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Politischer Smalltalk - menag - 28.07.2016

Deutschland und Iran haben auch eine lange Bündnispolitik die bis ins Kaiserreich zurückreicht.


Politischer Smalltalk - Kitschi - 28.07.2016

Moment mal - der Typ ist aus der Psychiatrie Bassum entwischt? Das ist ja fast ume Ecke! Yikes


Politischer Smalltalk - Enzio - 28.07.2016

Ich schau grad die PK mit Merkel. Diese Frau ist einfach unerträglich in ihrer emotionslosen Phrasendrescherei! Yikes

Sogar ich als Rechter wäre mittlerweile für Rot-Rot-Grün, allein deswegen, damit ich diese Visage nicht mehr sehen muss!


Politischer Smalltalk - Kitschi - 28.07.2016

Die SPD ist doch auch nur so ne Art CDU, die für die gleichgeschlechtliche Ehe ist...


Politischer Smalltalk - Enzio - 28.07.2016

Deswegen reichts ja nicht mal rechnerisch für Rot-Rot-Grün. Die SPD mit ihren 20% sucht ja immer noch nach einer Wählerschicht jenseits den üblichen Ü60, die den Laden bisher aus Solidarität und Nostalgie am laufen halten.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 28.07.2016

Die SPD hat eine Wählerschicht? o.O

Zitat:Sogar ich als Rechter wäre mittlerweile für Rot-Rot-Grün, allein deswegen, damit ich diese Visage nicht mehr sehen muss!

Ich kann das ganze umdrehen... wenn ich mir ansehe was für Gestalten bei der SPD rumrennen, dann erscheint mir Merkel auf eine völlig abstruse Art und Weise wie das "geringere Übel"... das ist gruselig...

Ich hatte ja echt gehofft das die SPD es hinkriegt Yasmin Fahimi zu unterstützen, ihr in der nächsten Wahl zumindest einen entscheidenden Ministerposten geben oder sowas. Aber nein, stattdessen wird sie versetzt und ist weg von der politischen Bildfläche... Hmm

Die derzeitige SPD ist schlicht und ergreifend ein nichtwählbarer Sauhaufen, der sich mit steigender Begeisterung selbst weiter demontiert. Die CDU muss für die nächste Wahl gar keinen Wahlkampf machen. Mein bester Vorschlag für die CDU: Die CDU muss Gabriel finanziell soweit unterstützen, dass seine politischen Aussagen 24/7 ausgestrahlt werden.
Danach gibt es dann eine große Koalition aus CDU und AfD...

Oder anders gesagt:
Bei Rot-Grün wäre ich dabei, aber nur wenn das rot nicht das der SPD ist.


Politischer Smalltalk - Enzio - 28.07.2016

Der Einzige, dem ich einen "Reboot" zutraue, wäre Olaf Scholz. Er ist recht beliebt, bekannt und wohl auch nicht ganz unfähig. Er hat aber schon dankend abgewunken, als man ihm den Chefposten der SPD angeboten hat. Der Schleudersitz ist zur Zeit nicht gerade beliebt.


Politischer Smalltalk - True_Holger - 28.07.2016

Unrealistisch. Wenn, dann kommt wieder Kenia, wie in ST.
Vorteile:
- keine GroKo mehr -> demokratischer
- die Rechten beissen wie einst der Führer in den Teppich, weil sie nur erreicht haben, dass nun Claudia Roth und Co in der Regierung sind Lol

Nachteil:
- Claudia Roth und Co sind in der Regierung
- in der Opposition sind nur noch radikale Parteien: Postkommunisten, Neurechte, FDP Tongue


Politischer Smalltalk - Enzio - 28.07.2016

Wenn die SPD weiter absackt, wird das sogar zwingend. Momentan sind die 50% für CDU + SPD ja nicht wirklich in trockenen Tüchern.


Politischer Smalltalk - True_Holger - 28.07.2016

Jup. Deswegen ja, Verhältnisse wie in ST. Nur dass dann die AfD keine 25% hat, so viel wird's nicht. Denn die Grünen bekommen im Bund natürlich mehr als in ST, schätze um die 15%.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 28.07.2016

Olaf Scholz? Ja irgendwie... nur hat der das Charisma und die Vitalität eines altersschwachen Ziegelsteins.
Und bislang sind das beides noch recht wichtige Aspekte um gewählt zu werden.

Zitat:Momentan sind die 50% für CDU + SPD ja nicht wirklich in trockenen Tüchern.

Ich fänd es lustig, beunruhigend und beängstigend, aber lustig.

Das Problem ist halt tatsächlich das die Parteien sich ein Wettrennen um die "Mitte" geliefert haben und nun erkennt man gaaaanz langsam, dass in der Mitte gar kein Platz für zwei "Volksparteien" und wenigstens 2 Kleinparteien ist.

