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Politischer Smalltalk - menag - 16.02.2017

Habe mich ja jetzt ziemlich lange vor der Frage gedrückt. Und da ich gerade keine Lust mehr auf lernen habe (Physik ist echt kacke), werde ich das jetzt nachholen.

Skafdir;17788 schrieb:Könnte sein das zumindest in diesem Forum da nicht soviel zu finden ist. Aber zu anderen Zeiten, an anderen Orten gibt es einiges zu finden. Nur immer unter der Prämisse eines geeinten Europas. (Sprich ein geeintes Europa mit Deutscher Vormachtsstellung ist mir dann doch lieber als gar keins. Idealfall: Ein geeintes Europa in dem die Interessen aller beteiligten vertreten werden und das sich vor allem darum bemüht in den derzeit wirtschaftlich weniger starken Gebieten entsprechende Investitionen zu tätigen. - z.B.: Vernünftige Infrastrukturprogramme für Griechenland statt weiterer Kredite und vor allem anstatt weiterer Privatisierungen. Tafelsilber verkaufen hat bislang noch niemandem auf Dauer geholfen.)

Ein Europa mit deutscher Vormachtsstellung wird kein Infrastrukturprogramm für Griechenland liefern. Das ist der Witz an der Vormachtsstellung.

Skafdir;17788 schrieb:Die Moral die dahinter steht stört mich. Die Idee der Antideutschen funktioniert nur indem man die nationalistische Denkweise kopiert und die Vorzeichen umdreht.
Anstatt wie alle anderen Nationalisten dem "eigenen Volk" bessere Qualitäten als dem Rest der Welt zuzusprechen, sprechen sie dem "eigenen Volk" schlechtere Qualitäten zu.

Sie ist erstmal davon geleitet, dass ich in Deutschland geboren wurde und hier lebe, meine erste Aufgabe also sein sollte mich mit den Zuständen hier auseinanderzusetzen statt auf andere zu zeigen. Insbesondere dann, wenn die "eigene" Nation nicht positiv heraussticht.

Skafdir;17788 schrieb:Du lehnst den Kapitalismus, die Nationalstaaten und im Endeffekt auch die EU ab, weil sie ja nur eine Erweiterung der Nationalstaaten ist.
1. Was genau ist dein Idealbild einer Welt?
2. Wie willst du es erreichen?

Das sind zwei gute Frage und ich werde sie nicht beantworten können. Zunächst lehne ich die EU nicht grundsätzlich ab. Ich sehe nur viel, was man an ihr kritisieren kann. Insbesondere die deutsche Vormachtstellung. Letztendlich ist die EU zu dem geworden, was sie ursprünglich verhindern wollte und die Bändigung Deutschlands ist kläglich gescheitert. Mein Idealbild der Welt ist zunächst mal eine Welt, welche nicht die Konkurrenz als grundlegendes Prinzip hat. Diese Konkurrenz erstreckt sich eben auch auf Staaten. Nur in dieser Konstellation stellt sich überhaupt die Frage, wer wo leben darf.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 16.02.2017

@menag: Dem Post kann ich durchaus zustimmen. Nur halt mit dem Problem: Ich habe keine Ahnung wie diese Ideale erreichbar sein sollen ohne direkt zu den Waffen zu greifen.
Revolutionen fressen sich allerdings in den meisten Fällen erstmal selbst und ob sich ein langfristiger Erfolg einstellt ist absolut fragwürdig. Die französische Revolution wird ja gerne als Beispiel einer "gelungenen" Revolution genommen. Aber wenn wir mal ehrlich sind, die bürgerliche Welt wurde nicht in der französischen Revolution erstritten, sondern entstand durch die schleichende gesellschaftliche Umformung vor allem im 18. und 19. Jahrhundert. Dabei war die Revolution im besten Fall ein Höhepunkt.
Oder ehrlich gesagt, die Revolution war ein schönes aktionreiches Ereignis das man super im Geschichtsunterricht behandeln kann.
Ja sie hat viel verändert und war eindeutig ein Ereignis das man als Epochenumbruch bezeichnen kann.
Aber wenn ich den Siegeszug der bürgerlichen Gesellschaft beschreiben will dann muss ich in den mittelalterlichen Städten anfangen, zum frühen Kolonialismus und dem damit einhergehendem verstärktem internationalen Handel übergehen, schließlich zur Industrialisierung und der damit einhergehenden Verschiebung der Lebens- und Machtverhältnisse wechseln.
Die französische Revolution? Bestenfalls ein nette Anekdote um die Erzählung aufzulockern.

