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"Ist Linux scheiße?"-Diskussion
#16

Studio60;5562 schrieb:Alle deine Vorschläge bestehen daraus, mir irgendwelche Krückenprogramme (Emulatoren) runterzuladen, um dann damit den Nachteil eines irrelevanten Systems auszugleichen.
Dann ist Windows noch irrelevanter. Voegsm Nur auf dem PC hat Windows mit 89% eine Vormachtstellung, bei den Server kann es immerhin mithalten (33%).
Den alles andere ist entweder Unix oder Unix ähnliche wie Linux oder BSD, also ohne Linux kein Android, keine Supercomputer und so weiter.
Zitat:Und bei den Sachen, die definitiv nicht gehen, schlägst du schon selbst minderwertige Alternativen vor.
Dann erklär mal was wieso minderwertig ist.

Zitat: Na danke, da bleibe ich lieber bei Windows oder Mac, da laufen genau die Sachen die ich will und ohne Krücke.
Du beschwerst dich also auch darüber das du in ein Benziner kein Diesel tanken kannst?
"I'm a human, I'm a goddamn living thing/ But I'm not really human if I'm just existing/Wasting my time in a complex universe" Lil Bo Weep
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#17

Wine Is Not an Emulator (=WINE). Das ist ein rekursives Akronym. Es ist eine Abstraktionsebene zwischen Linux-Kernel und Windows. Was da im Grunde passiert, korrigiere mich wenn ich falsch liege schmatzler, ist das Windows-Programme, die Systemaufrufe an den Windows-Kernel nutzen, umgeleitet werden auf ihr Linux-Pendant. Wenn ich z.b. Windows-Software habe, die auf den API-Aufruf zurückgreift, eine Datei aus dem Dateisystem zu laden, wird das geroutet an WINE und Wine macht dann einen Systemaufruf im Linuxkernel draus.

Ein Emulator bildet ein Teilsystem, z.b. einen Gameboy oder eine Playstation nach, dort wird aber das gesamte System virtuell simuliert oder teilsimuliert.
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#18

Genau so ist das! Da wird nix emuliert, es wird nur "übersetzt".
Das führt auch zu einigen netten Effekten. Wie z.B. die Tatsache, dass ältere Programme die unter Win10 ihren Dienst versagen, weiterhin sauber mit Wine funktionieren, weil die APIs die dort rausgeschmissen wurden, im Wine-Projekt immer noch enthalten sind und auch weiter gepflegt werden.

Auch die Ausführung von 16bit-Windows-Programmen auf einem 64bit-System ist weiterhin möglich. Microsoft hat in dem Feld sehr schnell die Lust verloren und den Support komplett rausgeschmissen. Man bekommt nun lediglich noch eine "Läuft auf diesem System nicht"-Fehlermeldung. Mit Linux wäre das nicht passiert. Lol

Leider machen viele Menschen den gleichen Fehler wie Studio60. Sie packen sich einmal Linux auf den Rechner und dann geht es los. "Wo ist der Startknopf, wo ist WinRAR, wo ist die Systemsteuerung, ich brauch den Internet Explorer".

Das ist die falsche Herangehensweise, so kann man ja nur scheitern. Wenn man mit Linux arbeiten will, muss man sich natürlich auch in das System eingewöhnen und sich die Programme die man braucht, zusammensuchen. Es ist eben nicht Windows, sondern etwas anderes.

Natürlich gibt es spezielle Berufsgruppen, die auf Windows-Software angewiesen sind. Beruflich ist das leider manchmal immer noch ein Problem, aber es wird besser. Meinen letzten Job hätte ich komplett mit Linux machen können da die Software vollständig web- oder VNC-basiert war, leider war das aber der Chefetage vorbehalten. Sad
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#19

Also zu dem Punkt: Es wurde ein ISO mit Backdoor verteilt.
Da wurde ihmo in den Server eingbrochen; es war angeblich eine Exploid im Wordpress.
Das war somit nicht die Absicht von Mint.
Das ein Server geöffnet wird, das passiert auch anderen grossen Unternehmen.
Mag AOE 2, C&C Alarmstufe Rot 2, StarCraft 1, Linux Mint, Essen, Trinken und Schlafen.
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#20

Interessant wie ihr einem Troll Linux schmackhaft machen wolltet Smile
Ich denke, dass die Sache eigentlich recht klar ist und die Stärken und Schwächen von Linux auf dem Desktop bekannt sind.

