hirnschwund.net Forum
Politischer Smalltalk - Druckversion

+- hirnschwund.net Forum (https://hirnschwund.net/forum)
+-- Forum: Allgemein (https://hirnschwund.net/forum/forum-3.html)
+--- Forum: Gesellschaftstalk (https://hirnschwund.net/forum/forum-16.html)
+--- Thema: Politischer Smalltalk (/thread-29.html)



Politischer Smalltalk - Baru - 04.08.2017

Rot-Grün verliert in Niedersachsen die Mehrheit. Eine Abgeordnete der Grünen, die sich zuvor für Schwarz-Grün ausgesprochen hatte, dann aber im parteinternen Kampf um die Landtagskandidatur gegen eine Gegnerin von Schwarz-Grün verloren hatte, wechselt nun zur CDU.

Natürlich nicht so erfreulich, wenn Rot-Grün eine Mehrheit verliert, aber wenn Palmer und Kretschmann noch nachziehen würden, wäre ich nicht traurig.


Politischer Smalltalk - FireBird - 04.08.2017

Sie wurde über die Landesliste gewählt, ohne die Grünen wäre sie nicht im Landtag.


Politischer Smalltalk - Baru - 04.08.2017

Das bezieht sich doch auf die kommende Landtagswahl, oder?


Politischer Smalltalk - FireBird - 04.08.2017

Nein, sie wurde nur nicht wieder aufgenommen.


Politischer Smalltalk - ExtraKlaus - 04.08.2017

Das Mandat ist an den/die Abgeordnete/n gebunden. Da gibt es überhaupt nichts einzufordern. Wenn die Grünen ihr ein Mandat verschafft haben und sie jetzt aber ihre Repräsentation anders ausüben will, ist das ihre Entscheidung. Im Volksmund würde man sagen, die Grünen haben halt mit ihrer Landeslisten-Entscheidung ins Klo gegriffen.

Aber da es ohnehin jetzt zu Neuwahlen kommen wird, ist es auch relativ egal, solche haltlosen Forderungen der Grünen-Fraktion überhaupt zu diskutieren.

Der Neuanfang für Niedersachsen kommt dann doch etwas eher als erwartet und für die SPD ist das die nächste Hiobsbotschaft, die haben jetzt wirklich am laufenden Band rein geschissen.

@Baru: Man sollte vielleicht dazu erwähnen, dass sie nicht nur "angepisst" über die Entscheidung war oder weil sie im "fairen Wettkampf" verloren hätte und nun überläuft, wie die SPD/Grünen-Propaganda ja gerade schon verlautbaren lässt, sondern das ihr WK damit sicher verloren gegangen wäre, denn die Gegenkandidatin ist nicht auf der Landesliste. Und die Grünen ziehen nahezu nie über Direktmandate in Niedersachsen. Das war verbrannte Erde-Taktik, um eine unliebsame Realo-Grüne loszuwerden, die dem unreflektierten Hass auf die CDU innerhalb der nieders. Grünen nicht teilte. Das haben die Grünen verbockt.


Politischer Smalltalk - Lener0815 - 04.08.2017

Wen juckt es?
Wir werden sehen, was gewählt wird und ob die Lobbyistenparteien rund um Dobrindt wieder in den BT kommen... ich sage einfach mal "Ja". Somit sind Einige hier sicherlich erleichtert.


Politischer Smalltalk - FireBird - 06.08.2017

Das Sommerinterview mit Cem Özdemir im ZDF war irgendwie inhaltsleer, aber hat trotzdem meinen Eindruck das Bündnis90/DieGrünen eine CDU in Grün ist.
Kein Wort über irgendwas mit Gerechtigkeit, es ging fast nur um saubere Diesel und den Übertritt der Abgeordneten in NDS.

Und aus irgendwelchen Gründen musste man nochmal mit dem "Veggie-Day" kommen.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 06.08.2017

Die Grünen sind und waren nie eine linke Partei.
FDP mit Katalysator waren sie mal.
Nun verlieren sie sogar nach und nach ihre libertäre Grundhaltung. Dann bleibt halt CDU + Kühe kuscheln. Was aber auch nichts neues mehr ist.


Politischer Smalltalk - ExtraKlaus - 06.08.2017

Wann hatten die Grünen JEMALS eine libertäre Grundhaltung? Nachdem diese Partei noch früher Steine auf Polizisten geschmissen hat, ist sie seit dem nichts anderes als eine Partei, die anderen ihren Lebensstil vorschreiben will. Daran ist wirklich NICHTS libertär.


Politischer Smalltalk - Lener0815 - 06.08.2017

Hat DIE Partei das wirklich getan? Oder meintest Du einzelne Parteimitglieder, wovon ich ausgehe?
Na ja, ob Lobbyismus nun besser ist, wie man gerade am Autoskandal sieht, weiss ich nicht...