Novemberrevolution? Statt in den Kommunismus führte sie im Eiltempo in eine der längsten und grausamsten Diktaturen der Moderne. Ein Staat der bis heute als das Totschlagargument gegen linke Ideale genutzt werden kann.

Den Unabhängigkeitskrieg kann man vielleicht als eine gelungene Revolution bezeichnen. Aber hier gab es ja kaum ein klares Ziel außer dem nicht mehr von den Briten beherrscht werden zu wollen. Wenn wir uns die großen Ideale ansehen, den "american dream"... da bleibt nicht wirklich viel übrig. (Vielleicht einer der Gründe warum ich relativ stark auf die USA fixiert bin. Ich mag es nicht wenn man seinen eigenen Idealen nicht gerecht wird und das dann als "Entscheidungsfreiheit" verkauft.)

Nun ja... wie schon zu Beginn gesagt: Ich stimme dir bei deinem Post zu. Vor allem dem ersten Satz, deshalb studiere ich das ja auch nicht. Tongue
[Pathos]Vielleicht bin ich desillusioniert oder zu feige für meine Ideale zu kämpfen. Aber ich halte es für sinnvoller sich auf das wenige erreichbare zu konzentrieren als immer nur auf das zu gucken was man nicht haben kann. Einfach in der Hoffnung das diejenigen die nach einem kommen weitere Steine zum Bauwerk hinzufügen und irgendwann vielleicht mal etwas entsteht was man selber gerne kennen gelernt hätte.[/Pathos]

@Karlchen: Es befinden sich Atombomben in Europa, ja. Aber die EU besitzt keine. (Ob es besser ist wenn die EU die kontrolliert oder einzelne Nationalstaaten ist dann nochmal eine Frage. Ab diesem Jahr könnte Le Pen am Knopf sitzen... hmm es ist keine Frage, die Kontrolle ist bei der EU eindeutig besser. Eindeutig...)


Politischer Smalltalk - menag - 16.02.2017

Skafdir;18145 schrieb:@menag: Dem Post kann ich durchaus zustimmen. Nur halt mit dem Problem: Ich habe keine Ahnung wie diese Ideale erreichbar sein sollen ohne direkt zu den Waffen zu greifen.

Die herrschenden Verhältnisse analysieren und kritisieren.

@Geschichte: Eine ideologiekritische Analyse der Geschichte ist notwendig (und auch spannend). Insbesondere mit einem Augenmerk auf die ideologischen Vordenker. Es schadet also nicht sich dies genauer anzuschauen. Vielleicht ein positiv(eres) Beispiel wäre die Pariser Kommune.

Skafdir;18145 schrieb:Wenn wir uns die großen Ideale ansehen, den "american dream"... da bleibt nicht wirklich viel übrig. (Vielleicht einer der Gründe warum ich relativ stark auf die USA fixiert bin. Ich mag es nicht wenn man seinen eigenen Idealen nicht gerecht wird und das dann als "Entscheidungsfreiheit" verkauft.)

Die Kritik sollte hier aber primär sein, dass es bei einem Glücksversprechen bleibt, welches letztendlich nicht eingelöst wird. Andere Staaten finden dagegen ein individuelles Glück für vernachlässigbar.

Skafdir;18145 schrieb:@Karlchen: Es befinden sich Atombomben in Europa, ja. Aber die EU besitzt keine. (Ob es besser ist wenn die EU die kontrolliert oder einzelne Nationalstaaten ist dann nochmal eine Frage. Ab diesem Jahr könnte Le Pen am Knopf sitzen... hmm es ist keine Frage, die Kontrolle ist bei der EU eindeutig besser. Eindeutig...)

