein halten. Gerade mit Trump muss man ja jederzeit damit rechnen, dass er irgend etwas angreift. Wenn die Bevölkerung aber schlicht weg keinen bock auf Krieg hat, wären selbst den präsidenten die Hände gebunden! (Zumindest in Amerika)

Es kann nie schaden wenn ein Volk über seine dunklen Stunden nachdenktSmile

PS: Aber ich glaube ich drifte gerade etwas ins politische...
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#7

Zitat:Ich hab halt den Eindruck, dass, wenn quasi nur die betroffenen Nationen ausführlicher über so etwas lernen, in dem Fall halt Japan und die USA, dann lernen beide Seiten in einer befangenen Art darüber.

Sehr zutreffendes Argument.
Da die Angriffe ja aber tatsächlich eine Art "Startschuß" in den kalten Krieg darstellten, stellt sich die Frage ob es in der Hinsicht "nicht befangene Seiten" gibt.
Hier in Deutschland kann es halt recht schlecht ein größeres Thema sein. Wie auch?
Hier ein möglicher Kommentar aus deutscher Perspektive: "Was für wahnsinnige Menschen müssen das sein die solches Leid über Menschen bring... wann war das? Ja, gut aber Japan als Ziel, war doch nun wirklich... mit wem verbündet sagen sie? Ja, aber wir hatten doch kapitu... die nicht?"
Auch wenn sich das nun ziemlich albern liest. Nur mal ehrlich, wie sollte man sich aus deutscher Perspektive hinstellen können und meinen in der Hinsicht nicht befangen zu sein.
Ich glaube ganz unabhängig vom kalten Krieg und Japan, kann es keine "unbefangene" Position zur Atombombe geben.
Es gibt den Homo Sapiens seit 300.000.
Wir haben seit etwas mehr als 5000 Jahren Geschichtsschreibung.
In dieser Zeit haben wir uns einmal zum Ende der Bronzezeit in die Steinzeit zurück geprügelt. Zu der Zeit hatten wir als Waffen gerade die ersten Eisenschwerter.
Dann haben wir es am Ende der Antike geschafft große Hochkulturen rund ums Mittelmeer untergehen zu lassen und es brauchte gut drei Jahrhunderte bevor man wieder von einer echten Kultur in Europa reden konnte.
Dann haben wir nach der Entdeckung Amerikas eine extrem hoch entwickelte Kultur in Südamerika fast vollständig vernichtet und dabei Beweise gefunden, dass auch in Südamerika schon mindestens eine Hochkultur untergegangen sein muss.

Wir wissen fast nichts über etwas mehr als 290.000 Jahre unserer Geschichte und in den etwas mehr als 5000 Jahren die wir kennen, haben wir Belege für mindestens vier untergegangen Hochkulturen und keiner dieser Untergänge wurde mit modernen Waffen verursacht.
Die Atombombe haben wir seit etwa 70 Jahren und damit hat der Homo Sapiens, der es mit Schwertern mehrfach fertiggebracht hat sich an den Rand der Vernichtung zu treiben geschafft eine Waffe sein eigen zu nennen, die ernsthaft eine Weltvernichtung verursachen kann.
Wie soll man da unbefangen sein?

Ich verstehe dein Argument vollkommen und halte es für den Vietnam auch für sehr schlüssig. Atombomben, da funktioniert Unbefangenheit nicht, denke ich. Außer in der Form von Ignoranz.

Deutschland und Drittreich:
Ich würde (befangen wie ich bin) schon sagen, dass Deutschland eine enorm gute Aufarbeitung leistet. Wenn es auch immer die Rufe nach "irgendwann muss doch auch mal gut sein" kommen. Aber die kamen schon das erste mal in den 50er Jahren, vielleicht sogar früher. Das wird man vermutlich nicht los.
Allerdings kann ich zum NS-Dokuzentrum in München nichts sagen, ich war noch nicht da und habe mich auch nicht wirklich damit beschäftigt.
Von daher meine Frage:
Warum ist es nur ein schlechter Scherz? (Mir fehlen da wirklich die Infos. Ich schäme mich. Hmm )

Edit:
Das geht wirklich über Smalltalk hinaus, will sagen ich kann verstehen wenn es jemanden hier stört... aber wohin damit?
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
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#8

Skafdir;25986 schrieb:haben wir Belege für mindestens vier untergegangen Hochkulturen und keiner dieser Untergänge wurde mit modernen Waffen verursacht.

