hirnschwund.net Forum
Politischer Smalltalk - Druckversion

+- hirnschwund.net Forum (https://hirnschwund.net/forum)
+-- Forum: Allgemein (https://hirnschwund.net/forum/forum-3.html)
+--- Forum: Gesellschaftstalk (https://hirnschwund.net/forum/forum-16.html)
+--- Thema: Politischer Smalltalk (/thread-29.html)



Politischer Smalltalk - Kirin - 05.09.2016

KuchenTV kriegt etzala gleich 1 Schlaganfall:

Hm, ihm sollte mal wer erklären, dass Jennifer Rostock keine Person ist, sondern ne Band (wenn auch ne richtig Schlechte).
Teilweise hat er halt schon recht, wenn auch oft viel zu einfach gedacht.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 05.09.2016

menag;9268 schrieb:
hans_wurst;9264 schrieb:Ich hab zwar keine Ahnung warum Wagenknecht am rechten Rand fischt, aber sie ist trotzdem noch linker als die gesamte Grüne Partei.

Nein.

Wirtschaftspolitisch schon, da sind die Grünen nämlich näher an der FDP als an irgendetwas anderem...

Ansonsten zur Frage ob Wagenknecht repräsentativ ist:
Da sie nach ihren letzten Äußerungen nicht geteert und gefedert aus der Partei geworfen wurde, scheint sie repräsentativ genug zu sein.

Aber derzeit will in jeder Partei irgendjemand mit Rassismus punkten. Das liegt halt im Trend und heute muss man sich damit beeilen auf einen Modezug aufzuspringen, das wechselt so schnell, wenn man da mal nicht schnell ein paar rechte Parolen raushaut hat man den richtigen Zeitpunkt verschlafen und damit ist auf Twitter und Facebook für alle Zeiten festgehalten das man einfach nicht trendy genug ist.
Mit Empathie, Mitleid und insgesamt Menschlichkeit gibt es keine Retweets und Likes und jeder weiß das Facebooklikes die beste Wahlprognose überhaupt sind.

Also vielleicht tut man der guten Frau Wagenknecht auch einfach unrecht. Vielleicht versucht sie gar keinen echten Rechtsruck, vielleicht ist sie auch einfach nur zu aufmerksamkeitsgeil für ein Rückgrat.


Politischer Smalltalk - FireBird - 05.09.2016

Julia;9250 schrieb:
Charlemagne;9247 schrieb:Die Linke wäre die perfekte Partei für Studio60. Vermutlich gibts da ne menge überschneidungen bei den Politischen ansichten. Tongue
Bitte??? Rechts-Links-Schwäche?
War laut Bartoschek nicht die politische Landschaft ein Kreis?
Demnach stünden die Linken direkt neben den Rechten.


Politischer Smalltalk - menag - 05.09.2016

Skafdir;9272 schrieb:Also vielleicht tut man der guten Frau Wagenknecht auch einfach unrecht. Vielleicht versucht sie gar keinen echten Rechtsruck, vielleicht ist sie auch einfach nur zu aufmerksamkeitsgeil für ein Rückgrat.

So kann man das natürlich auch relativieren. Wie man dann aber noch ernsthaft gegen die AfD argumentieren will, das müsstest du mir dann erklären.


Politischer Smalltalk - DeeperSight - 05.09.2016

@FireBird

So ist es ja auch. Smile


Politischer Smalltalk - hans_wurst - 05.09.2016

Nicht nur wirtschaftspolitisch, Skaf. In der Ukrainefrage haben sie die Rechtsradikalen klkeingeredet, den Krieg in Libyen teils befürwortet, gegen Flüchtlinge gestimmt, Krieg in Afghanistan und Jugoslawien mitverantwortet. Die Liste kann man sicher noch beliebig fortführen. Palmer schießt sowieso den Vogel ab. Keine Ahnung warum Georg Schramm den mal gut fand.


Politischer Smalltalk - Kitschi - 05.09.2016

Julia;9250 schrieb:
Charlemagne;9247 schrieb:Die Linke wäre die perfekte Partei für Studio60. Vermutlich gibts da ne menge überschneidungen bei den Politischen ansichten. Tongue
Bitte??? Rechts-Links-Schwäche?

Mein erster Gedanke war ein Zitat meines heutigen Mannes, der sagte: "Links und Rechts treffen sich unterm Tellerrand."


Politischer Smalltalk - Skafdir - 05.09.2016

Zitat:Wie man dann aber noch ernsthaft gegen die AfD argumentieren will, das müsstest du mir dann erklären.

