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Ist online.
von schmatzler - 30.11.2017, 22:04:17
Zu eurer Information:

Zitat:Liebe Freundinnen und Freunde von Massengeschmack-TV,

an diesem Samstag ist es soweit: Ab 20 Uhr startet LIVE unsere große Adventsnacht. Sie wird frei für alle sein, ein Abo ist dafür nicht notwendig. Also: Weitersagen und gemeinsam Spaß haben! U.a. wird es ein Wiedersehen geben mit ehemaligen Sendungen, wie etwa den Tonangeber oder den FKTV Sendeschluss. Auch eine von einem Zuschauer geschriebene Folge "Das Studio" wird dabei sein. "Gaming Opi" Nils wird sich live am Landwirtschaftssimulator versuchen. Und vieles mehr!

Die Adventsnacht soll uns nach einem (auch finanziell) harten Jahr ein bisschen Geld extra in die Kasse bringen. Daher sind wir dankbar für Vorschläge und Gebote, die weiterhin gesendet werden können an gebote@massengeschmack.tv . Einspieler werden wir für Samstag nicht mehr drehen können, aber wir sind offen für alles was direkt in der Sendung gemacht werden kann. Und natürlich können wir auch noch Wünsche für einen späteren Zeitpunkt berücksichtigen. So werden wir auf Wunsch von Zuschauern z.B. eine Pantoffelkino-Ausgabe mit Ritterfilmen machen und eine Folge Pasch-TV mit einem eigens auf uns zugeschnittenen Monopoly. Weiteres ist möglich!

Wenn Sie uns einfach so unterstützen möchten, ist das natürlich auch möglich: Per Paypal an spenden@fernsehkritik.tv oder per Überweisung an Holger Kreymeier, IBAN DE69200505501317468310 .

Aber wir wollen natürlich auch etwas zurückgeben. Und deshalb startet am morgigen 1. Dezember wieder unser beliebter Adventskalender mit täglichen Gewinnen. Wir haben jede Menge Kalkofe-Boxen, tolle Brettspiele, spannende Blu-rays und vieles andere dabei.

Und unser Programm, so hoffen wir, gibt Ihnen sowieso sehr viel. Fernsehkritik-TV wird am morgigen Freitag zum letzten Mal in diesem Jahr live übertragen. Die beiden Folgen danach sind aufgezeichnet. Live zurück kehre ich dann am 19. Januar. Wobei ich trotzdem auch zwischendurch live sein werde, denn ich darf Sie herzlich einladen zum dreiteiligen Retro-Special in FKTV Plus. Gemeinsam mit Ihnen möchte ich alte TV-Shows der 70er, 80er und 90er Jahre kommentieren. Dies wird jeweils ab 18 Uhr sein am Freitag, den 22. Dezember (70er Jahre), am Freitag, den 29. Dezember (80er Jahre) und am Freitag, den 5. Januar (90er Jahre).

Und am Freitag, den 15. Dezember ist noch einmal MG Interaktiv ab 18 Uhr live on air. Auch hier gibt es wieder attraktive Amazon-Gutscheine zu gewinnen. Wer in der Nähe sein sollte, ist hiermir auch herzlich zum anschließenden weihnachtlichen Spieleabend bei uns im Studio eingeladen.

Julian wird in der Dezember-Ausgabe des Sprechplanets den Comedian und Stimmen-Imitator Jörg Knör zu Gast haben. Und in den beiden aufgezeichneten Winter-Folgen von Pantoffelkino geht es einmal um die Filme der legendären Cannon-Group, die insbesondere in den 80ern teils trashige Action-Filme mit Charles Bronson, Chuck Norris und anderen produzierten, und zum anderen um die bereits erwähnten Ritterfilme.

Auf eine besondere Aktion von Adam Wolke darf ich Sie auch noch hinweisen: Am morgigen Freitag ab 20 Uhr (also unmittelbar nach Fernsehkritik-TV) wird er live (und frei für alle) auf Massengeschmack-TV auf Sendung sein und ein Buch schreiben (bzw. über Spracherkennung einsprechen). Wie Sie vielleicht in Netzprediger Folge 96 bereits gesehen haben, gibt es aktuell ein Buch von bekannten YouTubern wie Freshtorge und den Außenseitern, das an Oberflächlichkeit kaum zu überbieten ist. Adam will den Beweis antreten, ein ebensolches Buch innerhalb weniger Stunden schreiben zu können. Und selbstverständlich wird es dieses Buch dann hinterher auch (inklusive billigem Photoshop-Buchcover) bei uns im Shop zu kaufen geben.

Bei Massengeschmack-TV erleben Sie immer was! Und wir hoffen, mit Ihrer Unterstützung können wir das auch im Jahr 2018 und darüber hinaus mit viel Leidenschaft und Freude munter fortsetzen.

Danke für Ihre Unterstützung!

