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Politischer Smalltalk - Terminator - 29.08.2016

Zitat:Das ändert aber nichts an der Sache das die Lebensbedingungen nicht tragbar waren (und sind) in den türkischen Flüchtlingscamps.
Die Frage ist halt, wie ist Tragbarkeit definiert. Dass ein türkisches Flüchtlingslager schlechtere Standards als Deutschland hat ist schon klar, aber was ich an Berichten gelesen habe, ist es dort doch nicht soo schlecht. Dieser Logik nach hätten locker 1 Milliarde Menschen Recht auf Asyl in Deutschland, weil sie unter schlechteren Bedingungen leben.

Zitat:Das heißt ich muss revidieren. Die BRD hat schon "genug" geleistet, wenn man gleichzeitig bedenkt das die Sache eigentlich von Europa hätte geregelt werden müssen. Die "Flüchtlingskrise" ist vor allem ein europäisches Versagen...
Und das wird sich 100%-ig nicht ändern. Im Ostblock sind nicht nur die Regierungen, sondern auch die Bevölkerung und wahrscheinlich auch die Flüchtlinge selbst dagegen, also bleiben nicht viele Länder zur Verteilung übrig.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 29.08.2016

Zitat:Die Frage ist halt, wie ist Tragbarkeit definiert.

Zugang zu Nahrungsmitteln wäre schonmal was.
Wobei es da, soweit die BpB recht hat.

Zitat:Seit ihrer Ankunft in der Türkei haben sich die Lebensbedingungen von syrischen Flüchtlingen verschlechtert. Insbesondere Syrer, die in städtischen Gebieten leben, sind mit größeren Herausforderungen konfrontiert als diejenigen, die in den Flüchtlingslagern untergebracht sind. Die Unterbringung und der Zugang zu Nahrungsmitteln, Bildung, Gesundheitsversorgung und Arbeit ist schwieriger geworden, da in Städten lebende Flüchtlinge kaum staatliche Unterstützung erhalten.

Ironischerweise sind es wohl mittlerweile die grenznahen Lager die eine deutlich bessere Versorgungssituation haben. o.O

Zitat:Dieser Logik nach hätten locker 1 Milliarde Menschen Recht auf Asyl in Deutschland, weil sie unter schlechteren Bedingungen leben.

Nicht wirklich, bei den Syrern ist erst einmal der Krieg der Hauptfluchtgrund, das man dann soweit flieht bis das eigene Leben nicht mehr in Gefahr ist, ist verständlich. Zu dieser Gefahr gehört es natürlich auch nicht in den Hungertod zu fliehen.

Um es mal ganz drastisch auszudrücken: Wenn die Flüchtlinge einfach in die syrischen Wüstengebiete gehen würden, dann wären sie da vor dem Krieg auch ziemlich sicher.
Afrikanische Binnenflüchtlinge? Auf in den Kongo, da gibt es keine Verfolgung und keinen Terror.

Klar ist das man wirklich nicht jeden aufnehmen kann der den europäischen Wirtschaftsstand nicht hat. Das liegt schon daran, das wir vermutlich drei oder vier Erden bräuchten wenn alle wie Europäer leben sollten. (Das sollte zum Umdenken anregen... dachte er während er auf dem rechten Bildschirm ein neues Youtubevideo einschaltete um auf dem linken einen Forenbeitrag zu verfassen und sich über das Klingeln des Smartphones aufzuregen.)

Und das führt zu dem "Asylanspruch" der 1 Milliarde.
Diese mögen keinen Asylanspruch haben, aber sie haben einen Anspruch das Europa zumindest einen kleinen Teil der humanitären Schuld ihnen gegenüber durch sinnvolle Aufbaumaßnahmen wieder gut macht.
Und zu sinnvollen Aufbaumaßnahmen gehören nicht:
- Kredite
- "Spenden" von Großfirmen mit der Verpflichtung dafür nur noch solche Produkte zu nutzen
- Fluten des Binnenmarktes mit subventionierten billigen Lebensmitteln bis die heimische Wirtschaft erstickt

Will sagen: Auch wenn es nicht möglich ist aus rein wirtschaftlichen Gründen Asyl zu gewähren, so ist es doch immer noch unserer Verpflichtung, soweit es möglich ist, die Lebensbedingungen in bestimmten Ländern zu verbessern.
Wobei man dabei auf die politischen Begebenheiten vor Ort achten muss. Die finanzielle Unterstützung von Diktatoren gehört z.B. auch nicht zu sinnvollen Aufbaumaßnahmen.

