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Politischer Smalltalk - schmatzler - 21.12.2016

Snickers für Linkshänder hatte es vorhergesagt:
[Bild: mini_cola0.png]

Und prompt ist Coca Cola auch 5 Stunden später nachgezogen und hat den Weihnachtstruck in Berlin abgesagt:
[Bild: mini_cola.png]

Ich finde ja, dass genau durch diese political correctness der Terrorist jedes Mal gewinnt. Wir schränken uns ein, wir lassen Dinge ausfallen. Wenn das Leben einfach so weitergehen würde wie bisher, wäre das ein viel größerer Mittelfinger in das Gesicht desjenigen, der versucht hat, uns Angst einzujagen und den Alltag zu stören.


Politischer Smalltalk - FireBird - 21.12.2016

Damit helfen sie dem IS. Mad
Dummerweise kann man ein Unternehmen von dem fast nie was kauft auch nicht sinnvoll boykottieren. Sad


Politischer Smalltalk - Kirin - 21.12.2016

@Skafdir
Zitat:Ich glaube der Typ in dem Zitat will die Gewalt gar nicht verteidigen. Sondern nur darlegen, dass es eben wirklich gewalttätige Auslegungen des Islams gibt.
Ich habe das schon so verstanden bzw. den Beitrag so interpretiert, dass wohl auf dieser salafistischen Seite der Täter verurteilt und behauptet wurde, der Anschlag hätte mit dem Islam nix zu tun, woraufhin der Kommentator erläutert hat, dass es keinen islamischen Konsens gäbe, dass das Töten von "Ungläubigen" nun verwerflich sei und dass es darum auch nicht verwerflich ist. (Edit: Ein richtiger FireBird-Satz Big_smile No offense)
So wie er schreibt, stammt er ja eindeutig selbst aus der salafistischen Szene und nicht aus dem anderen Lager.

---

Das sehe ich auch so, schmatzler.
Dazu hat jemand Anders auch ein gutes Video gemacht:



Politischer Smalltalk - Skafdir - 21.12.2016

@Kirin: Kann natürlich sein. Dafür bräuchte man den Zusammenhang in der Gruppe. So für sich kann es auch einfach jemand sein der darstellen will das es eben gewalttätige Strömungen im Islam gibt. Aber die andere Interpretation ist genauso möglich und da ich kein FB habe und das auch sicher nicht raussuchen würde, muss ich mich auf die Sichtweise aus dem Artikel verlassen. Also unter den gegebenen Informationen hast du recht. ^^

Ich muss aber sagen ich bin bisher sehr positiv überrascht von den Reaktionen.
Im Prinzip findet man bei den entsprechenden Extremisten die jeweils zu erwartenden Reaktionen, währen die meisten anderen sich anscheinend nicht von irgendwelchen Terroristen oder ihren braunen Nutznießern das Leben diktieren lassen wollen.
Ich hoffe das diese Wahrnehmung meinerseits auch der Realität entspricht. Wäre einfach ein schönes Zeichen für unsere Gesellschaft insgesamt.

@Coca-Cola: Was genau erhoffen sie sich damit das zu streichen? Was wird damit "geändert" oder "verhindert"? Ich sehe keinen nutzen darin das nicht zu tun. (Ja Pietät ist wichtig. Aber man sollte auch bedenken das das Leben den Lebenden gehört und ich glaube ein Zeichen zu setzen wäre wichtig. Auch wenn der Cola-Truck nun nicht wirklich zwingend zu Weihnachten gehört. Aber ein "es geht halt wie gewohnt weiter" ist das beste Zeichen.)


