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Politischer Smalltalk - DeeperSight - 27.07.2016

@Studio60

Dass du das Problem mit völkischen Erklärungsmustern beschreibst, haben wir jetzt alle verstanden. Inwiefern das Amokläufe verhindern soll, weiß ich allerdings nicht. Dieser Arzt hier vermutlich auch nicht.


Politischer Smalltalk - Skafdir - 27.07.2016

In Bezug auf Studio60:
Ich rede eher von post-kolonalistischen Stabilitätsproblemen, verfehlter Außenpolitik der Nato-Staaten, eine Umverteilung der weltweiten Ressourcen vom Rest der Welt in Richtung der westlichen Industriestaaten, der Genese einer religiös begründeten Kapitalismus- und Liberalismuskritik sowohl im Nahen Osten als auch in Teilen der USA, der Renaissance des Nationalismus in Europa gepaart mit einer sich vertiefenden Demokratiefeindlichkeit, vor allem im rechten politischen Spektrum.

Aber ja man kann das alles natürlich auf ein Symptom beschränken und so tun als würde man von den Problemen reden, wenn man nur oft genug "Terror" und "Islam" schreit.

Es tut mir nur leid dich zu enttäuschen, aber für den Teil der Welt für den der Rest der Welt nicht aufhört zu existieren sobald man die Wohnungstür abgeschlossen hat ist eine solche Symptombehandlung eher ein weiteres Problem in der von mir aufgeführten Liste.

Aber nur um dich zu beruhigen: Ja ein Teil unserer Probleme kommt daher, dass die westliche Politik und Bevölkerung so arrogant war/ist, dass sie davon ausgehen ihre Lebensweise müsste vom Rest der Welt mit Kusshand angenommen werden.

In einer Hinsicht hat sich hier in Deutschland zumindest nicht viel geändert.
"Am Deutschen Wesen soll die Welt genesen" ist immer noch unser Motto, nur sagen wir das jetzt nicht mehr so laut.
Heutzutage kommt das in Form neoliberaler Wirtschaftspolitik die durch Knebelverträge anderen Staaten aufgezwungen wird, damit europäische und amerikanische Firmen in der Lage sind weiterhin die alten Kolonien aus zunehmen.

Piraterie im Mittelmeer? Liegt bestimmt an den faulen Afrikanern die sonst nichts können. Unsere Fischereifirmen die den Fischern dort die Lebensgrundlage wegnehmen können damit nichts zu tun haben.

Terrorismus im Nahen Osten? Das liegt halt in der Natur des Islams. Die Tatsache das Afghanistan in den 80er Jahren Spielball zwischen Russland und Amerika war und die Amerikaner dort Gotteskrieger unterstützt haben um die Sowjets zu vertreiben hat mit Sicherheit nichts damit zu tun, dass die Taliban in dem Land die Macht an sich reisen konnte.
Und zwei Golfkriege haben mit Sicherheit auch nicht zu einer nachhaltigen Destabilisierung der gesamten Region geführt.

Das kann damit alles nichts zu tun haben. Es kann nur einen Grund geben: Der Islam ist halt gefährlich.
Manchmal beneide ich so Knallköpfe wie dich, es wäre echt angenehm zwischendurch auch mal eine so einfache Lösung zu sehen.
Jahrzehnte alte Probleme, deren Ursprung bis in das Mittelalter zurückverfolgt werden kann auf die einfache Formel "Der Islam" zu bringen. So denkbefreit könnte ich nicht einmal aus Absicht argumentieren und du haust das einfach so raus, als ob es das leichteste auf der Welt wäre.
Das ist ernsthaft beeindruckend.

