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"Ist Linux scheiße?"-Diskussion
#1

Studio60;5380 schrieb:Vielleicht wird's dann auch ein Mac, so lange es nicht um Hobbyprojekte wie Linux geht, bin ich auch für Veränderungen offen.

Linux als reines Hobbyprojekt zu bezeichnen empfinde ich schon als starkes Stück.

Zunächst ist die Aussage sachlich falsch, da es enorm viele tatsächliche Unternehmen gibt, die mit modifizierten Linuxen auch tatsächlich Geld verdienen. Im Serverbereich findet Linux bekannterweise weltweite Verbreitung, auch Android ist ein Linux-Abkömmling. Daneben laufen die allermeisten Rechencluster im Bereich High-Performance-Computing selbstverständlich mit Linux, da es eine überragende Flexibilität besitzt und auf jedem Cluster sinnvoll eingesetzt werden kann. Bei mir auf der Arbeit an einem wissenschaftlichen Institut einer Universität laufen alle Bürorechner selbstverständlich mit Linux, da in meinem Fach Software-Eigenentwicklungen sehr verbreitet sind und ein großer Teil der Simulationscodes natürlich nur für Linux-Systeme entwickelt wurde. Für leidenschaftliche Low-Level-Entwickler ist Linux klar die erste Wahl. Eine pauschale Abwertung als "Hobbyprojekt" ist also nicht nur in der Sache falsch, sondern auch hochgradig unprofessionell.

So viel also zu den "Profis". Im privaten Bereich hingegen findet Linux bekanntlich kaum Verbreitung, obwohl Otto und Brunhilde Normal ihre täglichen Email-, Office- und Multimediageschäfte problemlos auch mit einem linuxbasierten System erledigen könnten - ohne großartige Frickelei. Hier sehe ich mehrere Gründe: Die Macht der Gewohnheit, die Verfügbarkeit von speziellen Treibern und spezieller Software, Computerspiele sowie den Mangel an Support im Bekanntenkreis. Deshalb nutze auch ich zu Hause eine Dual-Boot-Umgebung, um nach erledigter Arbeit unter Linux einfach zu Windows zu wechseln und eine Runde Blockbuster-Titel zu zocken. Ob es in Zukunft in der Allgemeinheit zu einem Sinneswandel kommt? Mir ist's recht egal: Für meine Bedürfnisse finde ich in Linux den perfekten Partner.

//Abgetrennt aus dem Netzprediger-Thread
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#2

Studio60 ist es egal, was das Pummeluff über seine Einstellung denkt. Denn Studio60 lebt nicht mehr in den 80ern und möchte kein rumgefrickel mit Konsoleneingaben und schlechten Ersatzprogrammen, für die es wesentlich bessere kommerzielle Lösungen gibt. Studio60 arbeitet nicht im IT-Bereich und will ein einfaches, kompartibles System.
Studio60 würde auch nicht in ein Auto einsteigen, das irgendweche Enthusiasten auf dem Schrottplatz zusammengeschraubt haben, auch wenn sie sich Mühe gegeben haben.
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#3

Also ich muss hier auch auf Linux arbeiten, weil die Server da am stabilsten laufen. Ich hab aber keine Ahnung von nix, erst recht nicht von IT und kann super arbeiten ^^
"Mit Geld im Mund spricht man nicht" - Alligatoah
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#4

Studio60;5394 schrieb:Studio60 würde auch nicht in ein Auto einsteigen, das irgendweche Enthusiasten auf dem Schrottplatz zusammengeschraubt haben, auch wenn sie sich Mühe gegeben haben.
Auch nicht, wenn dieses Auto weniger Benzin verbraucht und trotzdem schneller und einfacher zu warten ist als die Konkurrenz? Tongue

Wer von "Rumgefrickel mit Konsoleneingaben" spricht, hat Linux das letzte Mal so um die 2000er verwendet und sich seitdem nicht weiter damit befasst. Es gibt mittlerweile genug Distributionen wie Ubuntu, die dafür sorgen, dass man die Konsole vollständig ignorieren kann.

