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Was ist eigentlich Arterhaltung und warum?
#16

Weil wir nicht alle ernähren können™
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#17

Kultur-Pessismismus mit wissenschaftlichem Anspruch.
In der Moderne auch gerne genommen um seinen eigenen Rassismus vernünftigt erscheinen zu lassen.
Stichwort: Ausbreitungstyp

Den Vorwurf will ich Stella Sar aber nicht machen. Daher bleibe ich bei "Kultur-Pessismismus mit wissenschaftlichem Anspruch".
Menschenfeind ich? Nein, es geht mir um reine Vernunft. Die Tatsache das wir jedes Jahr viel zu viel Nahrhung produzieren und diese tonnenweise vernichten und man problemlos alle Menschen der Welt in Deutschland unterbringen könnte, sollte die Dramatik unserer Überbevölkerung klar darstellen. Mit der nächsten Geburt wird unsere gesamte Zivilisation vor die Hunde gehen und wir werden uns alle gegenseitig ermorden.

Die andere Option wäre natürlich, dass wir gar kein Problem mit Überbevölkerung haben, sondern eins mit Verteilungsfragen und das das Problem eher im politischen, wirtschaftlichen und sozialen liegt. Das wäre dann aber zu kompliziert und lässt sich nicht in einem Satz darstellen.

Aber wenn sich Leute die davon überzeugt sind das der Mensch keinen Arterhalt nötig hätten, am selbigen nicht beteiligen, dann kann das bestimmt nicht so negativ sein. Tongue

Interessant ist doch eher: Wie kann der Mensch auf Arterhalt im Tierreich einwirken. (Einwurf aus heutigem persönlichen Anlaß)

Ich hatte heute meinen Moment des: "Ich weiß nicht ob ich das nun gut oder schlecht finden muss."
Wir waren gerade beim Bodensee und haben da einen Tierpark besucht der sich seit 40 Jahren für eine Wiederansiedlung von Storchen einsetzt.
Mit mittlerweile beeindruckend großem Erfolg. Der eigentlich in der Gegend schon ausgestorbene Storch kommt mittlerweile wieder auf bestimmt 70 oder mehr Brutpaare.

Das klappt durch zufüttern.
Womit werden die Storche zugefüttert?
Mit gesexten Eintagshühnchen aus Massentierhaltung.
Das ist für den Park die beste Methode an ausreichend Futter zu kommen. Bei der heutigen Fütterung waren es drei Eimer (Vermutung: a 20 bis 30 Liter) also irgendetwas zwischen 50 bis 100 Liter Eintagsküken.

Mein Moralsensor ist zumindest spontan überfordert. Hmm
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
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#18

Skafdir kauft ab sofort nur noch Eier von Alnatura.
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#19

Und dann helfe ich den Störchen nicht mehr? o.O Die armen Störche...

Aber abgesehen davon, wir haben einen Bauern bei uns in der Nähe, da kaufen wir die Eier direkt vom Hof und solange nicht gerade wieder wegen Vogelgrippe Stallpflicht herrscht, sind das Eier aus Freilandhaltung. Manchmal so frei, dass man beim auf den Hof fahren auch für frisches Hühnerfrikasse sorgt. (Uns noch nicht passiert.)

Edit: Ich weiß nicht ob die da sexen. Aber Freilandhaltung + lokale Landwirtschaft reicht mir als Moral. ^^
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
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#20

Zitat:Und dann helfe ich den Störchen nicht mehr? o.O Die armen Störche...

Isst du denn keine regulären Supermarktprodukte mit Eiern drin? Die sind dann eher nicht vom Bauern (und ja, auch das ist keine Garantie).

