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An American Tail
#1

Das hier wird nicht ausschließlich ein Blog für Auslandsaufenthalte und Visums-Angelegenheiten, sondern ich will vor meinem (geplanten) Abflug nach NYC im Mai auch noch einiges von Deutschland sehen, das ich bisher versäumt habe.

So, noch zu Rom.
Ich wollte ja in erster Linie probefliegen, damit ich die Abläufe am Flughafen mal kennenlerne, und auch eher einschätzen kann, wie das dann ist, wenn ich den Flug in die Staaten Zoe zumuten werde (Mein Fazit: Horror für so ein Kätzchen. Würd ich für einen Kurzaufenthalt niemals machen. Und da ich nur eine Katze in die Kabine nehmen darf, kommt Phoenix auch nicht in den Frachtraum, nachher ist er traumatisiert dadurch, und Beruhigungsmittel ohne ständige Kontrolle lehne ich auch ab).

Eigentlich wollte ich erst nach Paris fliegen, ein paar Eclairs essen, und wieder zurückfliegen, aber hab dann spontan nen billigen Flug nach Rom gefunden, mit ~100€ für Hin- und Rückflug (Vueling Airlines). Hab mich am Abflugtag natürlich direkt mal verfahren, und dann, um nicht mehr Zeit zu verlieren, ein Taxi genommen. Am Flughafen bin ich direkt überfordert damit, wo ich nun hinmuss. Wenigstens hab ich kein Gepäck zum aufgeben, sondern nur meine Tasche (die nur einen Druckknopf hat und keinen Reißverschluss, denn ich lasse mich gerne beklauen).
Als ich dann richtig zum boarden steh, hat wiederum der Flug Verspätung - 30 Minuten. Das macht mir dann auch die nächsten 1,5 Stunden deutlich mehr Sorgen als der Flug selbst, denn ich hab ein Ticket für den letzten Zug (Leonardo Express) vom Flughafen Fiumicino zum Hbf Termini, den ich dann auch letztlich verpasse. Und kaum steht man in Rom mal kurz rum wie ein ersichtlich bedröppelter Touri, sind da auch direkt Leute die einem.. helfen möchten. "Taxi, share, cheaper!" Mein Vertrauen steigt natürlich nochmal immens, wenn ich mich abwende und man mir zig mal "It's okay, it's okay, it's okay!" nachruft. Gott sei Dank fahren aber noch vereinzelt Busse und ich nehm einen davon für nur 6€.

Am Endbahnhof Termini ist mein Eindruck ehrlich gesagt erstmal sehr negativ; alles wirkt irrsinnig heruntergekommen auf mich. Nicht nur ziemlich dreckig, es ist auch alles vollgesprayt. Aber den Schmutzfaktor nimmt man auch anders war, je nachdem, wie gepflegt die Stadt ist, in der man selbst wohnt.
Eigentlich wollte ich ja ein Hostel mit Mehrbettzimmer nehmen, aber da ich mich unsicher fühle, buche ich spontan doch lieber ein Hotel-Zimmer, das sehr gute Wertungen hat (nicht mehr lange). Das Hotel hat nur 2*, wirkt wie ein umfunktioniertes Wohnhaus, und die Rezeption ist im 2. Stock und altmodisch: Man blättert in einem Buch nach meinem Namen, ich denk mir schon "och näää", und werd auch prompt bestätigt: "Not on the list". Ich versuche die Buchung auf Booking rauszusuchen, weiß aber mein Passwort gerade nicht. Ich biete stattdessen Bar-Zahlung an, was akzeptiert wird, Quittung will man mir allerdings erst "tomorrow morning" geben. Da ich direkt bezahlt habe, und ich nicht weiß, wer morgen an der Rezeption ist, bestehe ich aber natürlich auf sofortiges quittieren.
Ich soll dann noch extra 3 Euro Tourist-fee (?) bezahlen, hab aber kein Bargeld mehr. Da ich eh noch Hunger habe, lass ich mir den Schlüssel geben und geh nochmal los, hebe Geld ab, kaufe irgendein Gebäckteilchen und was zu trinken, gehe zurück zum Hotel, und mein Schlüssel passt nicht in die Haustür (sehr gut!), also nochmal bei der Rezeption klingeln.
Ich geh dann die Nacht auch nicht mehr raus, denn sonst komm ich ja vielleicht nicht wieder rein. Also lieber erstmal ins Zimmer, das ziemlich einfach und ziemlich muffig ist, aber zumindest nicht verschmutzt. Bei der Dusche hält der Duschkopf nicht und ist undicht. Wäre das Wasser obendrein noch kalt, ich würd mich direkt wieder heimisch fühlen.
Handy aufladen funktioniert auch ohne Steckdosen-Adapter wunderbar - die einfachen Eurostecker passen in römische Steckdosen.