Studio60;5394 schrieb:schlechten Ersatzprogrammen, für die es wesentlich bessere kommerzielle Lösungen gibt
Beispiel bidde.
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#5

Pummeluff;5392 schrieb:So viel also zu den "Profis". Im privaten Bereich hingegen findet Linux bekanntlich kaum Verbreitung, obwohl Otto und Brunhilde Normal ihre täglichen Email-, Office- und Multimediageschäfte problemlos auch mit einem linuxbasierten System erledigen könnten - ohne großartige Frickelei.
Multimedia und Problemlos. Das fängt schon mal an, dass man wissen muss, dass man für Netflix und Co. erst mal Chrome braucht oder extremes rumgefrickel hat. Sound war auch etwas problematisch als ich vor 3 oder 4 Jahren Linux Mint auf meinem Laptop hatte und irgendwie hat mir ein ordentlicher Player gefehlt.
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#6

Darkcloud;5414 schrieb:Sound war auch etwas problematisch als ich vor 3 oder 4 Jahren Linux Mint auf meinem Laptop hatte
Linux Mint ist ja auch ein Haufen Scheiße (siehe hier und hier).

Darkcloud;5414 schrieb:und irgendwie hat mir ein ordentlicher Player gefehlt.
Ähm...VLC?

In den letzten 4 Jahren hat sich audiotechnisch in der Linuxwelt übrigens eine sehr große Menge getan, da Pulseaudio stetig verbessert wurde. Kann schon sein, dass es 2012 noch sehr problematisch war, sollte mittlerweile nicht mehr so sein.
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#7

schmatzler;5416 schrieb:
Darkcloud;5414 schrieb:Sound war auch etwas problematisch als ich vor 3 oder 4 Jahren Linux Mint auf meinem Laptop hatte
Linux Mint ist ja auch ein Haufen Scheiße (siehe hier und hier).

Darkcloud;5414 schrieb:und irgendwie hat mir ein ordentlicher Player gefehlt.
Ähm...VLC?

In den letzten 4 Jahren hat sich audiotechnisch in der Linuxwelt übrigens eine sehr große Menge getan, da Pulseaudio stetig verbessert wurde. Kann schon sein, dass es 2012 noch sehr problematisch war, sollte mittlerweile nicht mehr so sein.
Naja könnte teils auch am Laptop gelegen haben aber meinte nen Audioplayer und dafür ist VLC mangels ordentlicher Library und dafür ungegeignetem Interface einfach mist und für VIdeos ist es auch nur der es Spielt alles ab aber das relativ scheiße.
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#8

Ich weiß nicht wieso VLC "scheiße" abspielen soll. Der nutzt im Hintergrund die gleichen Bibliotheken wie die meisten anderen Player auch. Wink

Doch ich geb' dir Recht, für Musik ist der nicht so geil zu bedienen. Aber dafür gibt es ja Rhythmbox:
[Bild: rhythmbox.jpg]
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#9

Fand ich glaub ich ganz ok, war halt kein Foobar2000. Aber Songbird gibts ja auch. VLC benutzt halt seine eigenen Codecs und hat auch ne extreme Fehlerkorrektur. Die führt zwar auf der einen Seite dazu, dass VLC auch beschädigte Dateien relativ gut abspielt, auf der anderen Seite hat man bei VLC auch weitaus mehr Bildartefakte oder schlicht ein falsches Bild. Mittlerweile würde ich auf Linux dann aber eh auch Kodi nutzen.
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#10

Darkcloud;5467 schrieb:VLC benutzt halt seine eigenen Codecs
*klugscheißmodus an*
Ne, macht er nicht. Der benutzt ffmpeg zum Dekodieren. So wie fast alle anderen Videoplayer auch (sogar unter Windows), weil das einfach die Software zum Konvertieren und Abspielen von Videodateien ist.
*klugscheißmodus aus*

Deine beschriebenen Probleme hatte ich nie. Tongue
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#11

schmatzler;5398 schrieb:Auch nicht, wenn dieses Auto weniger Benzin verbraucht und trotzdem schneller und einfacher zu warten ist als die Konkurrenz? Tongue

Das tut es nicht, dafür sind zu viele selbsternannte Mechaniker unterwegs. Außerdem hat das Auto keinen TÜV und keine Garantie, kann auf einem Großteil der Straßen nicht fahren (weil nicht die richtigen Begrenzungspfosten am rand stehen) etc.