Und dann noch die Lösung. Die finde ich erst recht gut. "Nicht hier her lassen."
Hammer, das hatte 2001 in Amerika schon so extrem gut geklappt und hier in Europa ist die Idee auch gut, ja ist halt blöd das bis auf die drei, vier Ausnahmen alle Täter schon lange hier sind.
Aber da fällt dir bestimmt auch noch eine gute Lösung ein. Immerhin weist du ja, dass es an den Moslems liegt.
Die sind auch leicht zu erkennen, einfach ein Stück Schinken vorsetzen, wenn sie es nicht essen sind es entweder Moslems, Juden oder Vegetarier und mal ernsthaft, interessiert uns das dann noch? Verdient habens doch alle drei.
Wir müssen uns nämlich wehren. Menschen Leid zufügen war bisher immer die beste Methode einen Konflikt zu beenden.

Ich merke gerade, ich kriege das doch hin so wie du zu argumentierten. Das läuft eigentlich recht leicht.
Wenn einer von euch das auch mal versuchen will. Hier meine Anleitung:
1. Streiche die Frage "Warum" aus dem aktiven Wortschatz. Es gibt nur den Ist-Zustand, keine Entwicklung dorthin.
2. Empathie und insgesamt solche Sachen wie Menschenrechte oder Mitleid stehen nur im Weg.
3. Nun könnt ihr anfangen zu schreiben. (Es braucht eigentlich nur einen zündenden Funken, irgendeine ekelhafte Idee und dann schreibt sich der Rest wie von selbst. Solange ihr Punkt 1 und 2 dauerhaft befolgt.)
Spoiler!:



Politischer Smalltalk - Enzio - 27.07.2016

Sind grad "Europa sucht den Super-Islamist!"-Wochen?

http://www.focus.de/panorama/welt/troisdorf-chirurg-sollte-enthauptet-werden_id_5766598.html


Politischer Smalltalk - Skafdir - 27.07.2016

Eher weltweit, die Zwischenfälle in Europa sind ja höchstens die Spitze des Eisbergs.

Was hier voll aufgeht ist die Rechnung des IS einen Franchise-Terrorismus ins Leben zu rufen.
Die Zeit beschreibt das in einem sehr interessanten Artikel.

Zitat:Es wird darüber diskutiert, ob der Mann, der auf der Strandpromenade von Nizza mit einem gemieteten Lastwagen 84 Menschen tötete, tatsächlich ein "Soldat des IS" gewesen sei oder doch nur ein psychisch schwer gestörter Amokläufer – als ob das eine das andere ausschlösse.

Danach beginnt eine sehr lesenswerte Beschreibung der Entwicklung von Terrorismus und schließlich wird erklärt was der IS nun eigentlich "richtig" gemacht hat.

Hier der entscheidende Abschnitt:
Zitat:Nach allem, was wir über die Attentäter von Paris, Brüssel und Nizza wissen, waren es gerade keine strengen Islamisten, sondern muslimische Kleinkriminelle, durchaus polizeibekannt, aber politisch-ideologisch unauffällig, die aus unterschiedlichen Gründen in eine Lebenskrise geraten waren, für die Selbstmord zu einer Option der Krisenbewältigung wurde, die dies aber nicht still und heimlich und mit sich allein ausmachen, sondern ihr "verpfuschtes" Leben mit einem Akt der Bedeutsamkeit beenden wollten, der ihnen als die große, rettende Sinninvestition vorkam. Die Möglichkeit zu dieser Sinnstiftung bietet die Terrororganisation "Islamischer Staat", die ihr Label für Selbstmörder und Amokläufer zur Verfügung stellt. Durch diesen "Franchise-Terrorismus" hat der IS eine Stärke und Bedeutsamkeit erlangt, die ihm aus eigener Kraft nicht zukäme. Er erscheint allgegenwärtig und ist zu einer Obsession der westlichen Gesellschaften geworden, in denen noch vor wenigen Jahren kaum jemand von seiner Existenz gewusst hat.

Der Punkt ist hier also, dass tatsächlich der Islam nicht Grund für die Taten ist, sondern nur Begründung. Die Täter selbst sind psychisch labile Menschen, die wohl auch ohne Religion irgendwann, irgendetwas schreckliches getan hätten.
Der IS bietet ihnen dann aber die Chance ihr Leben im letzten Moment mit "Sinn" zu füllen.

Einen Sinn den wohl niemand erkennen kann, der nicht selber in einer solchen Existenzkrise festhängt.