Am nächsten Morgen gibt's leider kein Frühstück im Hotel für mich, weil das von 8 Uhr bis 10 Uhr wäre, was zu spät für mich ist, da ich für 8 Uhr bereits eine Führung gebucht habe: Vatikan, Sixtinische Kapelle & Petersdom. Aber erstmal da hinkommen. Das Busdurcheinander verwirrt mich stark, ich nehm also die Metro bis nach Ottaviano (1,50€ für 100 min) und finde mich am Startpunkt der Führung ein, die 3,5h dauern soll.

Erstmal zum wirklich positiven Aspekt der Führung: Skip-the-Line funktioniert, man muss bei der Hitze nicht anstehen, und nicht selbst rausfinden, wo man lang muss. Tickets werden einem auch ausgehändigt. btw. es gibt hier nochmal Sicherheitskontrollen, ähnlich wie am Flughafen.
Nun zum negativen Aspekt der Führung: Alles andere. Der Guide ist eine ältere Frau mit dröger Erzählstimme und italienisch-schweizerischem Akzent. Dazu sind die Audio-Guides bzw. die Ohrstöpsel, die man dazu kriegt, echt miserabel. Der Ton knistert und bricht ständig ab, im Lauf der Führung nehm ich auch immer öfter mindestens einen Stöpsel raus, am Ende dann auch beide.
Interaktion mit der Gruppe findet gar keine statt. Also man kann keine Fragen zu Stücken stellen, sondern hört sich nur an, was erzählt wird - und dafür brauch ich doch im Grunde gar keinen Menschen. Da würde mir ein reiner Audio-Guide reichen, bei dem ich die Nummern der Räume und Exponate eintippen kann. Dann könnte ich nicht nur das auswählen, was mich interessiert, sondern mir auch manches länger anschauen, statt so durchgehetzt zu werden, denn es ist wirklich wahnsinnig vielseitig und beeindruckend hier.
(Fotos sind allerdings eher schwierig, weil überall sehr viele Leute sind, und ich die weder im Bild haben, noch ihnen durch mein Rumgestehe mitten im Flur den Weg versperren möchte).

(Ich denke, das ist aus meiner Sicht durchgehend auf dem Kopf, weil der Weg des Papstes andersrum ist?)

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(Schiefes Bild, da überall Leute) in den Stanzen (ital. stanza für Zimmer) des Raffael (mit Selbstporträt Raffaels):

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(Deutlich später - Ansprechendes, aber mir nicht näher bekanntes Werk, das ich gleich durch die Google Bildersuche hauen werde):

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Das letzte Gemälde bevor man zur sixtinischen Kapelle kommt, ist übrigens das hier:

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1939, Gleise, Nummern - Auschwitz.
Mittlerweile weiß ich auch, dass es sich dabei um "No Names" von der Holocaust-Überlebenden Alice Lok Cahana handelt. Ich versteh aber wiederum nicht so recht, warum das genau an der Stelle hängt. Mitgefühl? Schuld? Als Kontrast zur sixtinischen Kapelle, zur Erschaffung? Triumph des Lebens? Ich weiß nicht, aber ich find das gut hier, nur schade, dass der Guide nicht darauf verweist (es scheint auch nicht jeder gleich Auschwitz darin zu erkennen).