Allerdings hat das wenig mit der Situation der syrischen Flüchtlinge zu tun und um eben diese geht es in der bisherigen Diskussion in erster Linie. Von daher ist der Hinweis zwar durchaus gerechtfertigt, zielt aber am eigentlichen Thema vorbei. Mir ging es um die syrischen Flüchtlinge und deren legitimen Gründe ihren Weg bis nach Zentraleuropa fortzusetzen. (Hatte das Gefühl das würde aus den Posts hervorgehen. Scheine mich geirrt zu haben.)

Zitat:Und das wird sich 100%-ig nicht ändern. Im Ostblock sind nicht nur die Regierungen, sondern auch die Bevölkerung und wahrscheinlich auch die Flüchtlinge selbst dagegen

Traurig aber wahr. Die Osterweiterung kam einfach viel zu früh.
Man hätte vorher eine echte Union mit einer echten verpflichtenden Verfassung schaffen müssen. Der hätten sich dann von mir aus alle möglichen Länder anschließen dürfen.
So wie es nun aussieht hat man zu früh, zu viele Staaten in die EU aufgenommen und nun ist die EU ein Selbstbedienungsladen für Nationalisten, die es dann auch noch wagen ihr asoziales Verhalten im eigenen Land als Argument gegen Europa vorzubringen.

Ich wäre schwer für zerschlagen und neu anfangen, nur befürchte ich in der derzeitigen Stimmung könnte es keinen Neuanfang geben und dann muss man leider sagen, dass eine schlechte EU immer noch besser ist als keine. Sad


Politischer Smalltalk - Gast - 30.08.2016

Das Problem ist halt, dass die Union teilweiße Jahre lange Diktatoren wie Assad unterstützt, Wenn sie für uns vorteile bringen.
Oder Demokratie fallen lassen, wenn sie nicht unseren Bedingungen zustimmen...
Man kann die Probleme in Mittleren Osten komplett auf uns schieben. (Bzw. Amerika)
Eigendlich darf man sich da nicht wundern, dass nun alle etwas zurück haben wollen.
Und das es andererseits Menschen gibt, die so sauer sind, dass sie zu Terroristen werden.

Ein gutes Beispiel ist doch die Türkei.
Sie hätte man vor einiger Zeit locker aufnehmen können... Doch die Eu ist den immer wieder ausgewichen und hat sie an der langen Leine gehalten.
Jetzt ist der worst case eingetreten, ein Nazi diktator ist an der macht.
Und man hat sich dank unseren Menschenhandels mit Erdogan auch noch abhängig gemacht.

Ich wette mit euch, daas hätte man alles verhindern können, wenn die Türkei früher schon in die Eu integriert wurden wäre...


Politischer Smalltalk - Skafdir - 30.08.2016

Zitat:Das Problem ist halt, dass die Union teilweiße Jahre lange Diktatoren wie Assad unterstützt, Wenn sie für uns vorteile bringen.
Oder Demokratie fallen lassen, wenn sie nicht unseren Bedingungen zustimmen...

Ich beginne mit absoluter Zustimmung. Das ist so selten, daher betone ich es mal. ^^

Zitat:Man kann die Probleme in Mittleren Osten komplett auf uns schieben.

Hier eine kleine Einschränkung:
Das kann man machen. Die Geschichte ist sogar sehr leicht erzählt und ein sehr großer Teil ist tatsächlich "unsere" Schuld.
Aber vollkommen die Eigenverantwortung absprechen sollte man den Bewohnern der Region nun auch nicht.

Was auf jeden Fall stimmt ist, dass die politische Destabilisierung von Europa und den USA wenigstens hingenommen, teilweise sogar aktiv unterstützt wurde. (Mal aus Absicht, mal aus politischer Ignoranz.)

Und nun zum Grund des schreiben:
Zitat:Ich wette mit euch, daas hätte man alles verhindern können, wenn die Türkei früher schon in die Eu integriert wurden wäre...

Bin ich mir nicht wirklich sicher. Mit dem Argument hätte aus Ungarn auch nicht Orbans Privatspielplatz werden dürfen.

