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Politischer Smalltalk - DeeperSight - 24.01.2017

@menag

Das hatten wir doch schon alles zig Mal durchgekaut. Sad

@all

Wenn man dieser Forscherin glauben mag, hat Trump die Klimaforschung getötet. https://twitter.com/EricHolthaus/status/823906959090819072


Politischer Smalltalk - FireBird - 24.01.2017

Sowas passiert wenn man nur von einer Quelle Geld bekommt.


Gabriel wird nicht Kanzlerkanditat und gibt den Parteivorsitz auf.
Nachfolger wird wohl Martin Schulz.


Politischer Smalltalk - Gast - 24.01.2017

Nun das ist diktaturische Masnahme nummer 2^^ Nummer 1 war die rede von einen politisch geeinten Amerika.
Jetzt legt man ohne irgendwelche Mandate ein Insitut lahm...
Naja da müssten die Amerikaner jetzt aufwachen und zusammen mit generalstreiks und gemeinsamen Wiederstand die Regierung lahmlegen... Doch leider wird der Idioten anteil wieder zu spät aufwachenSad


Politischer Smalltalk - FireBird - 24.01.2017

Wer gibt einen das Recht eine demokratisch legitimierte Regierung zu stürzen?

In meinen Augen niemand, zumindest sofern keine Verstöße gegen irgendwas vorliegen und bisher hat Trump nichts getan, was die demokratische Ordnung stört.


Politischer Smalltalk - Gast - 24.01.2017

FireBird;17545 schrieb:Wer gibt einen das Recht eine demokratische legitimierte Regierung zu stürzen?

Das Recht einer Demokratie! "Wenn der gewählte, seine Macht missbraucht, dann ist es das Recht, wenn nicht sogar die Pflicht des Volkes, zu handeln." (Müsste gerade überlegen welcher sehr kluge mann das mal gesagt hat)


Politischer Smalltalk - FireBird - 24.01.2017

Trump hat seine Macht nur für nichts missbraucht, daher trifft dieses Zitat nicht zu.
Was nicht heißt, dass man gegen in seinen Augen falsche Augen nicht demonstrieren sollte, allerdings ist das eine andere Ebene, nämlich eine die man bei jeder Entscheidung anwenden kann und nicht, wie das "Regierung lahmlegen" nur in Ausnahmefällen.


Politischer Smalltalk - Likedeeler - 24.01.2017

menag;17535 schrieb:Ich empfinde die Bombardierung deutscher Städte als richtig, weil es einen von Deutschland begonnenen Krieg gab und Deutschland Juden vergaste.
DeeperSight;17536 schrieb:Dresden war unnötig.
Ich würde sagen, die Bombardierung deutscher Städte war insoweit richtig, weil es einen von Deutschland begonnen Krieg gab - und soweit dies militärisch notwendig war.

Der letzte Punkt ist leider sehr interpretationsfähig: bis wohin waren Zerstörungen notwendig? Die kriegswichtige Infrastruktur auszuschalten kann ich vertreten, die geplante Zerstörung von zivilen Gebieten (auch mit Phosphor etc.) nicht. Als Ziel als solches war Dresden mE legitim. Und bei Deutschlands Rolle in diesem (totalen) Krieg verbietet sich mMn übertriebens Rumgeheule über deutsche Verluste.


Politischer Smalltalk - menag - 24.01.2017

Phosphor wurde aber nur in Hamburg verwendet. Beim Rest stimme ich dir zu.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 24.01.2017

Zitat:Ich würde sagen, die Bombardierung deutscher Städte war insoweit richtig, weil es einen von Deutschland begonnen Krieg gab - und soweit dies militärisch notwendig war.

Ich hoffe doch mal einfach das bis auf eine extrem kleine Minderheit aus Höckes jeder dieser Position zustimmt. (An dieser Stelle möchte ich nichts anderes hören... ich lebe weiter in meiner kleinen glücklichen Welt in der eine überwältigende Mehrheit nicht glaubt das Deutschland ein Opfer im zweiten Weltkrieg gewesen sei.)

