Hirnschwund.net ist ein virtueller Raum, in dem sich Menschen verschiedenster Herkunft miteinander treffen und plaudern können.
Wenn du noch kein Mitglied bist, erstelle dir einfach ein Konto. Die Registrierung ist kostenfrei.

G20-Gipfel und (Polizei-)Gewalt in Hamburg
#1

Acja radikale Deppen und Polizei liefern sich wieder einen völlig unötigen kampf und lenken von den friedlichen Demos gegen G 20 ab...
SCHADE!!!

Bin ich eigentlich der einzige der denkt das Links und Gewalt nicht zusammen gehört... Naja solche Idioten suchen doch nur eine begründung für ihren scheiß!
Zitieren
#2

Das in Hamburg hat alles absolut NICHTS mehr mit Demokratie zu tun.

#fckantifa
Zitieren
#3

Um es mal sinnvoller darzustellen und nicht mit einem grenzdebilen Hashtag.

Dieser Artikel stellt die Sache recht gut dar.
FAZ, Matthias Müller von Blumencron (diese Namen...) : Eine Stadt wird geopfert

Ich verzichte auf eine Zusammenfassung. Warum? Ich stimme dem Artikel prinzipiell zu. Deshalb nur der Punkt am Ende, an dem ich widersprechen will:
Zitat:Was niemand in Hamburg wollte, war seine Stadt der Gewalt zu opfern.

Das ist mit verlaub Blödsinn. So wie es vorher auch schon Blödsinn ist, dass die Hamburger ihre Stadt freiwillig geöffnet hätten. Hätte es dazu eine Befragung gegeben und die Hamburger hätten mehrheitlich ja gesagt, dann von mir aus. Es ist aber so, dass aus einfachen Prestigegründen dieser Gipfel an einem Ort abgehalten wurde, wo er niemals hätte stattfinden sollen.
Den politisch verantwortlichen muss klar gewesen sein auf was das hinaus läuft. Das heißt entweder sie betrachten das als "Konjunkturspritze" für Hamburg und die Autoindustrie oder sie haben diese Entscheidung vollkommen unverantwortlich getroffen.

Der G8-Gipfel in Heiligendamm, war teuer, ja. Aber wengistens weit ab vom Rest der Welt.

Es ist einfach unverantwortlich und fahrlässig eine solche Veranstaltung in einer Großstadt stattfinden zu lassen. Noch dazu Hamburg, eine Stadt die sowieso berühmt für ihre autonome Szene ist. Warum muss man es den gewaltgeilen Idioten noch zusätzlich einfach machen?

Kein einziger der Brandstifter ist von seiner ganz persönlichen Schuld an diesem Fiasko befreit und soweit rechtsstaatlich möglich, sollte jeder so gut es geht zur Verantwortung gezogen werden. Gleichzeitig darf die Verantwortung der für die Planung verantwortlichen nicht übersehen werden.

Kein Hamburger wollte seine Stadt opfern? Mag sein, aber Scholz hat dieses Opfer zumindest billigend in Kauf genommen und das sogar gegen Argumente der eigenen Partei.
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
Zitieren
#4

Zitat:Um es mal sinnvoller darzustellen und nicht mit einem grenzdebilen Hashtag.

Das dieser schwarze Fascho-Block glaubt Antifaschistisch zu sein ist ein Schlag in die Fresse für jeden echten Demokraten. Daran ist überhaupt nichts grenzdebil.
Zitieren
#5

#twitterpolitik hast du vergessen.
Was gibt es sinnvolleres als über Politik und Gesellschaft in 140 Zeichen zu reden?

Deine Kritik ist im Kern nicht falsch. Zu glauben das man das mit einem Satz und einem wütenden Hashtag sinnvoll beschrieben hat ist grenzdebil.
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
Zitieren
#6

Dann ohne Hashtag: Ich scheiße auf diese "Antifa". Ich muss als Demokrat nicht betonen, dass ich antifaschist bin. Das ist inhärent. Wenn man sich das als Rechtfertigung herannehmen muss, um Autos anzuzünden, Menschen zu verletzen und inkauf zu nehmen, das sie dabei sterben, ist man ein Verbrecher. Und Verbrecher werden nicht wie Demonstranten behandelt, sondern wie Verbrecher.

