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Sozialdarwinismus
#1

//verschoben aus dem Entweder-oder-thread - Julia

Studio60;8751 schrieb:Was sollen denn das bitte für Leute sein, die zu sechst zu blöd sind, zu bemerken, dass da ein Zug kommt? Sind das alles Autisten, oder was?

Und sind die dann noch rettenswert? Wir brauchen _dringend_ einen Thread über Sozialdarwinismus.

Bitteschön - Julia
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#2

Nein man sollte Autissten nicht retten, ganz schlimme MenschenWink Aber Menschen an sich sind sowiso evolutionäre Mangelware , also können wir sie direkt aussterben lassen.

Ernsthaft, bei all den irren Sozialdarwinisten, hätte doch eigentlich einer mal auf die Ultimo Ratio kommen müssen.
Menschen gleich Fehlerhaft. Also Menschen ersetzen durch Maschiene. ( Oder Ponys)
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#3

Was ist denn eine evolutionäre Mangelware?
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#4

Das würd' mich auch interessieren. Sehe den Menschen nämlich nicht als Mangelware an, eher ein Massenprodukt, deren Preis (=Wert) immer mehr sinkt... also in gewissen Regionen, die wir nie bereisen würden..
"Mit Geld im Mund spricht man nicht" - Alligatoah
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#5

Vulpix;8770 schrieb:Was ist denn eine evolutionäre Mangelware?

Nun fassen wir mal zusammen: Wir haben keine starken Reiß oder Fangzähn, keine scharfen Krallen, können nicht besonders gut hören, sehen oder riechen, sind nicht sonderlich schnell, haben einen anfälligen Stoffwechsel, besitzen kein Fell, können nicht lange unter Wasser bleiben, sind Hitze und Kälte empfindlich und sind zerbrechlich.

Eigentlich haben wir nur die Finger und Intelligenz als VorteilWink
Deswegen müssten wir eigentlich den Menschen mit etwas ersetzen, dass all das kann, Also Ponys ( nicht Maschienen) ^^^

Ps: Nicht meine Meinung, sondern das, was eigendlich die Irren denken müsstenWink
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#6

Also ich höre Frequenzen, die meine Katzen nicht hören Wink Nur weil das Spektrum ein anderes ist, heißt das doch nicht gleich, dass etwas dann schlechter ist. Jede Art hört soviel, wie sie normalerweise braucht. Da wir uns eben zivilisiert haben, brauchen wir einiges nicht. Der Mensch könnte an einem Tag alles Leben auf der Erde ausläschen, wenn er wollte. Das hört sich für mich nach sehr viel Macht an, die einige andere Arten eben nicht haben.
"Mit Geld im Mund spricht man nicht" - Alligatoah
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#7

Julia;8782 schrieb:Der Mensch könnte an einem Tag alles Leben auf der Erde ausläschen, wenn er wollte. Das hört sich für mich nach sehr viel Macht an, die einige andere Arten eben nicht haben.

Nun da können wir ja stolz auf uns seinWink Wir können Mutter Erde zerstören... Irgendwie ironisch, dass der Mensch das einzige Lebewesen ist, das in der Lage ist. Seinen eigenen Lebensraums bewusst zu zerstören. Eigentlich sehr traurig Sad

Übrigens ist jetzt leicht offtopic, doch man hat vor kurzen Signale aus den All empfangen. Eventuell haben wir das Glück und können eine neue Form von Leben ( besser oder gleichwertig) sehen. Wenn man das Signal zurück verfolgen kann.
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#8

Zitat:Irgendwie ironisch, dass der Mensch das einzige Lebewesen ist, das in der Lage ist. Seinen eigenen Lebensraums bewusst zu zerstören.

Was tust du dagegen?
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#9

Kirin;8790 schrieb:Was tust du dagegen?

Leider nur Kleinigkeiten. ( weniger Tüten, Mühl Trennung, Mühl aufsammeln) Bin ja eher auf Grundeinkommen spezialisiert. Man kann ja leider nicht alle Probleme der Welt auf einmal lösen Sad
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#10

Rewe hat ja endlich die Plastiktüten abgeschafft.
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#11

@vulpix echt jetzt? So komplett? Und die Kunden beschweren sich nicht?

Mein Edeka schafft es nichtmal zusätzlich Papiertüten für Wiegeware auszulegen Sad
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#12

Julia;8800 schrieb:@vulpix echt jetzt? So komplett? Und die Kunden beschweren sich nicht?

Es gibt da schon so einen Kunden, der darüber mehr ausgerastet ist als ein Holger K. in einem Edeka.
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#13

Auch schön, was ich letztens von einer Freundin gehört habe, die in einer ReHa-Klinik sein musste. Ganz viele Herzpatienten on board und zu Essen gibts fast nur Wurst und Käse on mass. Eine einzelne Tomate war unmöglich zu bekommen. Die Schwester verteidigte sich ihr gegenüber mit den Worten "na ansonsten beschweren sich die Patienten" (an dieser Stelle fehlt mir ein ins-Gesicht-batsch-Smiley)

Was das mit Sozialdarwinismus zu tun hat? Weiß ich noch nicht Lol
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#14

Äh, der Stärkste überlebt?
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#15

Zitat:Wir haben keine starken Reiß oder Fangzähn, keine scharfen Krallen, können nicht besonders gut hören, sehen oder riechen, sind nicht sonderlich schnell, haben einen anfälligen Stoffwechsel, besitzen kein Fell, können nicht lange unter Wasser bleiben, sind Hitze und Kälte empfindlich und sind zerbrechlich.

Da will ich mich doch mal kurz einmischen, weil das so einfach überhaupt nicht stimmt. Deshalb nun ein Text zum Thema: Hooray, wir Menschen sind ein biologisches Wunderwerk!