Wird schwierig... das einzige was ich ins Feld führen kann:
Die AfD meint es auch so, während Wagenknecht nur frustrierte Wähler abgreifen will...

In der Hinsicht muss ich nämlich sagen: Ich kann mir bei Wagenknecht nicht wirklich einen echt überzeugten Rassismus vorstellen, ich kann mir vorstellen das sie das wirklich als "Notwehr gegen die AfD" ansieht.
Aber selbst wenn ich recht habe und Wagenknecht gibt ihren Schwachsinn nur von sich um Wähler einzufangen, macht es das wirklich besser?
Wenn ich bereit bin für die Stimmen von einigen angsterfüllten Idioten alle meine Ideale und politischen Ideen über den Haufen zu werfen (oder zumindest so zu tun als ob), bin ich dann wirklich besser als jemand der die Sache ernst meint?

Anders ausgedrückt: Es ist mir Endeffekt vollkommen egal ob sie Überzeugungstäter oder politische Opportunistin ist. Dumpfe Stammtischparolen bleiben dumpfe Stammtischparolen, egal aus welcher Motivation heraus man sie sich zu eigen macht.


Politischer Smalltalk - hans_wurst - 05.09.2016

Skafdir;9284 schrieb:
Zitat:Wie man dann aber noch ernsthaft gegen die AfD argumentieren will, das müsstest du mir dann erklären.


In der Hinsicht muss ich nämlich sagen: Ich kann mir bei Wagenknecht nicht wirklich einen echt überzeugten Rassismus vorstellen, ich kann mir vorstellen das sie das wirklich als "Notwehr gegen die AfD" ansieht.


Schlägst du menag gerade mit seinen eigenen Waffen? Bööööse Smile


Politischer Smalltalk - menag - 05.09.2016

hans_wurst;9286 schrieb:Schlägst du menag gerade mit seinen eigenen Waffen? Bööööse Smile

Was willst du?

@Skafdir Lafontaine hat in den 90ern die Asylrechtsverschärung mitgetragen und ist da auch stolz drauf. Die Linke ist einfach eine sehr national eingestellte Partei (wie fast alle anderen deutschen Parteien eben auch) und der damit einhergehende Rassismus ist die zwingende Konsequenz. Deine Argumentation zum Schutze Frau Wagenknechts würde übrigens genauso bei CSU/CDU funktionieren. Dort würdest du sie aber vermutlich nicht anwenden.


Politischer Smalltalk - Gast - 05.09.2016

Naja kann ja eigentlich nur auf Eine sehr große Groko herauslaufen.
SPD und CDU alleine wären mehr oder weniger machtlos und mit der Afd will wahrscheinlich keiner zusammenarbeiten...
Also Links SPD, könnte sogar Erfolg Versprechen... Eventuell.
Aber bei der heutigen SPD weiß man das ja nicht mehr Sad


Politischer Smalltalk - Skafdir - 05.09.2016

@menag: Die Sache mit Lafontaine hatte ich gerade wirklich nicht auf dem Schirm. Aber da hast du natürlich recht.

Und ich will mich dagegen wehren sie zu verteidigen. Es geht mir nur darum aufzuzeigen das es auch eine "andere Motivation" sein könnte, die ich wie schon gesagt genauso schlimm fände wie echten Rassismus.

Zitat:Deine Argumentation zum Schutze Frau Wagenknechts würde übrigens genauso bei CSU/CDU funktionieren.

Bei CSU/CDU wäre es aber deutlich wahrscheinlicher das hinter den Aussagen tatsächlicher Rassismus steckt. Wobei ich den bei Wagenknecht nicht abstreiten will, ich halte es halt nur für möglich das sie das aus reinem Kalkül macht.


Politischer Smalltalk - Gast - 05.09.2016

Nun ich hab ja schon mehrmals mit Frau Wagenknecht gesprochen.
Sie ist nicht doof und erst recht keine Rassisten.
Allerdings versucht sie in Moment verzweifelt der Partei aufzuzeigen, das wie nich einfach nur anti recht sein können sondern den Menschen eine Lösung präsentieren müssen.
Merkel hat einige Fehler gemacht und diese muss man weiter anprangern.
Eigentlich hätte es heißen müssen. " Wir schaffen dass! Und dafür hab ich den und den Plan und ihr bekommt die und die Gelder."