Zitat:Und bei Deutschlands Rolle in diesem (totalen) Krieg verbietet sich mMn übertriebens Rumgeheule über deutsche Verluste.

Dem werden vermutlich weniger zustimmen. Trotzdem: Absolut richtig.
[Mit folgendem Zusatz: Das bedeutet aber nicht das man die Aktionen die zu diesen Verlusten geführt haben glorifizieren muss. - Was ja zumindest von meiner Seite die Kritik an menag ist, ich glaube DeeperSight geht da wirklich etwas weiter, bin mir aber nicht sicher. Verehrung von Kriegs"helden" ist mir sowieso zuwider.]

----

Aber viel wichtiger - wie es hier schon angemerkt wurde: Gabriel ist weg vom Fenster.
Schulz ist Kandidat.
Wenn jetzt noch Nahles zurücktritt und irgendjemand Fahimi aus der Versenkung holt und Schulz sich mehr auf seinen pro-europäischen als auf seinen wirtschaftsliberalen Kurs verlässt, dann könnte die SPD wählbar werden? Zumindest wäre dann das was ich für mich als Minimalvoraussetzung beschrieben hatte erfüllt.
Das fühlt sich gruselig an beim tippen.
Ich glaube nicht wirklich das ich am Ende tatsächlich die SPD wählen würde, aber ich werde es beobachten. Wenn die Partei nun einen echten Neustart hinlegt dann ist es eine Überlegung wert.
Es muss halt nur irgendjemand Schulz davon überzeugen das er sich in erster Linie für die Sozialdemokratie einsetzen soll. Besser als Gabriel ist er auf jeden Fall... aber wer wäre das nicht?


Politischer Smalltalk - Gast - 25.01.2017

Das Problem in den fall ist... Bis es ja weit über den Militärischen rahmen hinaus ging!
Also zumindest einigen in Militär ging es damals um reine Rache und um die vernichtung von Zivil zielen!
Gibt da ein paar sehr berühmte Zitate. Insbesondere bei der Ausbombungen zu ende des Krieges ging es nur noch darum die Bevölkerung in angst zu versetzen. (deswegen hat man auch versucht, die Flugzeug angriffe auf eine 24 Stunden ausbombung abzustimmen)

Habe ich mitleid mit den Deutschen? NEIN! Ist es deswegen gerechtfertigt? ebenfalls NEIN! Wenn wir anfangen Kriegsverbrechen damit zu rechtfertigen, dass es die bösen trifft... Sind wir dann besser wie die Nazis? In ihren Augen waren die Juden schlißlich auch die bösen... Kriegsverbrechen sind nie gerechtfertigt! Deswegen ist es auch wichtig, dass man auch solche taten nie vergisst. Wie z.b. auch die Russischen Rache Actionen...


Politischer Smalltalk - Skafdir - 25.01.2017

Aber die Aufarbeitung könnte man vielleicht auch den Tätern überlassen, nicht das man da nicht historisch arbeiten dürfte, allerdings die politische Dimension dabei sollten wir vielleicht doch eher ruhig angehen. Wir hatten genug eigenen Dreck am stecken.

Und unabhängig davon wie übertrieben es war und wie falsch die Motive gewesen sein mögen. Wenn es jemals irgendeine Situation gegeben hat in der man diesen normalerweise unsäglich dämlichen Spruch "Der Zweck heiligt die Mittel" anbringen kann, dann wohl wirklich beim Sieg über das NS-Regime. Anders ausgedrückt: bei allem was vielleicht falsch gelaufen sein mag, bin ich in allererster Linie froh das die Alliierten gewonnen haben.

Kriegsverbrechen der Alliierten erforschen? Ja.
Mit dem Finger auf die USA, GB und Russland zeigen? Nein.