Die einzige Partei die jemals soetwas wie eine "gesellschaftliche Mitte" angesprochen hat sind die Grünen. Einfach weil sie auf allen Seiten irgendein Thema haben mit dem sich irgendjemand schon identifizieren kann. "Linke" Politik für die Besserverdienenden. Im Prinzip eine Art demokratischer Ablassbrief. Mit dem hübschen Vorteil das am Ende nichts passieren wird, sollten sie doch mal an die Macht kommen.

Und um dieses Klientel streiten sich nun gerade CDU und SPD und verlieren dabei ihr eigenes Parteiprofil. (Bzw. haben es schon lange verloren.)
Für die CDU hat das lange weniger ausgemacht, weil wenn man gerade keine Ahnung hat was man tun soll ist konservative Politik erstmal die beste Idee. "Nichts anfassen, alles bleibt wie es ist. Vielleicht hat ja in vier Jahren jemand eine Idee."
Das ist das was viele CDU-Wähler wollen, hauptsache es passiert nichts an das man sich vielleicht anpassen müsste.
Nun kommt halt eine Partei auf die Bildfläche die der CDU den rechten Rand stiehlt, den man selber so lange vernachlässigt hat.
Wenn jetzt allerdings ein Seehofer kommt und Stammtischparolen drischt, dann hilft er damit niemandem mehr. Den nun sagt sich der Wähler: "Wenn Seehofer schon die AfD kopiert, dann kann ich auch gleich das Original wählen."

Das Problem ist, ich wüsste nicht wie die nun wieder zu einem echten Profil kommen sollten, dass muss man scharf halten, wenn man es erst bei Bedarf wieder nachschärft glaubt einem das niemand mehr.


Politischer Smalltalk - FireBird - 28.07.2016

Was ist an der FDP radikal?

Und wenn sich die Grünen oder auch die FDP mit der CDU koalieren, dann ergibt sich das gleiche Spiel das wir mit den FDP schon hatten und mit der SDP gerade sehen. Jede Koalition mit dieser CDU führt nur zur Selbstdemontage und wäre daher zu unterlassen, sofern man längerfristig eine politische Rolle spielen will.

Skafdirs Einschätzung zu SPD und CDU kann ich nur zustimmen.
Wobei nach Hotellings Gesetz diese Positionierung viele Nachteile mit sich bringt.


Politischer Smalltalk - Enzio - 28.07.2016

Was denkt ihr eigentlich zum Thema Piratenpartei? Endgültig abgesoffen oder Chance auf ein Comeback? Momentan sieht es ja so aus, als würde die Partei 2016 aus allen Parlamenten fliegen und damit nirgendwo mehr vertreten sein. Nicht mal in ihrer Berliner Hochburg reicht es noch für 5%.

Ich persönlich glaube, dass die Partei ziemlich tot ist und es auch bleiben wird, da es in diesem Mitte/Links-Bereich einfach keinen Platz mehr für "Grüne mit Laptop" gibt. Was aber wohl am schwerwiegendsten ist, es gab und gibt in dieser "Antiparteien-Partei" einfach keinen bissigen Willen zur Macht und keine Ideen, mit denen man sich drastisch absetzen könnte. Der miese Ruf, den man sich im Rahmen des Bombergate-Debakels hart erarbeitet hat, ist da wohl auch nur noch das I-Tüpfelchen.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 29.07.2016

Piraten... ich könnte mir vorstellen, dass sie es schaffen könnten wenn sie ihr Profil in Richtung einer europäischen Partei schärfen würden.
International vernetzt sind sie schon und eine echte europäische Partei fehlt.
Nur vermute ich, dass die Wähler das erstens nicht als "Piratenpartei" akzeptieren würden und zweitens haben sich die Piraten bislang nicht wirklich als die großen Vorkämpfer für Europa gesehen, insofern wird das wohl auch innerparteilich nicht kommen.

Von daher: Die sind Weg vom Fenster... ich hatte mir wirklich, wirklich viel von denen erhofft und hatte wenigstens ein paar Wahlen in denen ich nicht das Gefühl hatte einfach nur "das geringste Übel" zu wählen.
Aber wie ist das, wenn man merkt das man auf einem toten Pferd sitzt?

Nur bin ich nun gerade politisch absolut heimatlos... Hmm


Politischer Smalltalk - Enzio - 29.07.2016

Ja, am Anfang dachte ich auch: "Hey, das gefällt mir! Das müffelt nicht so mies wie der restliche Müll!". Als ich dann aber diesen Parteitag verfolgt habe, wo Linksextreme ihre Antifa-Flaggen aufgehangen- und den Parteitag quasi gekapert hatten, ohne auf wirklichen Widerstand zu stoßen, war die Hoffnung wieder dahin. Und danach fingen ja die üblen internen Machtkämpfe und die Abgänge prominenter Köpfe erst so richtig an. Mit Bombergate wars dann endgültig zu Ende.

Na ja, insgesamt taugt die Piratenpartei in Deutschland zumindest als Musterbeispiel für eine grandios versemmelte Idee.