Es ist gut möglich das du recht hast, aber ich wäre da vorsichtig. EU-Mitgliedschaft bedeutet ja nicht das die Bevölkerung plötzlich europäisch denkt.

Zumal ich es ja wirklich eher so sehe, dass die EU zu schnell erweitert wurde, nicht zu langsam. Trotzdem besteht natürlich die Chance das sich die Türkei anders entwickelt hätte.

Aber wann hätte man sie aufnehmen sollen?
1997 wurde die amtierende Regierung durch das Militär abgesetzt, vergleichsweise friedlich und auch durchaus gut begründet. Aber ein Militärputsch ist nun einmal nicht demokratisch, also wäre eine Aufnahme unmöglich gewesen.

Vorher und nachher hatte man dann stark islamische Parteien die man kritisch beäugt hatte.
Die AKP selbst gehört auch dazu (seit 2001, hervorgegangen aus einer stärker islamischen Partei) und herrscht seit 2002. Die Regierung wurde direkt mit einer Verfassungsänderung begonnen die es ermöglicht hat das Erdogan MP werden konnte.
Man sah also auch da schon das die Sache unter Erdogan alles andere als rosig wird.

Erdogan 1998:
Zitat:Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Minarette sind unsere Bajonette … die Moscheen sind unsere Kasernen

Von daher sehe ich keinen Zeitpunkt einer sinnvollen Aufnahme der Türkei in die EU.
Derzeit wird ja gerne die Geschichte erzählt nach der Erdogan eigentlich total für Europa war und sich erst davon abgewandt hat, als das böse Europa ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen hat.
Und da muss man einfach sagen: Das stimmt nicht. Erdogan ist ein Islamist ersten Ranges, der nur deshalb gegen den IS vorgeht, weil seine eigene Machtbasis dadurch gefährdet ist. Nicht weil er sich mit denen nicht gut verstehen könnte.

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Themenwechsel
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Und zur Abwechslung zur Auflockerung am Ende:
Eine Beobachtung der US-Komiker zu Trump - oder die 6 Phasen politischer Trauer.

1: Leugnen (kann hier natürlich nur in der Endphase nachgewiesen werden.)
Donald Trump is America's back mole—it may have seemed harmless a year ago, but now that it has gotten frighteningly bigger, it is no longer wise to ignore it.

2: lustig machen

3: Verzweiflung

4: Argumentieren

5: Verhandeln

6: Akzeptanz (muss noch beobachtet werden; ich hoffe ja noch das es nicht soweit kommt - Aber hier eine Vorschau)


Politischer Smalltalk - Enzio - 30.08.2016

Man könnte natürlich auch mal die Verbindungen von Hillary beleuchten, deren Wahlkampf unter anderem von der Waffen- und Öl-Lobby finanziert wird, und die sich nicht zu schade ist, Geld aus dem arabischen Raum anzunehmen. Da fragt man sich natürlich, was später der Preis für all diese Gefälligkeiten sein wird. Mir ist ein Trump mit seinem absoluten Desinteresse an Außenpolitik irgendwo noch lieber als eine Clinton, die dann für ihre Konzernfreunde irgendwo demokratisch einmarschiert.


Hillary Clinton hat bisher mehr Spenden von der US-Rüstungsindustrie erhalten als jeder andere Kandidat für die US-Präsidentschaft. Clinton bekam in der Zeit von Januar 2015 bis Februar 2016 von insgesamt 50 US-Firmen aus der Rüstungsbranche 454.994 Dollar, berichtet Politico.

Unter allen 21 US-Präsidentschaftskandidaten, die anfänglich ins Rennen gegangen sind, liegt Donald Trump bei den Spenden durch die US-Rüstungskonzerne mit einer Summe von 10.586 Dollar auf dem 16. Platz. Politico berichtet, dass Trump seinen Wahlkampf hauptsächlich selbst finanziert. Trump hatte im März gesagt, dass der US-Haushalt die weltweite Stationierung von US-Truppen nicht mehr tragen könne. Er steht somit für Einschnitte bei den heimischen Rüstungsausgaben. Dem Center for Responsive Politics zufolge hat Trump 72 Prozent seines Wahlkampfs unter Einsatz einer Summe von 45,7 Millionen Dollar selbst finanziert. Hillary Clinton hingegen hat keinen einzigen Dollar in ihren Wahlkampf gesteckt, sondern ist ausschließlich auf Spender angewiesen.