Ihr Holger Kreymeier

http://massengeschmack.tv

Wenn ich Zeit habe, werde ich mal reinschalten - um der alten Zeiten willen. Wir könnten uns ja im VC treffen und gemeinsam gucken Smile
von DeeperSight - 20.10.2017, 20:19:44
Hallo an Freunde der Horoskope, die jeden Mädchen-Persönlichkeitstest (Zeitschrift) gemacht haben und mit ihren Freunden teilten. Über Twitter kam mir ein Persönlichkeitstest entgegengeflogen, den ich zur Abwechslung sehr unterhaltsam finde. Dieser befriedigt mE nur den Trieb, sich selbst zu ergründen und ich bitte dazu den Disclaimer zu beachten. Ich empfehle die englische Version, da die Auswertung aus 9 Seiten besteht und lediglich die Einführung bisher auf Deutsch übersetzt wurde. Man bekommt also ungleich mehr, wenn man sich die Fremdsprache antut.

Also, welcher Typ Mensch seid ihr?

Disclaimer:

Spoiler anzeigenSpoiler:
von Julia - 04.10.2017, 18:54:59
Ich mach Mal n separaten thread dafür auf... Hier können alle Vorschläge gesammelt werden, was man wann gemeinsam machen könnte, sowie Verabredungen getroffen werden.

Ich hätte grundsatzlich voll Bock auf:

- 'nen Musikabend (gerne mit überwiegend elektronischer Musik)
- 'nen Filmabend, der dazu anregt, darüber zu diskutieren. Gerne grenzwertige Fetische Tongue
- gemeinsames Spielen wie stadt-land-fluss.. oder ähnliches.. aber nichts, wo man n PCspiel braucht.

Gerne weitere Vorschläge Smile
von schmatzler - 04.10.2017, 17:37:07
Ich hab mir jetzt mal YouTube Red geholt, man kann es (mit amerikanischem Proxy) für 3 Monate kostenlos testen.
[Bild: mini_red.png]

Der Vorteil ist: Man bekommt keine Werbung mehr in Youtube-Videos angezeigt und dafür eine Reihe an Serien und Filmen exklusiv zur Verfügung gestellt, die sogenannten "Red Originals":
[Bild: mini_red2.png]

So wirklich überzeugt bin ich nicht. Die Anzahl der Inhalte ist sehr überschaubar und vieles davon wirkt wie Product Placement, für das man zusätzlich noch bezahlt. So z.B. eine Videoreihe über Sneaker. Ja, die Schuhe. Keine Ahnung, wer sich sowas ansieht. Auch Serien darüber, wie Pewdiepie sich erschrickt oder Leute geprankt werden, sind imho absolut kein Geld wert.

Auf dem Screenshot oben wirkt das Angebot sogar größer, als es eigentlich ist, denn die für mich empfohlenen Videos gehören gar nicht zum Red-Universum und können von allen Leuten angeschaut werden. Das wirkt wie eine Taktik, um das Portfolio künstlich aufzublasen.

Doch es ist nicht alles schlecht. Furze World Wonders sieht ganz nett aus:
https://www.youtube.com/watch?v=jZbZBPwr6TM

Und vielleicht schaue ich mir diese Doku hier auch noch an, Katzen sind cool:
https://www.youtube.com/watch?v=PpG0z-npFIY

Ich denke allerdings, dass ich es im Januar dann kündige. Was meint ihr? Wird das noch eine ernsthafte Konkurrenz zu Netflix und Co.?
von adrian - 03.10.2017, 21:59:07
Gerade suche ich eine seriöse Casino Seite bei die man die beliebteste Automatenspiele kostenlos 24/7 spielen kann.

Bin gespannt auf eure antworten
von adrian - 03.10.2017, 21:58:06
Hallo Leute, ich sehe hier kein WItze thread. So habe ich mich entschieden einen hier zu öffnenSmile
Schreibt mal hier ein paar gute Witze die ich gehört habt
von Zankyō - 10.09.2017, 00:58:43
Konzept:
Bücher bis zu einer bestimmten Stelle oder kapitelweise lesen und darüber diskutieren!

Erstes Buch:
Girls made of Snow and Glass von Melissa Bashardoust
von FireBird - 19.08.2017, 17:39:22
Zankyō;28617 schrieb:Lol was? Lesen, hallo? Was kann man mit einem Smartphone bitte nicht machen?
Nichts, was dich nicht mit weiteren irrelevanten Informationen überflutet.

