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Darunterliegendes - Der philosophische Konversationsthread
#31

Philosophisch an sich ist halt ein Scheißbegriff. Ich wollte den ja auch nicht im Threadtitel haben.
Ich meine eigentlich auch, dass man in einem Thread eventuell nichts beitragen sollte, wenn man das Thema schon scheiße findet und ausschließlich andere Teilnehmer abwerten will, ohne annähernd inhaltlich darauf einzugehen. Das ist ja fast so, als würde irgendein Schelm in den Veganerthread gehen, bloß um die zurückgebliebenen Ökos dort zu ärgern Ugly
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#32

Wer ein Problem mit anderen Mitgliedern hat, klärt das bitte per PN oder im Gesprächskulturthread! Ansonsten bitte zurück zum Thema!
"Mit Geld im Mund spricht man nicht" - Alligatoah
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#33

Finde Philosophie passt schon sehr gut in den Titel. Denn die Menschliche Psyche, lässt sich ja immer noch nicht 100% Begründen. Folglich ist die Pädagogik und Psycho Analyse, ein durch aus philosophisches Thema. Denn so gut und durchdacht viele Theorien sind, stützen sie sich meistens nur auf Tests und Beobachtungen. Deswegen ist gerade das Thema Erziehung, Resozialisierung und Bildung so umstritten. Denn eine endgültige perfekte Beweisführung : " So funktioniert die Psyche" kann man noch nicht bringen. Deswegen ist es auch schwer in einer Disskusion auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Denn es gibt zur Zeit ja nicht nur eine anerkannte Theorie, sondern allein schon beim Schulsystem gibt es mehrere! Smile
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#34

Irgendwie hast du gerade sehr gut zusammengefasst, warum ich Pädagogik studiere...
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#35

Stella Sar;6879 schrieb:Denn so gut und durchdacht viele Theorien sind, stützen sie sich meistens nur auf Tests und Beobachtungen.

Wenn das so ist, unterscheidet sich das aber nicht von jeder anderen (Natur-)Wissenschaft. Afaik gehts hier eh nicht um Psyche, denn dann ließe sich das meiste eigentlich biochemisch erklären. Wenn ich die Ausführungen richtig verstehe, geht es eher darum einen Ansatz zu finden, der das irgendwie greifbarer machen soll. Ob man das nun Philosophie, Religion oder Geschwafel nennt, ist eigentlich sekundär.
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#36

Äh JEDE Wissenschaft basiert auf diesem Grundprinzip, dass es die "ultimative Erklärung" und Wahrheit nicht gibt, sondern über Verifikation und Falsifikation. Genauso wenig wie wir die menschliche Psyche erklären können zu 100%, können wir nicht _wissen_, wie das Universum funktioniert. Daher ist der Begriff philosophisch jetzt trotzdem nicht die Legitimation zum sinnlosen herumfaseln, sondern basiert immer noch auf interdisziplinären Theorien und Ansätzen. Nur das es da keine Missverständnisse gibt. Wink
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#37

DeeperSight;6772 schrieb:In der heutigen Zeit haben sie ausschließlich diesen Zweck. Ja. Früher hatten sie aber auch politische Dimensionen und einen stärkeren normativen Charakter als heute. Religionen sind heute Privatsache, das war mal anders.
Da sprichst du jetzt aber nur vom westlichen Kulturraum oder eigentlich nur von Europa, wenn man sich mal die Evangelikalen in den USA ansieht Wink
Wobei es im Salafismus oder Fundamentalismus ja überhaupt nicht mehr um diese Geschichten geht, sondern darum, sich ein Regelwerk aufzubauen, das einen von anderen abgrenzt und einen bis ins kleinste sagt, was man zu denken und zu tun hat. Das ist das Problem, das ich als Christ bzw. christlich-theistisch tendierender Agnostiker mit Fundamentalisten innerhalb meiner eigenen Religion habe. Der tiefere Sinn dieser Prosageschichten wird nicht begriffen und will nicht begriffen werden, weil diese Leute die Geschichten nicht mehr als Geschichten wahrnehmen, sondern als reine Tatsachenberichte. Das ist eine Banalisierung der Religion und der religiösen Schriften zu einem Regelwerk und eine Denkblaupause, und das finde ich sehr traurig, weil es jegliche Spiritualität killt.
Die historisch-kritische Methode ist die einzig sinnvolle Interpretationsmöglichkeit von biblischen Texten.
Zitat:Natur = Tod; Gott = Leben.
Naja, auch die Natur bringt erst einmal Leben hervor.
Zitat:Der Tod wird im Christentum verachtet und so entwickelte man einen gewissen Ekel davor.
Das würde ich nicht so sagen. Im Gegenteil sehnten sich gerade die Christen aus der Zeit der frühen Kirchenväter mehr oder weniger nach dem Tod und damit der Vereinigung mit Gott, so wie heute islamistische Selbstmordattentäter.
Zitat:Wobei der Transhumanismus einen immanenten Faschismus besitzt. Daher lehne ich ihn ab.
Den Transhumanismus an sich gibt es nicht. Das sind so viele Teilaspekte, die kannst du gar nicht alle ablehnen.
Wenn jemand eine Prothese besitzt, ist das Transhumanismus. Wenn jemand sich Magnete unter die Haut transplantieren lässt, auch.
Faschistisch ist vielleicht der transhumanistische Parusie-Gedanke, weil er sich zuerst einmal nur auf die bezieht, deren Leben überhaupt "erhaltswert" ist.
Zitat:Gott baut den einzelnen aus seiner Erinnerung an ihn neu. Komplett.
So interpretieren es Religionen heute und diese Aspekte findest du auch im NT, aber geglaubt haben die Leute tatsächlich was anderes und zwar die direkte Wiederauferstehung aus dem Grabe. Deshalb wurde auch von Christen die Einäscherung bekämpft, und wer sich einäschern ließ, gab früher ein Statement ab, dass er ohnehin nicht an eine Wiederauferstehung glaubt.
Zitat: Ein Prüfungsthema von mir ist u.a. Gnade und Verwerfung, sowie die Hölle als lokaler Ort.

Das ist sehr interessant. Ich beschäftige mich eigentlich so die letzten fünf Jahre mit verschiedenen Jenseits- und besonders Höllenvorstellungen, das ist ein unglaublich spannendes Thema.
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