Die gesamten Spenden an die US-Präsidentschaftskandidaten durch die US-Rüstungsindustrie betrugen zwischen Januar 2015 und Februar 2016 insgesamt 7,5 Milliarden Dollar. Die Trump-Hasser werden sich umgucken, was ihre tolle Clinton in Zukunft so alles fabrizieren wird, denn all die finanziellen Gefälligkeiten der Spender wollen natürlich entsprechend honoriert werden.

God save the holy Hillary! Roll


Politischer Smalltalk - Skafdir - 30.08.2016

Ich hoffe ich mache hier nicht den Eindruck ich würde Hillary irgendwie gut finden.

Das lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:

Hillary repräsentiert alles was mit der amerikanischen Politik falsch läuft.
Trump repräsentiert alles was mit der amerikanischen Zivilgesellschaft falsch läuft.

Bei der Wahl ist es wirklich extrem schwierig nicht depressiv zu werden.
Aber falls du eine "unfaire" Behandlung seitens der Komiker siehst:
Hier mal etwas zum Emailskandal von Trevor Noah
und hier nochmal von Stephen Colbert

Die Sache mit den Spenden wird halt kaum behandelt, weil das in den USA so normal ist das sich kaum jemand dafür interessiert. Trump versucht diese "ich bin unabhängig Masche" ja gerade deshalb, einfach weil es etwas Neues ist.

Zitat:Summe von 45,7 Millionen Dollar selbst finanziert

Das stimmt.
Man sollte aber dazu sagen:
Dieses Geld war ursprünglich ein Kredit den er seiner eigenen Kampagne gegeben hat. Er hätte das Geld dann mit Zinsen von der Partei zurückkriegen müssen.
Ende letzten Monats hat er das dann in einer "großzügigen" Gesten alles erlassen. (Oder anders gesagt: Er hat auf Druck aus der Partei reagiert, die sich nicht einfach ausnehmen lassen wollten.)

Das ist aber insgesamt Trumps Geschäftsmodell, so läuft auch alles andere auf dem sein Name steht.
Er gibt die Anfangsfinanzierung als Kredit aus, dann interessiert er sich nicht mehr dafür und kassiert die Zinsen.
Oder er verkauft einfach direkt seinen Namen, weil der aus irgendeinem Grund für irgendetwas steht in den USA.

Trump ist sogar für amerikanische Verhältnisse übertrieben kapitalistisch. Was ziemlich beunruhigend sein sollte.

Aber ich gebe dir recht: Hillary als Alternative ist auch ziemliche Scheiße.

Das bringt mich aber zu einem Gedanken.
Könnte es nicht sein das dieser ganze Wahlkampf von ihm hier geplant ist?
Spoiler!:



Politischer Smalltalk - Gast - 30.08.2016

Nun für die Kampagne müsste man Trump eigentlich einen Satiere ehren Preis verleihen... Nur leider meint er das alles ja ernstWink Besonderst gut: der Lesben auf die Farm beitrag^^Ganz ehrlich, dass kann doch nicht sein ernst sein oder?



PS: Heute das erstemal aktiv den Feind ( Verfassungsschutz) angeschrieben um eine Rechte gruppierung zu melden^^ (Die den Holocaust leugnet)
Bin mal gespannt ob das Rechte Auge wieder sehen kannWink


Politischer Smalltalk - Enzio - 30.08.2016

Skafdir;8580 schrieb:Hillary repräsentiert alles was mit der amerikanischen Politik falsch läuft.
Trump repräsentiert alles was mit der amerikanischen Zivilgesellschaft falsch läuft.

Gut zusammengefasst. Nicht umsonst gelten beide Kandidaten als die unbeliebtesten, die jemals zur Wahl standen. Jeder für sich wird ungefähr von 50% der Amerikaner abgelehnt. So oder so, das werden keine guten Jahre für die USA.


Politischer Smalltalk - Gast - 30.08.2016

Enzio;8594 schrieb:
Skafdir;8580 schrieb:Hillary repräsentiert alles was mit der amerikanischen Politik falsch läuft.
Trump repräsentiert alles was mit der amerikanischen Zivilgesellschaft falsch läuft.