Von der deutschen Atombombe träumte die FAZ doch schon im November.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 16.02.2017

Zitat:Von der deutschen Atombombe träumte die FAZ doch schon im November.

Hatte ich gar nicht mitbekommen. Ich schäme mich... dafür das ich es nicht mitbekommen habe und dafür das ich dachte die Zeit hätte im Alleingang den Verstand verloren.

Zitat:Vielleicht ein positiv(eres) Beispiel wäre die Pariser Kommune.

Absolut, nur das es hier um eine sehr kurze Zeit ging. Nicht ganz 3 Monate und das sie letztlich besiegt wurden.
Eine interessante Frage wäre, zumindest für eine hübsche "alternative Geschichte", was wäre passiert wenn die Kommunarden doch auf Versailles marschiert wären?
Hätte ein sozialistisches Frankreich neben einem monarchistischem deutschen Reich existieren können?
Hätten die Kommunarden die Kolonien in die Unabhängigkeit entlassen? Hätten sie in den Kolonien auch den Sozialismus eingeführt?
Gibt es so ein Buch/Film etc.? Ich hätte gerade echt Lust darauf das zu lesen. Tongue (Edit: oder zu sehen... ich lese keine Filme...)

Zitat:Die Kritik sollte hier aber primär sein, dass es bei einem Glücksversprechen bleibt, welches letztendlich nicht eingelöst wird.

Stimmt.

Zitat: Andere Staaten finden dagegen ein individuelles Glück für vernachlässigbar.

Stimmt auch. Aber positiv gedacht: Wenn ich nichts verspreche kann mir auch niemand vorwerfen mein Versprechen gebrochen zu haben.


Politischer Smalltalk - FireBird - 17.02.2017

Die EU will sich wohl selbst zerlegen.
Zitat:Auch gerichtlich nicht angeordnete Websperren werden damit zum legitimen Mittel gegen Online-Inhalte, die etwa Terrorismus verherrlichen.
Willkürliche Zensur ist damit Tür und Tor geöffnet!11!
Wie oft hatten wir schon Websperren?
Jedesmal sind sie gescheitert, aber scheinbar vergessen Politiker jede Nacht alles. Sad

Zitat:Auch Nutzer, die ein Handbuch zum Bombenbau herunterladen, um einen Terrorakt auszuführen, könnten im Sinne der Richtlinie verurteilt werden.
Lernt man sowas nicht auch an der Uni? Also müssen wir jetzt alle Professoren, WiMis und Studenten einsperren. Lol
Besonders witzig:
Zitat:Gegen Verdächtige sollen die Sicherheitsbehörden gemäß den Erläuterungen neben kleinen und großen Lauschangriffen auch Staatstrojaner einsetzen dürfen, um eine geheime "elektronische Überwachung" von Gefährdern durchführen zu können.
Zitat:Wer rechtswidrig in IT-Systeme eingreift oder illegal Daten abfängt, muss künftig damit rechnen, als Terrorist schwer bestraft zu werden.
Also landen die Geheimdienstmitarbeiter danach im Knast? Big_smile
Fassungslos macht mich das hier:
Zitat:Auch der neue Straftatbestand der öffentlichen Provokation sei gefährlich für die Meinungsfreiheit.
Quelle heise via fefe

Damit wünsche ich der EU alles Gute und hoffe das sie einen Eisberg rammt und untergeht.

Ich verliere langsam das Vertrauen in die Demokratie, was mich ziemlich fassungslos macht. Yikes


Politischer Smalltalk - Gast - 17.02.2017

Man will es ja eigentlich nicht sagen^^ Aber Ohne Napoleons Civil rights. Hätte die Revolution nur eine Tarynei hervor gebracht... Letztendlich führen Revolutionen nur ganz selten zu einen positiven ergebnis. (Zumindest wenn sie mir gewalt ausgefochten werden)


Politischer Smalltalk - menag - 18.02.2017

Erdogan zittert

Zitat:Das Auswärtige Amt hat an die türkischen Behörden appelliert, dem deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel ein rechtsstaatliches Verfahren zu gewähren.