Danach geht's dann eben in die sixtinische Kapelle, in der man nicht fotografieren und nicht sprechen darf. Gibt natürlich auch extra Wachleute dafür, die immer mal wieder "Silenzio" rufen (Traumjob). Da man nicht reden darf, wurden einem Michelangelos Fresken und deren Entstehung schon draußen erklärt.

Fehlt natürlich noch der Petersdom.
Hier darf man zwar wieder Fotos machen, aber im Grunde ist Sankt Peter innen einfach nicht fotografierbar. Zu groß, zu verwinkelt, in jeder Ecke so viel Prunk, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich fasziniert oder abgestoßen bin.

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Nach der Führung will ich erstmal weg von den ganzen Leuten (nix Kuppel-Aufstieg für mich) und langsam was essen, also geht's erstmal vorbei an allen Touri-Ständen, und in der Stadt dann vorbei an allen, die mit ihren Restaurant-Karten wedeln, oder einem Selfie-Sticks oder weitere Touren andrehen wollen.

Komme dabei noch an der Engelsburg (Castel Sant'Angelo) vorbei, für deren Besichtigung ich leider keine Zeit habe.
(Generell stolpert man in Rom quasi automatisch von einer Sehenswürdigkeit in die nächste).

Ach ja, (bekannterweise) Vorsicht im Straßenverkehr hier.
Ich hab erst nicht gemerkt, dass die "Zebrastreifen" hier größtenteils nur den Fußgängerübergang ausweisen und an Ampeln gekoppelt sind. Aber auch bei normalen Zebrastreifen sollte man vllt eher im Pulk drüberlaufen - das Risiko ist geringer, dass jemand gleich alle über den Haufen fährt.
Zu essen gibt's, ganz banal, einen kleinen Pizza-Snack mit Pesto Genovese. Da es kein richtiges Lokal ist, gibt's leider keine Toilette, also geh ich zu einem der zigtausend McDonald's in Rom, der muss ja eine haben. Hat er auch, aber die eine Kabinen-Tür ist nicht abgeschlossen und ich renne in eine Frau. Als sie dann rauskommt, flucht sie erstmal ausgiebig auf Italienisch, und als ich ihr erklär, dass ich sie nicht versteh, geht sie nochmal zur Kabinentür und klopft dran. Ah! Na sorry, dass die Türen bei uns funktionieren, respektive sofort "Außer Betrieb" dranstehen würde, und ich nicht immer extra klopfe. Ich entschuldige mich, find das ein bisschen amüsant, die Frau eher nicht so.

Wieder draußen. (How to) Stände so schrottig bestücken, dass einem selbst 1 Euro dafür utopisch vorkommt:

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Als nächstes geht's dann weiter zum Pantheon.
(Piazza Navona wäre laut Karte noch extrem nah gewesen, wie hab ich das denn verpassen können?)

Vom Pantheon hab ich kein Foto, weil die Fotos das, was ich empfunden hab, einfach nicht transportieren. Das eindrucksvolle war, aus diesen engen Gassen zu kommen, und dann stehen da wie aus dem Nichts diese riesigen Bauten - auf Fotos ist dieser Effekt einfach nicht reproduzierbar.
btw. das Pantheon wirkt auf mich leicht.. schief, und ich frag mich ob der Eindruck an den leicht beschädigten Säulen liegt.

Ganz in der Nähe befindet sich noch der Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi).