Und das hat ja alles seine innere Logik. Man kriegt niemanden dazu solche Taten zu begehen der nicht in irgendeiner Krise feststeckt.
Man greift keine Gesellschaft an als deren Teil man sich versteht. An der Stelle müssen wir uns die Frage stellen, wie es sein kann, dass sich junge Menschen die hier geboren wurden, deren Eltern zum Teil hier geboren wurden, nicht als Teil dieser Gesellschaft verstehen können?
Ich vermute hier eine "Ausgrenzungsspirale". Auf der einen Seite ist es für eine Gemeinschaft natürlich immer relativ einfach unter sich zu bleiben, die BRD hat sehr früh den Fehler begangen und hat Einwanderer lieber in das gleiche Gebiet geschickt, anstatt sie dezentral unterzubringen. Ein Teil davon ist auch einfach der Tatsache geschuldet, dass man in den 60er und 70er Jahren den Gastarbeitern die Arbeitswege möglichst kurz halten wollte. (Freundlich gedacht war es ja.)
Auf der anderen Seite kommen dann gesellschaftliche Ressentiments die dazu führen, dass man "Ausländern" nicht die gleichen Chancen bietet wie "Inländern". Das ganze muss nicht einmal beabsichtigt sein, es passiert aber ständig.

Aus dieser Ablehnung, die vor allem die "Ausländer" spüren die "ausländisch aussehen", entsteht dann umso mehr der Drang sich in die eigene Gemeinschaft zurück zu ziehen. Dieser stärkere Rückzug in die eigene Gemeinschaft verstärkt dann die Ressentiments der Mehrheitsbevölkerung.

Die Frage ist: Wie bricht man diesen Kreis auf?


Politischer Smalltalk - Caeshijque - 27.07.2016

Studio60;5564 schrieb:Ruhe ist schwierig, wenn es permanent irgendwo knallt.
Du meinst hoffentlich den Nahen Osten und redest nicht von Europa. Jeder der behauptet, dass die Menschen von dort fliehen, weil sie im Grunde nichts besseres zu tun hätten, sollte mal eine Nacht dort verbringen.

Studio60;5564 schrieb:Die Ursache ist übrigens klar: Merkels verfehlte "Flüchtlingspolitik" nach dem Motto "Wer will, kann kommen, ohne jede Überprüfung."
Wieso ist Merkels Flüchtlingspolitik denn notwendig gewesen? Weil die Europäische Union es nicht geschafft hat in der Krise eine gemeinsame Stimme zu erheben. Pegida spricht ja gerne von #merkteuchdienamen, vielleicht sollte das umgeändert werden in #merkteuchdieländer, die zwar immer laut "Hier!" rufen wenn es um Gelder aus Brüssel geht, sich dann in Krisenzeiten aber wegducken. Ist alles aber auch ein Armutszeugnis für große Teile der Bevölkerung, die zwar kein Problem damit haben, dass andere Menschen für ihren Lebensstil leiden müssen, aber wenn diese dann auch etwas vom Reichtum abhaben wollen, dann ist offensichtlich eine Grenze erreicht. #Sozialschmarotzer #Armutsflüchtlinge
Dass die deutschen Behörden mit der Flüchtlingspolitik vollkommen überfordert sind, ist wiederrum ein anderes Thema.