Ich versteh, aus deiner Warte, dein moralisches Problem in dem Fall nicht.
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#21

Wer es nicht mehr zur Debatte stellen will, ob es überhaupt möglich ist alle Menschen zu ernähren, sondern ohne Begründung von einer Überbevölkerung redet (DeeperSight: "Weil wir nicht alle ernähren können"), für den dürfte es doch nur eine logische Konsequenz geben: Es ist nicht möglich, also müssen wir es auch nicht versuchen. Das war die Konsequenz aus der Malthusianischen Katastrophe und wenn DeeperSights Meinungen wenigstens irgendeiner Logik verpflichtet wären, wäre das auch seine Konsequenz daraus. Entweder trifft er also eine Annahme, die nur eine logische Schlussfolgerung zulässt, die er jedoch nicht mag. Dann erübrigt sich sowieso jede Diskussion. Oder aber er stellt die getroffene Annahme in Frage, was DeeperSight aber offenbar ablehnt.
Antigermanismus ist nicht Deutschenhass! Außerdem sollte eine Lehre aus der deutschen Geschichte sein, so etwas wie deutsche Geschichte nie wieder zuzulassen. Leider gibt es immer wieder interessierte Kreise, die die Deutschenhasskeule herausholen, wann immer legitime Kritik an Deutschland vorgebracht werden soll. Die wahren Deutschenhasser sind heute diejenigen, die nicht direkt auf seine Auslöschung hinarbeiten.
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#22

Aber hast du denn das ™ nicht bemerkt? Das ist noch gravierender als ein (!)
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#23

Zitat:Isst du denn keine regulären Supermarktprodukte mit Eiern drin?

Ja, doch. Insofern helfe ich dann doch den Störchen.

Das Problem liegt weniger in meinem persönlichen Verhalten als vielmehr darin, dass die Sache ein Beispiel ist wie ein eigentlich inakzeptables Verhalten in einem anderen Bereich direkt dem Naturschutz zu gute kommt.

Die Frage die ich mir da stelle ist:
Macht die Verwendung von Eintagsküken in Zoos und Artenschutzprogrammen das Töten weniger schlimm?

Selbst wenn man selber sein Leben nicht vollkommen danach ausrichtet (Hier mich als Beispiel einfügen), dann stimmen glaube ich trotzdem alle überein das Massentierhaltung negativ ist.
Allerdings halte ich Zoos und Artenschutzprojekte für positiv. Diese nutzen "Abfallprodukte" der Mssentierhaltung.

Und hier liegt das moralische Dilemma. Aus meiner Sicht.


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Edit zu DeeperSight:
Also hier hat das "tm" die Sache doch sehr eindeutig als Ironie gekennzeichnet. Zumindest verstehe ich es so und wüsste nicht wie man den Satz ernst nehmen könnte.
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
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#24

Das habe ich tatsächlich übersehen.
Antigermanismus ist nicht Deutschenhass! Außerdem sollte eine Lehre aus der deutschen Geschichte sein, so etwas wie deutsche Geschichte nie wieder zuzulassen. Leider gibt es immer wieder interessierte Kreise, die die Deutschenhasskeule herausholen, wann immer legitime Kritik an Deutschland vorgebracht werden soll. Die wahren Deutschenhasser sind heute diejenigen, die nicht direkt auf seine Auslöschung hinarbeiten.
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#25

Skafdir schrieb:Die Frage die ich mir da stelle ist:
Macht die Verwendung von Eintagsküken in Zoos und Artenschutzprogrammen das Töten weniger schlimm?

Aber das ist doch imo nur ein, vorher nicht kalkulierter, Bruchteil, der derart sinnvoll verwendet wird, von daher: Nein.

Ansonsten, Zoos und Artenschutzprojekte würde ich eh jeweils anders bewerten. Zoos sind doch wirklich mehr Ausstellung und Bespaßung als Arterhalt. Wiederansiedlung von Tierarten in ihren natürlichen Habitaten ist da doch deutlich nützlicher.

menag;20795 schrieb:Das habe ich tatsächlich übersehen.

Na immerhin kann sich Deepy nun erschließen, wie du ihn einschätzt. :D
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#26

Zur Erklärung: Es ist ironisch gemeint. Die Ernährungsfrage halte ich für die dümmste in der gesamten Debatte, angesichts der enormen Menge an Nahrungsmitteln, die wir herstellen und ungleich verteilen Besitztümern.
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