Zitat:Beispiel bidde.

Sämtliche Computerspiele, AVID, die Adobe-Palette, Elster und weitere Steuerprogramme, Office, etc.
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#12

Studio60;5494 schrieb:Sämtliche Computerspiele

http://store.steampowered.com/search/?os=linux
https://steamdb.info/linux/
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#13

Studio60;5494 schrieb:Außerdem hat das Auto keinen TÜV und keine Garantie
In der Businesswelt gibt es Supportverträge, darauf baut RedHat sein Geschäftsmodell auf.
Was ist das für eine Analogie? Als Heimanwender hast du bei Windows z.B. auch keine Garantie auf Schadenersatz, wenn deine Programme nicht laufen.

Zum Thema "TÜV":
Es gibt Linux-Zertifizierungen für die man viel Wissen haben muss um sie zu bestehen, genau wie in der Windowswelt auch. Man merkt, dass du eine Abneigung gegen Linux, aber gleichzeitig keine Ahnung hast. Schlechte Kombination.

Zitat:Sämtliche Computerspiele
Falsch. Dank Wine laufen viele Windows-Spiele mittlerweile. Nicht immer out-of-the-box und nicht immer mit der gleichen Performance, aber sie laufen. Hier ist nur die Liste der Spiele, die ich für das Wine-Projekt teste. Es gibt noch tausende mehr und stetig neue Linux-Portierungen.

Zitat:AVID
Immerhin damit hast du Recht, das läuft nicht.
Nichtlineare Video-Editoren und Nachbearbeitungsprogramme gibt es allerdings zuhauf. Ich arbeite z.B. bei Cinelerra-CV mit. Es gibt auch noch DaVinci Resolve, Natron, Lightworks und viele mehr. Daher lasse ich das Argument nicht gelten.

Zitat:die Adobe-Palette
Stimmt so nicht. Etwas ältere Versionen der Programme laufen teilweise, so z.B. Photoshop.

Zitat:Elster und weitere Steuerprogramme
Laut Ubuntu-Wiki funktioniert das Programm, außerdem gibt es diverse Tools die man auch im Browser ausführen kann.

Zitat:Office
Auch falsch. Ich nutze MS Office viel lieber als OpenOffice und das funktioniert out-of-the-box mit Wine. Sowohl meine 2007er-Version als auch Office 2013.

Wenn man keine Ahnung hat...
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#14

Alle deine Vorschläge bestehen daraus, mir irgendwelche Krückenprogramme (Emulatoren) runterzuladen, um dann damit den Nachteil eines irrelevanten Systems auszugleichen. Das hat für mich schon was von digitaler BIID. (Die Leute wollen ja auch gerne behidnert sein, um das dann künstlich wieder auszugleichen.)
Und bei den Sachen, die definitiv nicht gehen, schlägst du schon selbst minderwertige Alternativen vor. Na danke, da bleibe ich lieber bei Windows oder Mac, da laufen genau die Sachen die ich will und ohne Krücke.
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#15

Studio60, deine Argumentation ist lediglich diese:
"Auf Linux kann ich keine Windowsprogramme benutzen. Wäää wäää bäääh."

Troll dich doch einfach, wenn du nichts Sachliches beizutragen hast.
Vor allem deine Vergleiche mit Behinderungen sind wirklich unter aller Sau, kannst du dich eigentlich selbst noch im Spiegel sehen?
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