Studio60;5564 schrieb:Drei der Attentäter in den letzten Tagen waren Flüchtlinge, auch wenn das die Linken wohl nicht einsehen werden.
Wenn die Attentäter Flüchtlinge waren, waren sie Flüchtlinge. Wenn sie im Namen des Islams gemordet haben, haben sie im Namen des Islams gemordet. Ich kann auch dieses ewige "Das hat nichts mit dem Islam" zu tun nicht mehr hören. Erstens hat es das offensichtlich doch und zweitens gibt es den Islam gar nicht. Die mit einem Selbstmord in Verbindung stehende Tat mit den meisten Opfern wurde im Übrigen nicht von einem Moslem durchgeführt, sondern von einem depressiven Piloten aus Neuburg.
Wichtig sind aber die Schlussfolgerungen, die die Gesellschaft daraus zieht. Möchte sie wie AfD, Pegida & Co. Muslime noch weiter aus der Gesellschaft ausschließen und damit der Ideologie des IS und anderen in die Hände spielen? Oder möchte die Gesellschaft zeigen, dass sie sich nicht spalten lässt und damit dem IS den Stinkefinger zeigen? Fakt ist nämlich auch, dass die FB-Seite von Pegida durchaus eine Pressestelle des IS sein könnte. Besseren Nährboden für Hass gegen die westlichen Gesellschaften gibt es doch nirgendwo zu finden. Wie vergiftet das Klima mittlerweile ist, kann ja unter jedem Bericht über eine Bluttat nachgeschaut werden. Noch bevor es genaue Details gibt, "wissen" die besorgten Bürger schon wer verantwortlich war und bekommen dafür hunderte von Likes.

PS. Was Skafdir sagen wollte, kurz zusammengefasst.
https://twitter.com/BlackadderBlog/status/758042916333973508 Tongue


Politischer Smalltalk - Skafdir - 27.07.2016

An dieser Stelle ein besonderes Schmankerl für Stella Sar

Zitat:Entsprechende Aussagen über seine Begeisterung für Hitler stammen demnach aus dem engsten Umfeld von S. Auch sei S., der aus einer iranischen Familie stammt, stolz darauf gewesen, als Iraner und als Deutscher „Arier“ zu sein. Ursprünglich gilt Iran als die Heimat der Arier. Türken und Araber habe S. hingegen gehasst. Er habe ein „Höherwertigkeitsgefühl“ ihnen gegenüber gehegt.

Öhm... o.O the fuck? Kennt ihr diese Momente in denen man etwas so unglaublich dämliches liest/hört/sieht, dass man für einen Moment sogar die Facepalm vergisst?

@Caeshijque

Zitat:Ich kann auch dieses ewige "Das hat nichts mit dem Islam" zu tun nicht mehr hören. Erstens hat es das offensichtlich doch und zweitens gibt es den Islam gar nicht.

Die Aussage muss, zumindest soweit sie von mir kommt, etwas anderes verstanden werden.

"Es hat nichts mit dem Islam zu tun" bedeutet nicht, dass der Islam da nicht irgendwie reinspielt. Aber "Islam" ist nicht der Grund. Der Grund liegt irgendwo anders.
Andere Beispiele:
IRA hatte nichts mit Christentum zu tun. (Natürlich waren es radikale Christen die gemordet haben, aber das Motiv hinter den Morden entsteht nicht einfach aus der Tatsache Christ zu sein.)
RAF hatte nichts mit Sozialismus zu tun. (Natürlich waren es radikale Sozialisten die gemordet haben, aber das Motiv hinter den Morden entsteht nicht einfach aus der Tatsache Sozialist zu sein.)
IS hat nichts mit Islam zu tun. (Natürlich sind es radikale Moslems die morden, aber das Motiv hinter den Morden entsteht nicht einfach aus der Tatsache Moslem zu sein.)

Jede Ideologie, jede Religion, jede Überzeugung kann genutzt werden um Verbrechen zu begehen. Aber das heißt nicht, dass die Idee selbst Grund für die Verbrechen ist.

Wenn ein Islamist als Begründung für seine Taten nicht auf den Islam zurückgreifen könnte, dann würde er sich halt was anderes suchen. Das ist das was eigentlich hinter der Aussage steckt.

Ansonsten: danke für die kurze Zusammenfassung, die trifft es ganz gut. Tongue


Politischer Smalltalk - DeeperSight - 27.07.2016

Jeder, der vor hat viele Menschen zu radikalisieren, kann das nur über ein gemeinsames Merkmal und ein gemeinsames Feindbild. Wenn wir uns die diversen Länder und Gruppen anschauen, besteht da viel Differenz. Dass man für die Gemeinsamkeit den Islam nimmt und für das Feindbild die USA ist primitivste Logik. Es wäre ja auch fast schon dumm, das ganze komplexer gestalten zu wollen.