Politischer Smalltalk - Skafdir - 06.08.2017

Nur um mal ein bisschen diesen Mythos des "die Grünen wollen allen vorschreiben wie sie zu leben haben" abzubauen.

Extraklaus:
Folgende Aufgabenstellung:
Benenne 3 Themen, die nicht direkt mit dem Kernthema der Grünen (Umweltschutz) zusammenhängen, bei denen die Grünen nicht als libertäre Partei auftreten.

Ich habe es gerade rein aus dem Kopf heraus versucht und es ist mir nicht gelungen.
weniger Fleischkonsum -> Umweltschutz
keine Verbrennungsmotoren -> Umweltschutz
Höhere Bezinsteuern -> Umweltschutz (und hier könnte man sogar darüber streiten ob höhere Steuern im Gegensatz zu einer libertären Grundhaltung stehen.)

Also mir gelingt es beim besten Willen nicht die Grünen als autoritäre Partei zu sehen. Aber du darfst mich gerne eines besseren belehren, ich bin ja weit davon entfernt eine Wahlempfehlung für die Grünen auszugeben.


Politischer Smalltalk - ExtraKlaus - 06.08.2017

Lösung der Partei auf deine ersten beiden Punkte sind Verbote.

Zitat:weniger Fleischkonsum -> Umweltschutz
keine Verbrennungsmotoren -> Umweltschutz

Fleischverbot bzw. Zwangserziehung durch Veggie-Day
Dieselverbot bzw. Versuch, langfristig alle Verbrennungsmotoren verbieten lassen zu wollen.
Natürlich drangsalieren Grüne die Autofahrer schon heute in den Kommunen, um sie dazu zu zwingen, auf das Auto zu verzichten.

Ein weiteres Thema wäre Gendern, das findet aber meines Wissens nicht so explizit statt wie z.b. bei der Jugendorganisation. Nicht falsch verstehen, ich bin ein Fan von schwarz-grün, sofern es Kretschman oder Palmer-Grün ist, aber die Grünen als libertär zu bezeichnen finde ich mehr als gewagt. Ich finde nämlich gerade DAS sie eine autoritäre Partei sind, alleine schon aus ihrem Kernwählerklientel heraus.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 06.08.2017

Also nennst du als Antwort Themen die direkt mit Umweltschutz zusammen hängen und das diffuse Feindbild "Gendern".

Dazu zwei Fragen:
1. Gibt es auch noch was ohne Umweltschutz?
2. Inwiefern wird deine Freiheit durch "gendern" eingeschränkt? (Was wie du ja auch sagst, kein Thema der Partei ist, sondern einfach nebenbei läuft, also auch nicht politisch gefordert wird, sondern höchstens politisch gefördert. Also genauso wie eine libertäre Partei Politik machen sollte.)

Zitat:Ich finde nämlich gerade DAS sie eine autoritäre Partei sind, alleine schon aus ihrem Kernwählerklientel heraus.

Also bestimmen die Wähler und nicht das Wahlprogramm wo eine Partei zuzuordnen ist?
Das wird interessant. Ich bin mir nur nicht sicher ob du dich wirklich auf das Spiel einlassen willst.


Politischer Smalltalk - ExtraKlaus - 06.08.2017

Ich habe dir konkrete Antworten genannt, die eine Einstufung als (eher) autoritäre Partei rechtfertigen. Wie wäre es, wenn du erst darauf konkret mal eingehst, statt es unter dem Oberthema "Umweltschutz" (Was logischerweise eine der Kernthemen dieser Partei ist) wegzuwischen, bevor ich deine Fragen beantworte.

Zitat:Also bestimmen die Wähler und nicht das Wahlprogramm wo eine Partei zuzuordnen ist?

Nein, die Wählerklientel liefert jedoch auf jeden Fall weitere Indizien. Eine Libertäre Partei würde die Verantwortung vom Staat weg in die Hände der einzelnen Akteure geben, ohne starken staatlichen Überbau. Das trifft auf Forderungen der Grünen höchstens im Bereich Drogenpolitik und "Sexualpolitik" (Bei manchen auch etwas zu libertär) zu. Verkehrspolitik, Umweltpolitik, Landwirtschaft, usw. usf. - Da ist das definitiv nicht der Fall.


Politischer Smalltalk - Lener0815 - 06.08.2017

ExtraKlaus;28158 schrieb:drangsalieren
Und was wäre, wenn der Deutsche sein liebstes Spielzeug in echt mal weglassen würde und mal weniger von sich aus fahren würden?
Ich praktiziere das, seit dem ich 18 bin. Habe weder Auto noch Führerschein und bewege mich ausschliesslich mit den Öffis, der Bahn und dem Rad. Es geht alles, wenn man denn will.

Ob das Bescheissen bei den Abgaswerten nun besser war als das "drangsalieren", welche offenbar durch ein bestimmtes Klientel vorangetrieben wurde?

btw. Offenbar kommt man nur durch Verbote an die Menschheit ran, denn gesunder Menschenverstand scheint es nicht zu richten Leider.