Sicher?
Spoiler!:
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#9

Naja es gibt gute Hinweise das zwei der Untergänge Bronzezeit und Vernichtung der südamerikanischen Hochkulturen vor allem durch Seuchen unterstützt wurden. (Wobei die Spanier sich in Südamerika auch ganz ohne Pocken große Mühe gegeben haben und die Seuchen am Ende der Bronzezeit scheinen erst nach dem Beginn des Falls angefangen zu haben.)

Also wenn hier biologische Alienkriegsführung Teil der Rechnung war, dann sind diese Aliens immerhin geschickt genug ihre Spuren zu verschleiern. Wobei natürlich einige mutige Kämpfer für die Wahrheit das richtige erkennen und aufdecken.
Und ich bin mir sicher die haben das sogar ganz ohne zeitraubendes, langweiliges Studium durchschaut.
(ACHTUNG: Links führt zu einer Seite zum Thema "Ufo-Sichtungen"; die eine merkwürdige Kombination von Hieroglyphen nehmen und anhand von dieser erklären warum die alten Ägypter Ahnung von Raumfahrt gehabt haben müssen.)
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
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#10

und bitte...

Beiträge aus Smalltalk hierher verlagert...
"Mit Geld im Mund spricht man nicht" - Alligatoah
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#11

Julia schrieb:dann muss da aber auch der Was esst ihr gerade thread rein.. ohne Nahrung kannste nämlich net leben, ohne politik schon

Ich habe versucht nichts zu sagen. Wirklich... ganz ehrlich.
Einspruch!
Da auch die Frage was du isst immer auch Politik ist, kannst du zwar "ohne Politik leben" in dem Sinne das man einfach ignoriert, dass jede Entscheidung die man trifft auch immer Politik ist. Aber du kannst nicht wirklich ohne Politik leben.
Das einzige was passiert, wenn man sich dazu entscheidet es zu ignorieren ist, dass die Welt der Politik sich für die eigene Einflussnahme nur indirekt oder im schlimmsten Falle gar nicht interessiert und man sich dann durch die selbstgewählte Ignoranz auch noch selbst entmündigt.

[Ich erwarte ein Minilob dafür, dass ich dies nicht direkt in den Smalltalkthread geschrieben habe.]
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
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#12

Wenn ich mich entscheide meine linke Hand dazu benutzen um das Taschentuch zu benutzen steckt da Politik hinter?


Edit Das man sich von der Politik abwendet hat eher mit Frust zu tun. Man hat nicht das Gefühl das man was ändern kann immer sitzt Mutti da und macht nichts Positives. Egal welche Partei ich wähle sie bleibt.
Warum also überhaupt machen?
Und alle gehen auf Kuschelkurs mit der CDU, außer Linke und AfD.
"I'm a human, I'm a goddamn living thing/ But I'm not really human if I'm just existing/Wasting my time in a complex universe" Lil Bo Weep
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#13

Da in vielen Kulturen die Nutzung der linken Hand als unrein oder zumindest unhöflich betrachtet wird, ja.
In Indien wäre, wenn ich das richtig verstanden habe, die linke Hand die richtige Wahl um sich die Nase zu putzen, da die linke Hand die Aufgabe der Körperhygiene übernimmt.
In dem Fall könnte es als negativ aufgefasst werden, wenn du zum Nase putzen die rechte Hand nimmst, weil das die Essenshand ist.

Viel wichtiger ist aber die Frage: Papier- oder Stofftaschentuch? Wink
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
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#14

Weder noch. Lol
Wobei ich mich frage wie sich Stoff an der Nase anfühlt.

Wirr sind hier nur nicht in Indien, also ist dein Beispiel konstruiert.
"I'm a human, I'm a goddamn living thing/ But I'm not really human if I'm just existing/Wasting my time in a complex universe" Lil Bo Weep
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#15

Wenn wir schon dabei sind, wird es Zeit alle Regeln zu überarbeiten. Ab jetzt gilt Links vor Recht und es gibt keine Gerechtigkeit mehr sonder, Gelinkstigkeit!

Ich bin echt kein Fan von Höflichkeit Regeln, außer sie dienen dafür anderen zu hilfen, wie z.b. den Platz in Bus frei zu machen oder jemanden die Tür auf zu machen.

Die Nase putzt man sich doch an Hemd ab, weiß doch jeder. Wink
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