Politischer Smalltalk - menag - 27.07.2016

Skafdir;5635 schrieb:
Zitat:Entsprechende Aussagen über seine Begeisterung für Hitler stammen demnach aus dem engsten Umfeld von S. Auch sei S., der aus einer iranischen Familie stammt, stolz darauf gewesen, als Iraner und als Deutscher „Arier“ zu sein. Ursprünglich gilt Iran als die Heimat der Arier. Türken und Araber habe S. hingegen gehasst. Er habe ein „Höherwertigkeitsgefühl“ ihnen gegenüber gehegt.

Öhm... o.O the fuck? Kennt ihr diese Momente in denen man etwas so unglaublich dämliches liest/hört/sieht, dass man für einen Moment sogar die Facepalm vergisst?

Was genau ist daran so unglaublich dämlich?

DeeperSight;5637 schrieb:Dass man für die Gemeinsamkeit den Islam nimmt und für das Feindbild die USA ist primitivste Logik.

Zu den Feindbildern würde ich noch Israel und "die Juden" hinzuzählen.


Politischer Smalltalk - DeeperSight - 27.07.2016

menag schrieb:Zu den Feindbildern würde ich noch Israel und "die Juden" hinzuzählen.

Da muss ich dir recht geben. Antisemitismus gehört bei Islamisten zum guten Ton.


Politischer Smalltalk - True_Holger - 27.07.2016

Integration fängt bei der Sprache an! Nur wer sich in der Amts- und Geschäftssprache des Landes, in dem er leben möchte, gut verständigen kann, kann sich integrieren - bzw. integriert werden.
Für unsere ausländischen Mitbürger heißt das: Alder, lernst Du Deutsch!!


Politischer Smalltalk - menag - 27.07.2016

DeeperSight;5650 schrieb:Antisemitismus gehört bei Islamisten zum guten Ton.

Nicht nur bei Islamisten.


Politischer Smalltalk - DeeperSight - 27.07.2016

Um andere Gruppen ging es aber nicht. Roll


Politischer Smalltalk - Kirin - 28.07.2016

Ein typischer IS-Sympathisant stellt sich vor Ugly
Zitat:Der Mann sei über den Notausgang aus der Psychiatrie Bassum entwichen. Eine ihm nacheilende Ärztin konnte ihn nicht mehr aufhalten. Während er davonlief[sic] hab [sic] er "Ich sprenge Euch in die Luft" gerufen.
Quelle


Politischer Smalltalk - Skafdir - 28.07.2016

@menag:
Zitat:Was genau ist daran so unglaublich dämlich?

Das ein Deutsch-Iraner rechtsextrem ist? Nicht wirklich, von solchen Schwachköpfen hat man leider jede Menge. Rassismus kennt quasi keine Grenzen... muharhar... Sad

Das er sich eine antisemitische Ideologie zur Identifikation sucht? Geschenkt, durchaus zu erwarten.

Das er sich aufgrund seiner deutsch-iranischen Herkunft als eine Art "Über-Arier" sieht? Jap, genau das. Quasi der "Herrenmensch aller Herrenmensch", ein "Primus inter Primi". Das ist es was bei mir den "sowas von selten dämlich" Reflex auslöste.
Hierbei sei darauf hingewiesen, dass "Arier" tatsächlich aus dem Raum Irak/Iran kommt, als Begriff und im Prinzip eine Zugehörigkeit zu einer Sprachfamilie ausdrückte. Insofern hat er irgendwie nicht unrecht.
Spoiler!:

Ich komme ganz ehrlich mit dieser reinen Idee nicht klar, dass er sich als eine Art "Arier 2.0" betrachtet. "Ich bin viel herrenmenschlicher als ihr" o.O?


Politischer Smalltalk - Scumdog - 28.07.2016

[Bild: tucktuck.gif]Gaanz ruhig, Skafdir. Natürlich ist dieser Scherzkeks nicht herrenmenschlicher als wir!