Gut zusammengefasst. Nicht umsonst gelten beide Kandidaten als die unbeliebtesten, die jemals zur Wahl standen. Jeder für sich wird ungefähr von 50% der Amerikaner abgelehnt. So oder so, das werden keine guten Jahre für die USA.

Das schlimme ist halt, das hillary teilweiße genau so schlimm wie trump ist.
Wenn man sich ihre vergangenheit anschaut. (gegen Schwule, gegen gleichberechtigung der Schwarzen, für Bushes Politk!)
Dazu hat sie auch noch sehr freundliche Kontakte zu den größten Konzernen.

Amerika kann eigentlich nur verlieren!
Sie bräuchten eigendlich einen dritte Kanidaten wie Sanders, der umabhängig antritt!


Politischer Smalltalk - Skafdir - 30.08.2016

Zitat:Sie bräuchten eigendlich einen dritte Kanidaten wie Sanders, der umabhängig antritt!

Sanders hat sich Hillary angeschlossen.
Abgesehen davon: Das amerikanische Wahlsystem verhindert Drittparteien zu fast 100%.
Der Sieger kriegt alles und das sorgt halt dafür das man seine Stimme nur einem Kandidaten gibt der auch eine Chance hat zu siegen. Also ist es immer ein Rennen zwischen den beiden aussichtsreichsten Kandidaten.

Und wenn man dann noch mit Gerrymandering anfängt, entstehen in bestimmten Gebieten sogar de facto "Ein Parteien Systeme".

Das Wahlgesetz müsste überarbeitet werden.
Für 1776 war das System genial. Bis 1920 war es ein System das gut funktioniert hat.
Spätestens seit 1950 ist es aber unzeitgemäß.

Da Kommunikation heutzutage in Echtzeit um die ganze Welt möglich ist, ist das ganze System mit Wahlmännern usw. unnötig.
Aber ganz ehrlich, ich weiß nicht einmal ob eine Änderung des Wahlrechts überhaupt richtig möglich ist in den USA, bzw. ich kenne die Hürden nicht. Und vor allem: Es müsste von denen geändert werden die am stärksten davon profitieren...


Politischer Smalltalk - Enzio - 30.08.2016

Wobei ich diese typisch deutsche Unterteilung in angeblich linke Demokraten und rechte Republikaner sowieso nicht passend finde. Selbst die amerikanischen Demokraten stehen meistens weiter rechts als die CSU, wenn es um typisch amerikanische Belange geht. "America first!" gilt hier immer und für jeden Präsidenten, da er nichts anderes zuhause verkaufen könnte. Friedensengel Obama zum Beispiel hat seit 2009 ungefähr 5000 (Ziele + Kollateral) Menschen allein mit Drohnen ermorden lassen, und da sind die unzähligen "normalen" Luftschläge noch nicht mal mit eingezählt.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 30.08.2016

Das sich die beiden Parteien politisch immer nur als Momentaufnahme einer Präsidentschaft greifen lassen ist noch so ein Nebenprodukt des Zwei-Parteiensystems.

Da empfehle ich wirklich Trevor Noah nochmal zuzuhören, gleicher Link wie vorher.
Er selber kommt übrigens aus Südafrika und ist noch gar nicht so lange in Amerika.

Ab etwa 1:30 erklärt er die Schwächen dieses Systems.


Politischer Smalltalk - Kitschi - 30.08.2016

Stella Sar;8595 schrieb:Wenn man sich ihre vergangenheit anschaut. (gegen Schwule, gegen gleichberechtigung der Schwarzen, für Bushes Politk!)

Was genau meinst du damit?


Politischer Smalltalk - Enzio - 30.08.2016

Zumindest Homos fand sie vor ihrer Kandidatur jahrelang irgendwie Scheiße.

http://www.politifact.com/truth-o-meter/statements/2015/jun/17/hillary-clinton/hillary-clinton-change-position-same-sex-marriage/


Politischer Smalltalk - menag - 30.08.2016

Enzio;8598 schrieb:Selbst die amerikanischen Demokraten stehen meistens weiter rechts als die CSU, wenn es um typisch amerikanische Belange geht. "America first!" gilt hier immer und für jeden Präsidenten, da er nichts anderes zuhause verkaufen könnte.

Das gilt für jede deutsche Partei genauso?