Ich weiß nicht, ob es hier erwähnt wurde, aber AFAIK ist Mac OS X ein BSD Derivat. UltralolUltralolUltralol
Also Studio, viel Spaß mit deinem Unix Wink

Falls ich irgendwann ein wenig Geld über habe, wird mein nächster PC/Notebook ein Tuxedo. Bin schon sehr gespannt was die so reißen.
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#21

hans_wurst;29005 schrieb:Ich weiß nicht, ob es hier erwähnt wurde, aber AFAIK ist Mac OS X ein BSD Derivat. UltralolUltralolUltralol
Der Finder von OSX ist so rückständig, der könnte auch noch direkt aus Windows 3.1-Zeiten stammen. Lol

Ich bin mittlerweile sehr zufrieden mit Windows 10, man mag es kaum glauben. Einige Features davon vermisse ich sogar unter Linux. Zum Beispiel das intelligentere Window-Tiling. Schiebe ich ein Fenster nach ganz links, werden mir auf der rechten Seite Vorschläge für weitere Anordnungen angezeigt. Tiling selbst geht auch unter Linux (KDE4), aber ohne diese Vorschläge, was etwas weniger smooth ist.

Bei MacOS funktioniert das übrigens meist gar nicht, nur mit kostenpflichtigen Zusatzprogrammen. Lol Man kann zwar "theoretisch" den grünen Button gedrückt halten um Fenster auf dem Bildschirm aufzuteilen (auch nur 50/50 und nicht in die Ecken, soll ja nicht zu fortschrittlich sein).
Bei den Programmen der Adobe-Palette kommt dann aber nur, dass das Feature nicht unterstützt wird.
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#22

Also das sind jetzt Funktionen die mich weniger interessieren.
Ich nutze Win und Linux. Bin bei beiden zufrieden. Wäre im Leben nicht bereit so viel Geld für Windows zu Hause auszugeben. Gleiches bei Office.

Übrigens habe ich geradefast 1h gebraucht um einen Intel i217 Treiber auf einem Windows Server 2016 zu installieren..
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#23

Mein Laptop läuft, nachdem diese unfassbar schlechte Drecksqualität von Toshiba meine HDD relativ schnell aus dem Leben geschossen hat, jetzt auch nur noch mit Linux. Es ist vor allem bei einem PC, der schon kurz vorm Ende seiner Lebenszeit steht eine gute Variante, ein stabiles Bürogerät zu haben, das sowohl für die Arbeit als auch fürs Studium noch langt. Nervig ist nur, wenn man Treiber selbst kompilieren muss und so nen Kram, aber das ist mittlerweile wirklich nur noch sehr sehr selten der Fall.

Und ich liebe den Packetmanager, nie wieder großartig nach Abhängigkeiten und Installern suchen, die dann noch mit irgendwelcher Werbung und Adware verseucht sind. Einfach apt-get und fertig.
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#24

ExtraKlaus;29053 schrieb:ein stabiles Bürogerät zu haben, das sowohl für die Arbeit als auch fürs Studium noch langt
Hast du das gut. Leider kann ich als Mediengestalter nicht auf Linux wechseln, weil dort außer Photoshop nichts vernünftig läuft. Und ich brauch leider auch andere Programme aus der Adobe-Reihe, wie Illustrator, InDesign und Lightroom.

Aufgrund der verwendeten Dateiformate sind GIMP und Inkscape leider auch keine Alternative, da die nur bedingt mit .ai und .psd-Dateien umgehen können. Shit happens.

Dafür liebe ich es, mittlerweile Slackware auf diesem Server laufen zu haben. Dort wird grundsätzlich fast alles selbst kompiliert und ich habe die Möglichkeit, die allerneuste Software laufen zu lassen, was besonders bei Spamfiltern viel Freude macht. Früher war ich gezwungen, Debian zu nutzen und wenn man mit 3 Jahre alten Programmen arbeiten muss, ist das einfach nur Krebs.
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#25

Ja, schade das Adobe das nicht umsetzen will, obwohl es für Mac OSX ja auch geht. Soo viel wird man da ja bestimmt nicht anders entwickeln müssen, um das auf Linux realisieren zu können.

Ich nutze Ubuntu, einfach weil ich nicht die Zeit oder Lust habe mich "richtig" in Linux einzufrickeln und ich eben nicht alles von Hand komplilieren will (Das klappt bei mir auch irgendwie NIE).
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#26

Ich finde es eher schade, dass die Branche sich nicht endlich von Adobe lösen will...
Aber sollen sie alle zahlen...
Was hast du gegen Debian?
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#27

hans_wurst;29083 schrieb:Was hast du gegen Debian?
Ich halte den Ansatz "Wir lassen Software jahrelang rumgammeln bevor wir sie releasen und nennen das dann stabil" falsch und für mich nicht nutzbar.