Politischer Smalltalk - Likedeeler - 25.01.2017

menag;17549 schrieb:Phosphor wurde aber nur in Hamburg verwendet.
Schau an; dann wunder ich mich weniger, dass man so wenig davon weiß. Von einem 'Hamburger Opferkult' (vergleichbar Dresden) habe ich allerdings noch nie etwas mitbekommen.


Skafdir;17550 schrieb:Wenn ... Schulz sich mehr auf seinen pro-europäischen als auf seinen wirtschaftsliberalen Kurs verlässt, dann könnte die SPD wählbar werden? ...
Besser als Gabriel ist er auf jeden Fall... aber wer wäre das nicht?
Wieso wäre er besser? Was verbindest du mit ihm? Ich glaube auch nicht, dass sich für solche Leute pro-europäisch und wirtschafts-liberal ausschließen.

Für mich kann die SPD komplett in die Tonne, wie's einigen europäischen Traditions-Parteien ja schon passiert ist. Ein weiterer Beweis für mich ist die Personalie Steinmeier; für mich ein asoziales ... mit reichlich Schmutz und Blut an den Händen. #notmypresident


Politischer Smalltalk - menag - 25.01.2017

Likedeeler;17556 schrieb:Schau an; dann wunder ich mich weniger, dass man so wenig davon weiß. Von einem 'Hamburger Opferkult' (vergleichbar Dresden) habe ich allerdings noch nie etwas mitbekommen.

Deshalb die Frage, weshalb gerade Dresden unnötig war. Dresden ist nichts besonderes. Und dann stellt sich die Frage, ob mit der Unnötigkeit Dresdens nicht auch die Unnötigkeit der meisten anderen Bombardierungen folgen würde.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 25.01.2017

Zitat:Wieso wäre er besser? Was verbindest du mit ihm?


Vor allem jemanden der ernsthaft an Europa glaubt und es auch vorantreiben will.
Das ist auch der Grund warum ich bei aller Abneigung gegen die SPD Schulz ernsthaft als Option sehe. Dabei geht es nicht darum die SPD an sich dann gut zu finden, sondern vor allem darum anderen Parteien die meine Stimme vielleicht eher verdient hätten ein Zeichen zu geben. Für oder gegen Europa ist für mich das absolute Ausschlusskriterium. Da bin ich dann tatsächlich bereit ein klein wenig von dieser wirtschaftsliberalen Scheiße zu schlucken die sowieso von allen Parteien mit echten Chancen verbreitet wird.

Die EU wie sie jetzt ist muss reformiert werden und zwar unbedingt, aber eben reformiert. Wenn sie jetzt abgeschafft würde, sähe ich keine Chance das sie derzeit wieder besser aufgebaut würde.

Zitat:Ich glaube auch nicht, dass sich für solche Leute pro-europäisch und wirtschafts-liberal ausschließen.

Absolut nicht. Sieht man ja auch an der derzeitigen EU, die ist vor allem ein Wirtschaftsbündnis. Das ist besser als gar keins, aber einer der vielen Reformpunkte.

Ich habe die Hoffnung das Schulz, wenn er sich der Sozialdemokratie wieder zuwendet auch auf europäischer Ebene Wirkung haben könnte und so die Sozialdemokraten aus ganz Europa etwas Rückenwind kriegen könnte. Eine ähnliche Hoffnung verbinde ich mit Emmanuel Macron in Frankreich, auch wenn der keine echten Chancen hat.

Ich bin ja schon zufrieden wenn die Politiker die antreten nicht gegen Europa sind und dann im zweiten Schritt Europa nicht als Erfüllungsgehilfen von Partikularinteressen betrachten. Man ist desillusioniert...


Politischer Smalltalk - FireBird - 25.01.2017

"America first!", sagt Trump.
"Mexico first!", sagt Mexiko.
"Canada first!", sagt Kanada

Und China sagt nicht China zuerst.
Damit haben wir unsere neue Supermacht.

Ich würde nicht in Amerika sein wollen und noch weniger dort hin wollen.