Vorteile des menschlichen Körpers:

Fehlende Fangzähne:
Ist das was man als Allesfresser halt hinnehmen muss. Wir haben das aber aufgrund von Intelligenz auch gar nicht möglich. Ein Speer ist deutlich besser als Fangzähne und ein Gewehr deutlich besser als Speere.

Hören:
Hat Julia schon gesagt. Allerdings stimmt es schon unser Hörsinn ist eher sekundär.

Sehen:
Wir sehen eine extrem große Bandbreite an Farben, sind in der Lage räumlich zu sehen und diese Reize im Gehirn in Echtzeit umzusetzen. Was Nachtsicht angeht sind wir relativ schlecht dabei, aber sonst ist das menschliche Auge schon ziemlich gut. (Nicht unbedingt meine... -5 Dioptrien auf beiden Augen... pfff... danke Gene)

riechen: Gut das stimmt, aber wer extrem gut sehen kann und vergleichsweise gut hören muss nicht unbedingt auch noch den Superriecher haben

schnell: Auf kurze Strecke gibt es nicht viele Tiere die mit einem Menschen mithalten können, auf Langstrecke schlägt der Mensch alles. Es gibt fast kein Tier das so lange bei hoher Geschwindigkeit laufen kann wie der Mensch. Ausdauerjagd ist eine weit verbreitete Methode der Jagd.
Wie beeindruckend ist es bitte Tiere bis zum Tod hetzen zu können?

anfälliger Stoffwechsel:
Unsere Verdauung ist in der Lage extrem viele verschiedene Dinge aufzunehmen, dabei sind wir so variabel das sogar eine Entscheidung zu fleischloser Ernährung möglich ist ohne automatische Gefährdung der Gesundheit.
Trotz eines extrem großen Gehirns sind wir in der Lage mehrere Tage ohne Flüssigkeit und mehr als eine Woche ohne Nahrung zu überleben.
Weiter Punkt, Menschen leben in Gebieten die kurz vor Permafrost sind, bis hin in Wüstengebiete. Was genau ist daran anfällig?

Kein Fell:
Stimmt, deshalb können wir vernünftig schwitzen und unsere Körpertemperatur besser regulieren als alle anderen Tiere.
#Ausdauerjagd und #Lebenwoesmirgefällt (vorzugsweise Mitteleuropa, nicht zu warm nicht zu kalt, einfach toll und ich muss mein Essen nicht bis zur Erschöfpung hetzen, auch nett. ^^)

Unter Wasser bleiben:
Für ein Landlebewesen sind Mensche ziemlich geschickte Schwimmer und auch sehr gute Taucher. Soweit das ein trainierter Mensch in der Lage ist Fische im Meer ohne Hilfsmittel zu fangen. Das kriegen nicht viele Tiere hin die hauptsächlich am Land leben.

Hitze und Kälte:
Absolut nicht, die Bandbreite ist wie schon gesagt deutlich höher als bei fast allen anderen Tieren.

zerbrechlich:
o.O Hast du dir schonmal angesehen welche Wunden ein Mensch überleben kann?
Der menschliche Körper ist geradezu beeindruckend robust, wenn man bedenkt wie beweglich er gleichzeitig sein muss.

Das bringt uns zum Thema Beweglichkeit:

Wir sind als Lebewesen darauf ausgelegt auf offenen Steppen schnell weite Strecken laufen zu können.
Trotzdem können wir extrem gut klettern, sind passable Schwimmer und auch für das Leben in dichten Wäldern nicht völlig ungeeignet.

Der Mensch ist vermutlich das Tier mit der größten biologischen Vielseitigkeit.
Und damit kommt man zum Punkt der ganzen Sache:

Du findest natürlich für jedes Beispiel ein Tier das irgendetwas besser kann als der Mensch.
Aber fast egal welche Kategorie du eröffnest, der Mensch wird immer ziemlich weit vorne dabei sein. Das ist im Prinzip der ganze Punkt des extrem Erfolgs des Menschen.
Wir können im Prinzip alles, wir sind in nichts davon auf Platz 1, aber das ist vollkommen egal. Wenn wir nämlich im Wettbewerb mit einem Tier stehen das uns in einer Kategorie überlegen ist, dann wechseln wir den Wettbewerb.

Hinzu kommt das der Mensch ein Sozialgefüge entwickelt hat das, soweit wir es bewerten können, komplexer und vielschichtiger ist als bei allen anderen Tieren. Wir können direkt auf die Erfahrung anderer Menschen zurückgreifen und uns diese zu eigen machen, durch einen Prozess der sich "Lernen/Lehren" nennt. Etwas wozu nur wenige andere Tiere in dem Umfang in der Lage sind.
Und damit kommen wir vielleicht zur einzigen echten Schwäche des Menschen:
Ein Mensch alleine ist kaum lebensfähig. Ein menschliches Neugeborenes kann ohne andere Menschen nicht überleben und das über mehrere Jahre. Selbst wenn wir einen sehr frühen Zeitpunkt der Selbstständigkeit annehmen, dann muss ein Mensch etwa zehn Jahre bei seinen Eltern verbringen bevor er selbstständig überleben kann. (Soweit ich weiß sind höchstens Elefanten oder Wale ähnlich lange bei ihren Eltern, aber die sind auch deutlich größer.)

Wenn der Mensch tatsächlich "Mangelware" wäre, wie du es beschreibst, dann könnten wir beide diese Diskussion gar nicht führen, den evolutionäre "Mangelware" steht im Museum und bezahlt nicht den Eintritt um sich diese ansehen zu können.
Das Fehlverhalten anderer berechtigt nicht zu eigenem Fehlverhalten.
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