Politischer Smalltalk - Likedeeler - 18.02.2017

FAKE NEWS!

Spoiler!:



Politischer Smalltalk - Gast - 18.02.2017

menag;18200 schrieb:Erdogan zittert

Zitat:Das Auswärtige Amt hat an die türkischen Behörden appelliert, dem deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel ein rechtsstaatliches Verfahren zu gewähren.

In panic raucht er wahrscheinlich schon das Blut Geld für den Flüchtlings Deal^^


Politischer Smalltalk - Likedeeler - 18.02.2017

Das ehemalige Nachrichten-Magzin weiß mal wieder erstaunliches zu berichten:
Zitat:Mit nichts anderem ist zu rechnen, nachdem nun 52 von 46 Senatoren die Ernennung des Klimawandel-Skeptikers als Klimawandel-Chefbeauftragten bestätigt haben.

An die Mathe-Cracks hier: wie heißt das, wenn die Teilmenge größer ist als die gesamte Menge? Wink


Politischer Smalltalk - Gast - 18.02.2017

Bis man sich noch nicht einma mühre gibt aufaunfällig die Zahlen zu vedrehen?

//FQ entfernt. -Julia


Politischer Smalltalk - Kirin - 19.02.2017

Old & busted: Russen verbreiten Gerüchte über die Vergewaltigung einer Minderjährigen durch Flüchtlinge in Berlin
New Hotness: Russen verbreiten Gerüchte über die Vergewaltigung einer Minderjährigen durch Bundeswehrsoldaten in Litauen

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Old & busted: Zehntausende Deutsche protestieren gegen die Aufnahme von Flüchtlingen
New Hotness: Hunderttausende Katalonier protestieren für die Aufnahme von Flüchtlingen
Ob die wohl schon mal in den letzten 2 Jahren einen x-beliebigen Bahnhofsvorplatz in Deutschland oder Österreich gesehen haben? Smile


Politischer Smalltalk - Kirin - 20.02.2017

Zitat:„Barack Obama hatte (während seiner Amtszeit als US-Präsident, d.Red.) ‚Fox News‘ krisitiert. Und wenn Donald Trump die ‚New York Times‘ kritisieren will, ist das okay. Aber es ist etwas anderes, wenn man sagt, dass wir (die Medien, d. Red.) der Feind des amerikanischen Volkes sind.“
Dann fuhr Wallace fort: „Ich weiß, dass viele Zuhörer (von ‘Fox News‘, d.Red.) reflexartig auf Trumps Seite springen.“ Jedoch sei das „sehr gefährlich“ sagte Wallace und implizierte, dass man mit Trumps Standpunkten nicht unkritisch umgehen dürfe, nur weil er ein Präsident ist, für den man selbst gestimmt hat. Am selben Tag hatte Wallace auch mit dem Stabschef des Weißen Hauses, Reince Priebus, ein Interview geführt. Rund vier Minuten ging es hin und her zwischen den beiden. Priebus versuchte, Trumps Äußerungen zu relativieren. In der Folge redete sich Wallace in Rage: „Schaut mal. Wir sind erwachsen. Wir kritisieren Präsidenten. Dass diese uns auch kritisieren, ist okay“, sagte er und fuhr fort: „Aber wenn er sagt, dass Fake News ... der Feind des amerikanischen Volkes sind, glaube ich, dass er eine wichtige Grenze überschritten hat“.
Quelle (welt.de)

Moment, was? Sogar fucking Fox News wird das langsam zu dämlich? Lol


Politischer Smalltalk - menag - 23.02.2017

Deutschland von der Karte streichen, Frankreich soll bis Polen Dänemark soll bis Italien reichen.


Politischer Smalltalk - Likedeeler - 23.02.2017

Zitat:Der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der schleswig-holsteinischen AfD, Jörg Nobis, sagte der „Welt“
Ah ja, CDU, SPD, FDP, Grüne, Piraten und Linke kommen nicht vor, aber die 'Welt' befragt ganz selbstverständlich 'n AfD-Typen...