Und ich bin wütend. Weil wir danach keine Diskussion über Linksextremismus führen werden und wie man gegen Extremismus im Allgemeinen vorgeht. Sondern warum dies ein "aufgebauschtes problem" ist und wir lieber noch mehr gegen rechts machen müssen. Genau wie nach blockupy in Frankfurt.

Dort marodieren aber keine Nazis gerade. Und trotzdem werden wir in zwei Wochen darüber sprechen, warum wir mehr gegen Hatespeech und Rassismus tun müssen. Dem einzigen Problem in diesem Land. Bis irgendwann mal wirklich ein Polizist an einem Steinwurf verreckt, vielleicht muss es leider erst so weit kommen.
Zitieren
#7

Zitat:Ich muss als Demokrat nicht betonen, dass ich antifaschist bin.


Gehe ich mit dir d'accord.
Nur gibt es viele die sich als Demokraten bezeichnen, dabei aber Faschismus leben. Das Problem ist hier in Deutschland nicht zu stark, aber es existiert.
Beim extrem in die andere Richtung haben wir Wagenknecht und auch in CDU und SPD finden Beispiele von Leuten die sich als Demokraten bezeichnen, dabei aber eigentlich ein autokratisches Regime meinen.
Diese Leute bloßzustellen ist Aufgabe einer kritischen Öffentlichkeit. UNd das funktioniert in diesem Land so gut, dass in den etablierten Parteien diese Meinungen so starke Außenseiterrollen einnehmen, dass sie nicht durchsetzungsfähig sind.

Demokrat und Antifaschismus muss miteinander einhergehen, aber sich darauf auszuruhen ist gefährlich.

Zum Rest:
Zitat:Wenn man sich das als Rechtfertigung herannehmen muss, um Autos anzuzünden, Menschen zu verletzen und inkauf zu nehmen, das sie dabei sterben, ist man ein Verbrecher. Und Verbrecher werden nicht wie Demonstranten behandelt, sondern wie Verbrecher.

Jop, solange nur die Verbrecher und auch erst dann wenn sie Verbrecher sind so behandelt werden bin ich vollkommen deiner Meinung.

Zitat:Weil wir danach keine Diskussion über Linksextremismus führen werden und wie man gegen Extremismus im Allgemeinen vorgeht. Sondern warum dies ein "aufgebauschtes problem" ist und wir lieber noch mehr gegen rechts machen müssen. Genau wie nach blockupy in Frankfurt.

Ich habe nicht das Gefühl das das Thema Linksextremismsu nicht ernst genommen wird.
Der Verfassungsschutzbericht stellt es heraus. Der schwarze Block wird immer wieder öffentlich diskutiert und nie positiv.
Also ein öffentliches kleinreden kann ich nicht erkennen. Klar gibt es die Leute die das versuchen, aber die gibt es doch bei jeder anderen Gewalt genauso.
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
Zitieren
#8

Das klein reden hatten wir bei der rechten Scenen eigentlich viel größer. Sehe die ganzen Morde etc.^^ (das haben die Linksextremen nach Raf zum glück nicht mehr geschafft).

In Hamburg hat man es allerdings auch echt hoch kochen lassen... Man hat mehr oder weniger die halbe Stadt lahmgelegt für den g20 Gipfel und dann der Standort^^.
Warum muss man den ausgerechnet ein gebäude in nähe des Hauptqartiers der möchtegern Linken nehmen? Das nenne ich mal spielen mit den Feuer... (Das ist als wenn man eine pro asyl demo neben den hauptquartier der NPD ansetzt... Dass konnte nur schief laufen!)
Hier war eigentlich klar, dass nur ein funke reicht um es eskalieren zu lassen... Naja und die Polizei hat ja dann leider auch mit gespielt: Anstatt sich die Maskierten sofort heraus zukrallen hat man sie erstmal in alle Richtungen verstreut und dadurch ist das ganze erst ins richtige Chaos ausgeartet!