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Hier kann man täglich hunderte Besucher beobachten, wie sie Münzen in den Brunnen werfen - eine Münze führt einen zurück nach Rom, zwei sorgen dafür, dass man sich in einen Römer verliebt, drei dafür, dass man denjenigen heiratet. Um die 3000€ Euro kommen so täglich (!) zusammen, also ungefähr eine Million Euro pro Jahr. Ich werfe keine Münze in den Brunnen, sondern frage mich, ob ich welche rausfischen darf, um die überteuerten Getränke in den Läden um mich zu bezahlen. Nope, hier sind Sicherheitsleute, die aufpassen, und der Brunnen wird täglich morgens abgepumpt und das Geld aufgelesen. Dieses geht (noch) an die Caritas, Rom möchte es aber wieder für sich. 2015 wurde der Brunnen renoviert, und wenn die mit dem Geld auch weiter ihre Stadt renovieren, wär das m.E. nun auch nichts schlechtes.
Apropos Getränke. Es wird einem immer geraten, keine überteuerten Getränke & Co bei den "Touri-Fallen" zu kaufen, sondern lieber ein paar Meter weiter zu gehen, wo's dann billiger ist. Ich geh ein paar Meter weiter und wo Getränke gerade noch 2,50€ gekostet haben, kosten sie nun 3,50€. Hmpf. Reguläre kleine Supermärkte seh ich hier leider nirgendwo. (Nur in der früh hatte ich mal einen Conad gesehen, der ein bisschen wie ein Netto wirkte, aber noch geschlossen hatte).

Ich würd nun natürlich eigtl gern noch zum Kolosseum, Forum Romanum & Co, hab aber leider kaum noch Zeit, also geht's stattdessen zurück zum Termini. Diesmal nehm ich dann auch den Leonardo Express für 14€, der innen aussieht wie ein hier üblicher RE. Auch wenn das Ticket auf den ersten Blick nicht so wirkt, muss man es unbedingt noch selbst entwerten - Schwarzfahren kostet hier laut Durchsage bis zu 200 Euro (!). So teuer kann es anscheinend auch in Belgien, der Schweiz, und Frankreich werden. Ich frag mich aber, wovon die "bis"-Höhe abhängt, in Deutschland zahlt man ja pauschal 60 Euro.

Der Rückflug ist dann unkompliziert und sehr entspannt, und ich penne die meiste Zeit.
Fliegen wird ab sofort als bevorzugtes Transportmittel eingestuft, und wer tatsächlich bis hierhin gekommen ist, darf mir 10 Euro für den nächsten Flug spenden, ich trink auch nen Kurzen.
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#2

Kleiner Erfahrungsbericht von meinem Termin beim US Generalkonsulat München (F1 Visumsantrag):

Erstmal absoluter Pro-Tipp:
SCHLAFEN! Ich hab die ganze Nacht nicht gepennt, weil ich so Angst hatte, dass ich verschlafen könnte (Termin 8 Uhr früh), und meine Konzentration war einfach unfassbar im Eimer. (Wenn man seine EC Karte partout nicht mehr findet, weil man sie unter die Kreditkarte geschoben hat, dann weiß man, dass man eigtl ins Bett gehört). Dabei ist klare Artikulationsfähigkeit so ziemlich das wichtigste an der Angelegenheit.

Um 7:15 Uhr stand ich dann vor dem Konsulat (eine halbe Stunde vor dem veranschlagten Termin wird empfohlen. Bei Terminen später am Tag würd ich früher hingehen, falls sich längere Schlangen bilden). Man stellt sich hier draußen erstmal an wie vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen. Die sind hier sehr streng, man darf wenig mitnehmen, insbesondere keine Handys. Ich hab alles elektronische schon in ein Schließfach am Münchner Hbf gegeben - im Konsulat gibt es keinen Garderoben-Service für eure Sachen. Vllt nehmen sie ausnahmsweise auch mal Sachen in Verwahrung, aber verlassen würde ich mich da nicht. Hab gelesen, in Frankfurt und Berlin gibt es sogar Kioske in der Nähe der Konsulte, die gegen Gebühr Sachen aufbewahren. Hier in München findet man in der Nähe aber eher Museen und die Residenz statt Kioske.