Politischer Smalltalk - Kirin - 21.12.2016

Skafdir;16046 schrieb:Ich muss aber sagen ich bin bisher sehr positiv überrascht von den Reaktionen.
Im Prinzip findet man bei den entsprechenden Extremisten die jeweils zu erwartenden Reaktionen, währen die meisten anderen sich anscheinend nicht von irgendwelchen Terroristen oder ihren braunen Nutznießern das Leben diktieren lassen wollen.
Ich hoffe das diese Wahrnehmung meinerseits auch der Realität entspricht. Wäre einfach ein schönes Zeichen für unsere Gesellschaft insgesamt.
Das Gefühl habe ich auch: Die Medien sind gerade wieder voll im GAU-Modus (ist ja auch der erste vermutlich islamistische Anschlag mit mehreren Toten), aber die Bevölkerung springt irgendwie nicht so ganz drauf auf. Vielleicht ist das auch so, weil wir in letzter Zeit eigentlich nur mehr darauf gewartet haben, dass etwas derartiges auch bei uns passiert, nachdem bisherige Anschläge immer ganz knapp mit Aufdeckung der Täter oder "nur" mit Verletzten endeten. Es war klar, dass irgendein Islamist früher oder später auch eine größere Anzahl "weicher Ziele" in Deutschland töten wird, aber ich habe das Gefühl, bis jetzt gehen wir als Gesellschaft recht souverän mit der Situation um, sehr viel anders als wenn so etwas vor einem Jahr passiert wäre. Ich würde mir von FAZ, Welt, Standard etc. wünschen, dass auch die ständige IS-Propagandafutter-Aasgeierei aufhört (mit Sinnlos-Informationen gefüllte Liveticker oder sowas wie der von mir weiter oben verlinkte Tattoine-Artikel, der keine Daseinsberechtigung hat außer "lass mal noch schnell so viel irrelevante Artikel wie möglich raushauen, die wenigstens irgendeinen Bezug zu den aktuellen Anschlägen haben").


Politischer Smalltalk - Julia - 21.12.2016

Skafdir;16046 schrieb:@Coca-Cola: Was genau erhoffen sie sich damit das zu streichen? Was wird damit "geändert" oder "verhindert"?
Ich denke mal, es geht nicht ums Feiern als solches, sondern um das Symbol eines LKWs. So kurz nach der Katastrophe ist vielleicht etwas unangebracht gerade LKWs als besinnliches Objekt darzustellen.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 22.12.2016

Point taken

Ist durchaus ein berechtigtes Argument.

Zu den erwartbaren Reaktionen der Extremisten:
Die AF-"wir repräsentieren die bürgerliche Mitte"-D zeigt nun also auch öffentlich welche Gesinnungsgenossen diese bürgerliche Mitte angeblich hat.
Die Ausreden werden spärlich, so dass in bälde der nette Mensch aus der Nachbarschaft, Bekanntenkreis, wasauchimmer, nicht mehr dazu gezwungen ist jede Parolen mit diesem unsäglichen "Ich hab ja nichts gegen XY, aber..." einzuleiten.
Ich sage: Weiter so. Wir haben glaube ich alle keine Lust mehr auf dieses ewige um den heißen Brei reden. Mut zur Ehrlichkeit, dann weiß man wenigstens woran man ist.


Politischer Smalltalk - schmatzler - 28.12.2016

Zitat:Nach den tödlichen Schüssen eines sogenannten Reichsbürgers im mittelfränkischen Georgensgmünd hat Innenminister Herrmann angekündigt, Reichsbürger zu entwaffnen. Bislang haben Behörden und Polizei etwa 290 Reichsbürger ermittelt, die eine waffenrechtliche Erlaubnis haben.
http://www.br.de/nachrichten/reichsbuerger-waffen-erlaubnis-100.html


Politischer Smalltalk - menag - 02.01.2017

Ich habe herausgefunden, wieso Trump so böse ist:

Senior Hamas official Mahmoud Zahar schrieb:Trump loves the Jews, and not only because he likes the Jewish religion. I do not rule out the possibility that he is a Jew. [...] He loves the Jewish religion and the most important thing in the Jewish religion is Jewish money.

Danke Titanic!

Edit: Um Missverständnissen vorzubeugen: Das Zitat ist echt, die Titanic hat mich nur darauf gestoßen.


Politischer Smalltalk - menag - 03.01.2017

menags meinung zu Köln:
Die Medien in den letzten Tagen waren irrwitzig. Es fing alles an mit einem ziemlich langweiligen Satz:

Simone Peter schrieb:Allerdings stellt sich die Frage nach der Verhältnis- und Rechtmäßigkeit, wenn insgesamt knapp 1000 Personen allein aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt wurden.

Es wurde also die Frage gestellt, ob der Polizeieinsatz in Köln Verhältnis- und Rechtmäßig war. Daraufhin blökte fast die komplette Medienlandschaft auf Simone Peter ein. Die selbe Medienlandschaft, welche in den letzten Jahren fast einstimmig der Meinung war, Political Correctness verbiete es bestimmte Themen anzusprechen, Themen, welche ja tatsächlich ständig angesprochen und besprochen werden. Die FAZ setzte noch einen drauf und sah in der Äußerung eine Gefährung der >Handlungsfähigkeit des Staates<:

Zitat:Wer der richtig und entschlossen handelnden Kölner Polizei Rassismus vorwirft, setzt die Handlungsfähigkeit des Staates aufs Spiel.