Schade ist halt wieder, dass jetzt nur das Thema sein wird und alle friedlichen Demos etc. Untergehen werden...Sad
Zitieren
#9

Schöner Polizeistaat in dem wir leben. Scheiß auf Gesetze, wir vernichten jetzt diese friedliche Demonstration.
"I'm a human, I'm a goddamn living thing/ But I'm not really human if I'm just existing/Wasting my time in a complex universe" Lil Bo Weep
Zitieren
#10

FireBird;25417 schrieb:Schöner Polizeistaat in dem wir leben. Scheiß auf Gesetze, wir vernichten jetzt diese friedliche Demonstration.

TAZ... TAZ... Taz.... Nicht der richtige ansatz! Natürlich muss man immer gucken, ob und in wie weit die Polizei hätte anders handeln müssen. Aber jetzt bereits von einer verschwörung auszugehen ist etwas schwach! Sollte die Polizei unsinn gebaut haben, kommt es in der Regel so oder so raus.^^

Da habe ich schon schlimmere Beispiele von polizei missbrauch gesehen: Regelmäßig auswärts spiele in Spanien^^ Da ist es nähmlich gang un gäbe auf Gäste Fans einzuschlagen.

Selbst wenn die Polizei überreagiert hätte, müsste man hier die Schuld beim veranstalter suchen! Natürlich ist die Polizei sehr angespannt wenn man sie in so eine Stimmung reinwirft!
Zitieren
#11

Was für ein unfassbarer Stuss, den sich Udo Vetter da zusammenstammelt. Jetzt beginnt schon wieder pünktlich das linke Kreisgewichse und die Relativierungsorgie: "Die Polizei ist schuld", "Wir wollten doch nur friedlich mit Sturmhaube und Pflastersteinen friedlich und lieb und harmlos demonstrieren", "Es sind ja nicht alle so" - und dann sieht man Videos aus Altona, wo die Polizei nicht mal provozieren konnte - selbst wenn sie gewollt hätte -, wie Autos angezündet, Geschäfte beschädigt, Existenzgrundlagen vernichtet werden und du wagst es allen ernstes, das noch zu relativieren?
Wieso vermummt man sich, wieso bewaffnet man sich? Weil man friedlich protestieren will? Come on, wer glaubt denn so einen Unfug.
Muss ernsthaft erst ein Polizist verrecken, bis wir den Linksextremismus als die faschistische und menschenverachtende Ideologie ansehen , der er ist? Als ein FUCKING Problem, mindestens genauso wichtig zu bekämpfen wie Rechtsradikalismus und Islamismus? Aber nein, lieber von Polizeistaat faseln. Ich fasse es nicht. Bei über 160 teils schwer verletzten Polizisten, die teilweise ihren Job dank der Angriffe nicht mehr ausführen können, deren Existenz vernichtet oder zumindest schwer beschädigt wurde. Aber der Polizeistaat, die böse Repression, da ist das schon alles irgendwie gerechtfertigt oder was?!? Und dann heult man wegen ein bisschen Pfefferspray rum...

Man hat versucht, die linken Chaoten von den normalen Demonstranten zu trennen. Das gelang nicht. Es wurde mehrfach, wirklich mindestens zehnmal gesagt, dass man bitte keine Vollverschleierung anlegen soll, weil wir ein Verschleierungsverbot haben - und zwar zurecht. Es wurde mit den Veranstaltern verhandelt, ohne Einigung. Dann muss der Rechtsstaat durchgreifen, wenn seine Regeln nicht beachtet werden. Punkt. Und wer das nicht versteht und infolge dessen Brand- und Mordanschläge auf Menschen (NICHTS anderes ist das anzünden von Fahrzeugen und werfen von Steinen) und menschliche Existenzen begeht, hat jede Tracht Prügel durch die Polizei verdient. Eigentlich noch mehr, aber wir leben in einem Rechtsstaat. Auch wenn die Linken Chaoten damit von etwas profitieren, das sie selbst vernichten wollen.

PS: Und nachdem der erste Zug gewaltsam beendet werden musste, konnte die zweite Demo derselben Veranstalter später abends nahezu friedlich über die Bühne gebracht werden. Komisch, auch Mittwoch konnte man friedlich demonstrieren. Aber, Aber... Ich dachte die Polizei eskaliert auch die friedlichen Demos?