Apropos Kiosk, ich hatte am Hbf noch was zu trinken gekauft, was total schlau war:
"Cellphone? Liquids?"
- "No electronics, but liquid"
"Can you drink it?"
Gott sei Dank keinen Liter gekauft, sondern nur nen halben. :D

Dann wird man immer zu zweit ins Gebäude gelassen, alles ablegen und durchleuchten lassen, durch Detektor gehen, dann darf man weiter. Dabei hatte ich dann letztlich noch eine kleine Tasche mit nem Buch, meinem Geldbeutel, der leeren Flasche, und der Mappe mit den Unterlagen. Ich hab hierzu online (Privatberichte) teilweise gelesen, die Mappe MUSS durchsichtig sein, meine war lila. Das hat wirklich gar keinen interessiert.

Nächster Schalter (Dame spricht Deutsch - das war hier btw mal so, mal so).
Man muss abgeben: Den aktuellen Reisepass, die DS-160 confirmation page (das ist der Online-Antrag, in dem man vorher alles angegeben hat, und Fragen darüber beantwortet, ob man in den USA einen terroristischen Anschlag plant, sich prostituieren möchte, schon mal Menschen gefoltert hat usw.), das I-20 im unterschriebenen Original (kriegt man von der Uni/dem Institut, die/das einen akzeptiert hat), und evtl noch ein Foto, falls das hochgeladene nicht brauchbar ist - und das ist es hier bei jedem zweiten nicht: zu dunkel, falsche Maße, usw.
Älter als 6 Monate darf das Foto auch nicht sein. Also wenn das gleiche Foto in einem älteren Reisepass klebt, dann muss man auch ein neues machen lassen, auch wenn man optisch noch gleich aussieht.
Bekanntes Phänomen, also steht hier netterweise auch gleich ein entsprechender Passbild-Automat (kein Standard-biometrischer). Der Automat nimmt nur 5 Euro Scheine oder Münzen, hab ich natürlich nicht, aber praktischerweise steht hier auch ein Geldwechsler für meinen 10€-Schein rum. <3

Alles abgegeben, nächster Schalter: Elektronischer 10-fingerprint Scan. Selbsterklärend.
Hier fällt mir auf, dass auch einige (wenige) im Anzug erscheinen, was ich persönlich als unnötig und overdressed empfinde.

Dann darf man sich hinsetzen bis man namentlich aufgerufen wird, sich in eine Reihe zu stellen (orange oder blue), und in der Reihenfolge geht man dann weiter zum Schalter zum Interview. Gefragt wurde ich hier Dinge, wie: Welcher Studiengang, warum diese Uni, wie sind die weiteren Pläne, wie wird finanziert, usw (alles auf Englisch). Ich muss sagen, dass mich vorher mächtig nervös gemacht hat, dass hier Leute mit tlw drei Mappen an Unterlagen saßen - ich hatte auch einiges dabei, aber nicht so viel. Letztlich sehen wollte man überraschenderweise gar nichts davon, nicht mal Kontoauszüge. Und wer "Binding Ties", also Nachweise für Bindungen an sein Heimatland mitbringt, sollte m.E. nicht Flugtickets bringen - es wird zigfach davon abgeraten, überhaupt zu buchen, bevor man sein Visum hat. Wenn man abgelehnt wird, kriegt man deshalb auch bestimmt keinen Notfalltermin.
Wenn man dann sein approval hat, wird der Reisepass einbehalten und man bekommt alles zugeschickt. Bei mir ging das alles recht fix, aber die Zeiten schwanken natürlich auch stark, je nach Andrang kann das alles auch wochenlang dauern (die Wartezeiten bis zum Interview kann man online abrufen für das jeweilige Konsulat).

Ich weiß nicht genau, wann ich wieder draußen war, aber um kurz nach 9 Uhr hatte ich schon wieder mein Zugticket gekauft.
Insgesamt also: Man achtet hier sehr genau auf Regularien, ist aber auch hilfsbereit und sehr effizient.