Politischer Smalltalk - DeeperSight - 06.09.2016

Sehr interessanter Kommentar zu AfD-Wähler. Von wegen am unteren Ende der Sozialkette. Klick


Politischer Smalltalk - Skafdir - 06.09.2016

Zitat:Eigentlich hätte es heißen müssen. " Wir schaffen dass! Und dafür hab ich den und den Plan und ihr bekommt die und die Gelder."

Das hat sie zwar auch gesagt, z.B. auf diese Art:
Zitat:(...) dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges 'Wir schaffen das' uns im letzten Herbst einreden wollte

Das ist bis dahin "in Ordnung". Man kann nun natürlich vorwerfen das es in der gegeben gesellschaftlichen Stimmung nichts anderes ist als Öl ins Feuer gießen.
Aber die reine Aussage das "Wir schaffen das" nicht reicht stimmt.
(Was sie dabei natürlich verschweigt sind die durchaus existenten Bemühungen der Regierung es zu schaffen, auch wenn diese zu knapp bemessen sind und vor allem unsere schwarze Null sich nicht in die Sache reinreden lassen wollte. Aber das ist gerade eher eine andere Diskussion.)

Also wie gesagt, die Aussage an sich lässt sich durchaus als eine rein politische Handlungsanweisung deuten.

Aber sobald sie anfängt von "Grenzen der Aufnahmebereitschaft in der Bevölkerung" zu reden, dann heißt das nichts anderes als:
Wenn wir Wähler verlieren sollten, dann hört die Sache mit der Hilfsbereitschaft auf. Ich nehme ja gerne Syrer auf, aber nicht auf Kosten von Wählern.
Eine Linke die den Egoismus der eigenen Bevölkerung als wichtiger bewertet als das Leid Fremder hat sich als Linke schlicht und ergreifend disqualifiziert.

Von einer Linken muss an der Stelle folgendes kommen:
"Es mag sein das die kommende Zeit schwierig wird und bestimmt stoßen auch einzelne an die Grenzen ihrer Gastfreundschaft, aber wir können und dürfen das Leid der Menschen nicht ignorieren."

Auch ihre faule Ausrede, dass es ihr ja darum gegangen sei, dass man die Probleme vor Ort lösen müsse ist rechter Blödsinn. Diese Aussage bedeutet nämlich übersetzt: "Lasst die jetzigen Flüchtlinge verrecken, aber für diejenigen die übrig bleiben werden wir später nette Kredite ausgeben. Dann ist das Land nach dem Wiederaufbau auch bei uns verschuldet! Hooray!"

Weiter geht es: "Deutschland wird zerreißen, sollte es erneut eine Million Flüchtlinge geben."
Bullshit. Schlicht und ergreifend gequirlte Scheiße die auf nichts abzielt als auf die Angst der Rassisten.
Deutschland zerreißt höchstens wenn man in der Integrationspolitik, bzw. der Unterbringung versagt.
Was hätte sie sagen können? Folgendes:
Dezentrale Unterbringung vor allem in ländlichen Gegenden und die Sache ist gegessen.
Option für Umzug in Richtung größerer Städte für diejenigen mit Bleibeperspektive oder einem Jobangebot.

Und das letzte:
Zitat:Natürlich gibt es Kapazitätsgrenzen, wer das leugnet, ist doch weltfremd

Klar hat sie da Recht. Aber das ist eine Nullaussage.
Wenn die eigene Wirtschaftsleistung nicht mehr ausreicht um den Stadt zu erhalten ist diese Grenze erreicht, das ist selbstverständlich. Aber genau deshalb muss man das nicht ausdrücklich betonen, es sei denn man will Rassisten gefallen.
Hier gibt es das Beispiel Schweden. Schweden hat Flüchtlinge aufgenommen bis es nicht mehr ging und dann kam die entsprechende Änderung. Übrigens mit glaubwürdigen Gründen.

Aber bis zu diesem Punkt gibt es durchhalte Parolen und kein Kopf in den Sand stecken.
Das ist genau das was Merkel richtig gemacht hat.

Gerade in einer Krise muss der "Chef" vorne stehen und sagen: "Wir schaffen das!"
Was hätte Merkel sonst sagen sollen? "Oh, mein Gott! Wir werden alle sterben!"?

Wagenknecht ist entweder Rassist, hat kein Rückgrat oder wollte bewusst Rassisten wieder in die Wählerklientel der Linken einbinden. Und an der Stelle ist es mir scheiß egal was der Grund ist, die Frau hat als Politikerin, als Linke und als Mensch auf allen Ebenen versagt.

@DeeperSight: Dazu würde ich gerne auch noch was sagen... aber das kommt heute abend irgendwann, muss weg. ^^