Glaubst du diesen Schwachsinn eigentlich selbst wirklich?
Zitieren
#12

Ich muss auch sagen, gewissermaßen ist das Verhalten der Polizei nachvollziehbar. Man hat halt Panik. Ich würde daher dabei bleiben zu sagen: Die Politiker die entschieden haben das der Gipfel in Hamburg stattfinden soll trifft die Hauptschuld.

Nichtsdestotrotz ist die Einschätzung des Anwalts nachvollziehbar und klingt auch nach einer sinnvollen Interpretation von Recht.

Zumal man ja im Vorfeld schon das Problem um die Übernachtungsmöglichkeiten in den Protestcamps hatte.
Hmm

Selten so glücklich gewesen nicht in Hamburg zu sein...
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
Zitieren
#13

Nachtrag: Ich halte die Argumentation zum Vermummungsverbot für ausgemachten Schwachsinn. Es war und ist bekannt, dass der schwarze Block sich vermummt und zur Gewalt aufmarschieren wird gegen G20. Da die Polizei nicht jeden einzeln fragen kann, ist die Beobachtung sichtbarer Merkmale nicht nur dringend notwendig, sondern obligatorisch, um eine Einschätzung der Lage zu treffen.

Vetter beugt das Recht und tut so, als hätten Menschen mit friedlicher Absicht eine Intention, sich zu verschleiern. Selbst wenn es juristisch und prinzipiell so sein könnte, ebenso wie das Recht der Anonymität im Internet, ist das hier doch offenkundig NICHT der Fall. Die Vermummung dient dazu, damit man für seine kleinschwänzigen Mordanschläge und weiteren Straftaten nicht juristisch belangt werden kann.
Zitieren
#14

Das Vermummungsverbot hat das Problem, dass Leute hier aufgrund der reinen Vermutung sie könnten vorhaben eine Straftat zu begehen zu Straftätern erklärt werden.
Was wenn ich einfach nicht will, dass mein Gesicht von einer Fernsehkamera gesehen wird?
Weil ich z.B. einen Chef habe der mir meine Anwesenheit bei der Demo übel nehmen würde, vielleicht weil ich blau mache um dort zu sein?
Was wenn ich z.B. einer nahestehenden Person versprochen habe nicht auf diese Demo zu gehen?
usw.

Es gibt einige Gründe, warum man nicht in der Öffentlichkeit erkannt werden will, ganz ohne das man Gewalt anwenden will.

Das der größte Teil der Vermummten wohl eher wirklich versucht nicht identifizierbar zu sein um Straftaten begehen zu können steht dabei außer Frage.

Ein Rechtsstaat verfolgt aber Strafttaten erst wenn die Absicht diese zu begehen eindeutig ist. Mit dem Vermummungsverbot wurde ein prinzipiell normales Verhalten zu einer Straftat erklärt um dieses Prinzip der Rechtsstaatlichkeit umgehen zu können.

Ein freiheitlicher Rechtsstaat ist immer auch ein gesellschaftliches Risiko. Wenn wir diesen Staat erhalten wollen, dann müssen wir akzeptieren, dass es niemals eine volle Sicherheit geben wird. Die Frage ist halt: Wie weit darf Freiheit für Sicherheit eingeschränkt werden?
Ich bin schon bei Vetter und würde das Vermummungsverbot als einen übertriebenen Eingriff in die Freiheit betrachten. Ich gefährde niemanden dadurch das ich mein Gesicht nicht zeige. Ich schränke niemanden in seiner eigenen Freiheit ein. Für was sollte ich also bestraft werden?

Hinzu kommt, dass es auch einige Dinge gibt die einfach modische oder kulturelle Entscheidungen sind und das Gesicht auch unerkennbar machen.
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
Zitieren
#15

Zitat: Das der größte Teil der Vermummten wohl eher wirklich versucht nicht identifizierbar zu sein um Straftaten begehen zu können steht dabei außer Frage.
Doch das steht zur Frage, so ist nur eine reine Schutzbehauptung für das Verhalten der Polizei.
"I'm a human, I'm a goddamn living thing/ But I'm not really human if I'm just existing/Wasting my time in a complex universe" Lil Bo Weep
Zitieren




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen:
1 Gast/Gäste