Wenn man nur auf Besuch in die USA möchte, würd ich mir aber den Antrag auf ein Visitor-Visum immer überlegen. Insbesondere wenn man z.B. unbedingt 6 Monate rüber will, von denen man 3 Monate mit "einem" Freund (natürlich nicht dem eigenen!) und die anderen 3 Monate bei einer Tante verbringen will, der man ein bisschen im Haushalt hilft (unentgeltlich), dann darf man sich mal selbst fragen, ob man nun die Amerikaner für so doof hält, oder ob einem der USA-Trip im Grunde egal ist.
Deutschland ist Teil des Visa-Waiver-Programs und bis zu 90 Tage kann man als einfacher Touri mit ESTA rüber. Wenn man aber ein B2-Visum beantragt, und das abgelehnt wird, dann muss man das später immer angeben (und hier helfen auch keine Zauberanwälte, die sowas angeblich aus dem System löschen lassen können). Generell auch immer aufpassen, dass man auf den ORIGINAL Seiten ist - das gilt ganz besonders auch für das Diversity-Visa-Programm (die "Green Card Lotterie").
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#3

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Heute zu nem gar nicht mal so tollen Wechselkurs bei der Reisebank geholt. Aber lag auf dem Weg und wenigstens n weiterer Posten erledigt.

Auf mich wirkt das ja spontan immer noch wie Spielgeld, aber ist wohl Gewohnheitssache. Big_smile
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#4

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(Grad keine Zeit für Texte)
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#5

Ewiger Wasserfall am "Ground Zero":

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Rant:

Wenn man am 9/11-memorial auch was permanent beobachten kann, dann ist das leider wieder der Selfie-Wahn.

Das ist ja grundsätzlich schon ein Trend, dem ich nichts abgewinnen kann, weil ich nun mal ein Motiv fotografieren will, und nicht mich selbst. Aber wenn ich denn unbedingt den Leuten zeigen möchte "Hey, ich war hier!", dann gibt es doch zig andere Stellen in der Stadt, vor denen ich das machen kann, warum muss es dann vor dem Denkmal sein? So ziemlich jeder hat doch die zugehörigen Bilder der einstürzenden Türme im Kopf. Die meisten (älteren) wissen auch noch, was sie an dem Tag damals gemacht haben. Und trotzdem sieht man das hier am laufenden Band.

Ich find das nicht nur wahnsinnig respektlos den Opfern gegenüber, sondern auch ggü den New Yorkern, die die Anschläge miterleben mussten, und insbesondere ggü den Hinterbliebenen. Am memorial sind die Namen der Opfer eingraviert, und Museumsmitarbeiter platzieren an den Namen eine weiße Rose, falls derjenige an dem Tag Geburtstag hat. Wie schlimm muss es für die Angehörigen sein, an dem Tag dann vielleicht dort hinzugehen und da stehen zig Leute rum, die in die Kamera lachen.
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#6

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Heute nochmal am Times Square gewesen, war aber an einem Samstag eher so eine mäßig gute Idee - blinkend und so besucht, dass man fast meinen könnte, man ist auf nem Volksfest/der Wiesn. Und ja nicht länger als 3 Sekunden irgendwo stehen bleiben, oder irgendwas schief anschauen - man kriegt sofort was in die Hand gedrückt oder wird sonstwie angesprochen.

Ich hab z.B. das hier bekommen (war aber offen interessiert und bin es noch):

Spoiler!:


^ Na, zu wem gehör ich?

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So, und mich würden ja nun wirklich mal die Abläufe aus erster Hand interessieren. Gründe, die gegen ein reingehen sprechen:

- Die werden es wahrscheinlich nicht mögen, wenn man den Besuch protokolliert (Fotos usw).
- Bequatschungsrisiko.
Ich denk mal, die sind nicht gerade uneloquent, und obwohl mein Englisch wirklich ziemlich gut ist, bewege ich mich natürlich nicht auf Muttersprachlerniveau. Außerdem will ich auch nicht unfreundlich zu den wirklich größtenteils sehr höflichen Amerikanern sein.

Bin also noch unentschieden und dann erstmal weitergegangen.
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#7

Spoiler!:

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#8

Da ich momentan wenig schreibe, aber viel knipse, hab ich das jetzt mal auf Instagram verlagert.

Gern hier folgen Heart -> https://www.instagram.com/zukigomori/
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