Die Dämlichkeit dieser Aussage brachte meiner Meinung nach Tim Wolff (Titanic) gut auf den Punkt

Tim Wolff schrieb:ach, es wäre so schön, wenn man als linksgrünversiffter Spinner mit etwas Kritik tatsächlich die Handlungsfähigkeit des Staates gefährden könnte. So ist das aber auch wieder nur die Umkehr tatsächlicher Verhältnisse, mit der die herrschende Meinung sich selbst absichert.

Dabei besteht das Hauptargument der Frage-Gegner (und mehr als die Frage wurde bisher garnicht diskutiert) darin, dass es weniger Übergriffe gab - der Zweck heiligt also die Mittel. Dabei hätte ebendiese Debatte auch gute Argumente für diesen Polizeieinsatz bringen und die Antwort auf die von Peter gestellte Frage auch einfach >ja, der Einsatz war verhältnis- und rechtmäßig< lauten können. Niggemeier formulierte es wie folgt:

Stefan Niggemeier schrieb:Vielleicht kämen im Lauf einer solchen Debatte genauere Informationen ans Licht, wer denn da wirklich anreiste am Silvesterabend und warum, wer da wirklich festgesetzt wurde und aufgrund welcher Kriterien – die ersten Informationen darüber waren lückenhaft und widersprüchlich.



Politischer Smalltalk - Gast - 03.01.2017

Das die Polizei nach letzten Jahr etwas vorsichtiger ist, ist durchaus verständlich. Nur hier ist halt wirklich die frage, warum man nicht einfach erklären kann, dass man einen begründeten verdacht hatte, das Täter des letzten Jahres unter den Menschen sind.

Die Hetz medien reaktion auf die Frage macht mir aufjedenfall sehr große sorgen!
Denn hier merkt man, wie schnell jemand zum Feind werden kann, wenn man der öffentlichen Meihnung wiederspricht!


Politischer Smalltalk - FireBird - 05.01.2017

Linkbeschreibung hier...

Kam mir gerade in meinem Twitterfeed entgegen.
Der Typ hat eine ziemlich extreme Meinung, aber was passiert ist, ist nicht zu akzeptieren.


Politischer Smalltalk - DeeperSight - 05.01.2017

@menag

Normalerweise halte ich es nicht für ein Problem, verstärkt auf Nordafrikaner zu achten, besonders wegen dem, was letztes Jahr geschehen ist. Auch finde ich Rassismusvorwürfe gegen die Polizei meist arg überzogen und gerade von Seiten der Grünen irrwitzig. Ich kann auch keinen ausgemachten Rassismus in der Sache erkennen. Aber ich kann rassistische Elemente darin erkennen.

Was mich nicht schockierte, war nicht die Bezeichnung Nafri, die ja nichts anderes als eine Abkürzung ist. Die Scheindebatte um das Wort verhindert nur eine Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Problem: Inwieweit ist es gerechtfertigt, Nordafrikaner zu beobachten, nachdem schon einige Fälle von Störungen (Köln letztes Jahr) und Anschlägen (Berliner Weihnachtsmarkt) passierten?

Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Was ich mich jedoch sehr stutzig werden lies, ist die Handlung zig Nafris (jaja, das Böse Wort) aus einem Zug zu holen. Man muss sich die Situation mal vorstellen. Da stürmen Polizisten einen Zug und zerren alles raus, was irgendwie nach einem Ausländer oder Migranten aussieht. Dazu noch die Frage des einen Polizeisprechers, dass ihm nicht klar sei, was so viele Nafris eigentlich auf der Straße zu suchen hatten. Da fiel mir gleich alles aus dem Gesicht. Ja, es waren einige auf dem Weg zum Dom. Ja und?! Ist es ein Verbrechen dorthin zu gehen? Es war Silvester? Nur weil ein Haufen Asylanten zu einem Ort gingen, an dem mal ein Verbrechen stattfand, heißt das nicht, dass sie dort eine Wiederholung planten. Vielleicht planten sie sich friedlich zu verhalten und so ein Zeichen gegen das, was vorletztes Silvester passierte zu setzen. Das werden wir nie erfahren. Man hätte sie anreisen lassen können. Gerne mit verstärkter Polizeipräsenz am Domplatz. Aber diese "Razzia" war schon hart. Vor allem ohne dringenden Tatverdacht.

Dass die Polizei hart reagierte, mache ich ihr ja überhaupt nicht zum Vorwurf. Nur die Verdächtigung, dass jemand was Böses plant, nur weil er sich in der Silvesternacht auf der Straße befindet und dabei nicht wie ein handelsüblicher Deutscher aussieht, das hat für mich einen Beigeschmack.