Als das hier alles mit Debian lief, musste ich konstant Dinge selbst bauen und reinfrickeln, weil z.B. Mumble-Bots neuere Versionen von Programmen brauchen. Oder Minecraft ein neues Java braucht, PHP zu alt war etc. pp.

Darüber hinaus hatte ich seit Debians Umstellung auf systemd mehr Probleme als vorher. Ich werde in Zukunft um die Debian/Ubuntu-Schiene einen großen, weiten Bogen machen.

Zitat:Ich finde es eher schade, dass die Branche sich nicht endlich von Adobe lösen will...
Das ist halt nicht so einfach, ich könnte z.B. meine Kollegen nicht davon überzeugen, auf Inkscape und GIMP umzusteigen. Nicht jeder hat Bock, neue Programme zu lernen.
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#28

Inkscape und GIMP sind auch wirklich _immer noch nicht_ ein adequater Ersatz fuer PS und Inkscape InDesign.

schmatzler;29084 schrieb:Darüber hinaus hatte ich seit Debians Umstellung auf systemd mehr Probleme als vorher. Ich werde in Zukunft um die Debian/Ubuntu-Schiene einen großen, weiten Bogen machen.
systemd ist das beste was daemons und cronjobs seit Jahren passiert ist, dieses inkonsitente Verhalten vom Userspace in Cronjobs ist einfach aetzend, und timed systemd jobs sind einfach "ganz normale jobs", du kannst von allem immer nen Status haben, im Userspace laufen lassen, und hast endlich configfiles in Ordnern die du gescheit scripten kannst.

Meine erste Erfahrung mit systemd war uebrigens in Arch, als das ganze noch ultra neu war, und ich kann eig. nichts schlechtes daran sehen, dass ubuntu und debian das jetzt nach Jahren endlich auch uebernehmen.
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#29

Eine meiner ersten Erfahrungen mit systemd war, dass es sein eigenes binäres Logfile zerstört hat und automatisch Firewall und fail2ban mit runtergerissen hat. Die kamen dann auch nicht wieder von alleine hoch.

Was nützt mir ein Server, wenn ich nicht darauf vertrauen kann, dass er stabil läuft. Nun wieder bei sysvinit - mag uralt sein und durch sein Design viel langsamer hochkommen, aber dann funktioniert es wenigstens zuverlässig.

Zitat:du kannst von allem immer nen Status haben
ps -ef | grep -v grep | grep PROZESS reicht mir bisher völlig aus um zu wissen, was grad läuft oder nicht.
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#30

schmatzler;29089 schrieb:Eine meiner ersten Erfahrungen mit systemd war, dass es sein eigenes binäres Logfile zerstört hat und automatisch Firewall und fail2ban mit runtergerissen hat. Die kamen dann auch nicht wieder von alleine hoch.
Big_smile Okay, das ist mir noch nie passiert, aber IMHO kann man mit journal control super leicht an die wirklich relevanten fehler kommen, applikationsspezifisch und sogar dann unterprozessspezifisch - oder auch als root ueber user hinweg. Ist das ein Debian-spezifisches systemd Problem? Auf den Systemen die ich bisher mit systemd verwendet habe ist mir sowas noch nie passiert (Archlinux, CentOS, neueres Ubuntu (~2016)).

schmatzler;29089 schrieb:Was nützt mir ein Server, wenn ich nicht darauf vertrauen kann, dass er stabil läuft. Nun wieder bei sysvinit - mag uralt sein und durch sein Design viel langsamer hochkommen, aber dann funktioniert es wenigstens zuverlässig.
Klar, wenn Debian das scheisse implementiert oder es mit Debian nicht richtig laeuft, wuerd ichs auch nicht gerne verwenden.

schmatzler;29089 schrieb:
Zitat:du kannst von allem immer nen Status haben
ps -ef | grep -v grep | grep PROZESS reicht mir bisher völlig aus um zu wissen, was grad läuft oder nicht.
[Bild: systemctl-status.gif]
[Bild: systemd-status-sshd.png]

IMHO besser lesbar als die ausgabe von ps insbesondere dann wenn du grepst und die column titles weg sind. Aber das koennte auch an meinem schlechten Gedaechtnis liegen, dass ich mir nicht merken will welcher Wert in welcher Spalte liegt Tongue
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