Politischer Smalltalk - Kirin - 05.01.2017

@FireBird
Das ist wirklich erschreckend und ekelhaft. Zum Glück sind Gauner heutzutage ja dumm genug, ihre Verbrechen auf Video zu dokumentieren und unter ihrem Klarnamen auf Facebook zu posten.

@DeeperSight
Bei Nafri regen sich wohl viele Leute deswegen auf, weil die Polizei das Wort statt wie ansonsten nicht nur intern, sondern auch in offiziellen Tweets verwendet hat (hier z.B.Smile

Etwas wirklich Rassistisches sehe ich auch nicht. Ich weiß nicht, ob es auch einen Aufschrei gegeben hätte, wenn hier "Briten" gestanden wäre und es sich um ein Fußallspiel mit hoher potentieller Hooligan-Quote gehandelt hätte.
Zitat:Vielleicht planten sie sich friedlich zu verhalten und so ein Zeichen gegen das, was vorletztes Silvester passierte zu setzen. Das werden wir nie erfahren.
Das würde ich auf einer Wahrscheinlichkeitsskala von 1 bis 10 mal mit einer 1 einstufen, wobei ich euch grundsätzlich recht gebe, vor allem, wenn man sich mal Berichte wie diesen anschaut.
Zitat:Die Schicksalsorte der Kölner Silvesternacht 2015 trennt eine Wand aus Glas. Auf der einen Seite ist die Halle des Hauptbahnhofs, auf der anderen Seite der Bahnhofsvorplatz. Hunderte Verbrechen wurden an diesen beiden Orten vor einem Jahr begangen, in nur einer Nacht. Sechs Türen führen durch die Glaswand. Jetzt, etwa eine halbe Stunde vor dem Jahreswechsel, sind drei davon abgeriegelt. Bundespolizisten mit Maschinenpistolen stehen davor. Eine Tür dient als Eingang in den Bahnhof. Nur durch die Tür ganz links und die Tür ganz rechts kann man die Halle verlassen. Aber man hat keine Wahl, welche man nimmt.

Eine Gruppe dunkelhäutiger Männer geht auf die linke Tür zu. Alle werden abgewiesen. Der Polizist zeigt auf die rechte Tür. Alle gucken verwundert. Führen nicht beide Türen auf den Vorplatz? Und haben sie vor sich nicht schon ganz viele Leute durch die Tür gehen sehen? Was soll's – die Gruppe dreht ab und versucht es an der rechten Tür. Dort kommt sie durch. Mit ihnen versucht eine Gruppe aus drei Pärchen die rechte Tür zu nutzen. Aber der Polizist schüttelt den Kopf, streckt seinen Arm aus und zeigt auf die linke Tür. Dort mischen sich die Pärchen in den Pulk und passieren ohne Probleme.

Man kann sich in die Bahnhofshalle stellen und raten: Wen werden die Polizisten nach links schicken, wen nach rechts? Ein einzelner Schwarzafrikaner? Nach rechts. Ein einzelner Araber, oder jemand, der so aussieht? Nach rechts. Ein Blonder ohne Mütze? Nach links. Ein Araber in Begleitung einer Frau? Nach links. Nach und nach wird das Schema deutlich: Wer nicht im engeren Sinne weiß ist und nicht in Begleitung einer Frau, muss fast immer die rechte Tür nehmen, die anderen die linke Tür. Zwei junge Männer mit schwarzen Haaren und aufwändiger Bartfrisur werden zuerst links, dann rechts abgewiesen.
In Indien gab es übrigens an Silvester ähnliche Vorfälle wie letztes Jahr in Köln, nur viel massiver.
Zum Glück fand der Innenminister passende Worte:
Zitat:Sie versuchen die westlichen Frauen zu kopieren, nicht nur ihre Einstellungen, sondern auch ihre Kleidung. Also geschehen manche Belästigungen, manche Mädchen werden begrapscht, diese Dinge passieren.
(Quelle)


Politischer Smalltalk - menag - 05.01.2017

Mir ging es auch eher um die Debatte an sich, nicht um eine Bewertung der Situation (diese kann man vermutlich sowieso erst wirklich einschätzen, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen und da wurden bisher schon unzählige widersprüchliche Aussagen von verschiedenen Polizeiführern veröffentlicht). Gerade in solchen Situationen sollte es doch möglich sein über die Mittel, welche die Polizei einsetzte, zu diskutieren. Dies wurde aber in den ersten Tagen völlig unterbunden und das absurde dabei war, dass eine Debatte meist von denen "verboten" wurde, welche sich sonst über die ganzen PC-Verbote beschweren.