//Ausgelagert aus dem Hass-Thread
von AgentSands - 13.08.2017, 09:38:48
Zankyō;28356 schrieb:Wer schaut denn synchronisierte Filme?
Charlemagne;28360 schrieb:ich manchmal. Deutsche Synchronarbeit ist in 90% der fälle sehr gut.
Zankyō;28361 schrieb:Deutschland hat eh gefühlt nur ne handvoll Synchronsprecher, und man hört immer wieder die selben Stimmen.
Ich finde das Thema sehr interessant, daher wollte ich das mal in einen eigenen Thread verschieben.
In der Tat, finde ich, haben wir hier in Deutschland eine verdammt gute Synchronbranche. Zwar gibt es immer mal wieder mehr oder weniger lustige Fehler

Spoiler anzeigenSpoiler:

oder ein Synchronsprecher wird für etwas mehr als einen Schauspieler fest eingesetzt

Spoiler anzeigenSpoiler:

oder Stimmen passen nicht zu den Charakteren und werden nicht Lippensynchron aufgenommen

Spoiler anzeigenSpoiler:

oder es geht ganz allgemein Authentizität und Atmosphäre verloren

Spoiler anzeigenSpoiler:

aber...äh...was wollte ich sagen?

Spoiler anzeigenSpoiler:

Achja, es gibt auch durchaus richtige Glanzleistungen und ich finde, man kann Synchronisationen nicht einfach rundweg verdammen, da sie manchmal sogar eine Verbesserung mit sich bringen kann.

Ein paar Gedanken dazu:
(EDIT: Wie ich gerade merke, sind die paar Gedanken doch sehr lang geworden, für den zweiten Teil einfach zur Trennlinie weiter unten springen)

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Ich finde vor allem interessant, wie sich die Einstellung innerhalb der Synchrobranche über die Jahre geändert hat. Früher genossen Synchronisationen im weitesten Sinne Narrenfreiheit. Ohnehin war die TV-Landschaft eine andere. Serien wurden (und werden manchmal immer noch) in beliebiger Reihenfolge ausgestrahlt ohne auf Kontinuität zu achten – Seinfeld beispielsweise hat, damals unüblich für eine Comedyserie, gerade in späteren Staffeln einen ziemlich stringenten Handlungsbogen, bei dem die Folgen aufeinander Bezug nehmen. Pro7 aber versendete gerne nachts drei oder vier Folgen am Stück, verpasste ihnen ein neues krawalliges Intro, schnitt den Standup-Teil heraus und presste das Ganze dann in fröhlichem Mischmasch in Blöcke, die dem Programmschema der 30-Minuten-Unterteilung entsprach. Aktuell kann man das System ab und an immer noch gut bei „Medical Detectives“ auf VOX beobachten, wo einfach soviele Folgen gezeigt werden, bis wieder 5 Uhr morgens ist und man nur genügend Vor- und Abspann herausschneiden oder dazupfrimeln muß, bis es mit der Anzahl der gebuchten Werbeblöcke hinhaut.
Zwei Beispiele, die für die frühere Synchron“freiheit“ gerne genannt werden, sind zum einen Tom & Jerry, zum anderen die Terence-Hill-&-Bud-Spencer-Filme.

Bei Tom & Jerry ist das vor allem deswegen erstaunlich, da es da ja eigentlich nahezu nichts zu synchronisieren gibt. Allerdings ist Siegfried Rabe auf die schöne Idee gekommen, ähnlich wie bei der Zeichentrickserie „Der rosarote Panther“ eine kleine gereimte Einleitung als Handlungsbegleitung zu verfassen (kongenial gesprochen von dem leider mit 26 Jahren verstorbenen Peter Ehret) , die sonst nirgends existiert und die einzelnen Clips meiner Meinung nach stark aufwertet. Bei den Filmen von Bud Spencer und Terence Hill war die klamaukige Synchro von Rainer Brandt dann sogar ausschlaggebend dafür, daß die Filme, die ursprünglich als ernster Western angelegt waren, im Folgenden von vorneherein schon beim Dreh lockerer und spaßiger angelegt wurden, was durchaus in gewisser Weise eine Adelung der Synchronarbeit bedeutet.

Rainer Brandt ist ähnlich wie Ivar Combrinck als Synchronregisseur ja nun höchst umstritten – was man ihm allerdings zugute halten muß ist, daß er durchaus nicht unbedacht rumgekaspert hat. So zeichnet er sich beispielsweise auch verantwortlich für die Synchronisation von „Seinfeld“ und ist hier – glücklicherweise! – sehr nah am Original geblieben. Die Textbücher wurden mit viel Liebe und Witz ins Deutsche übertragen und auch in einschlägigen Foren findet man wenig Kritik dazu (einer der gelegentlich auftretenden Kritikpunkte ist, daß Oliver Feld als Synchronstimme für Jerry Seinfeld unpassend sei – was ich jedoch überhaupt nicht so sehe).

Ein gutes Gegenbeispiel zu dieser gelungenen Adaption stellt dafür „Eine schrecklich nette Familie“ dar. Weil gewisse amerikanische Prominente dem Studio um Erik Schumann zu unbekannt erschienen, taucht in der Serie auf einmal Klausjürgen Wussow oder die Schwarzwaldklinik auf. Auch wird die Lachkonserve bis zum Gehtnichtmehr strapaziert. Die Originalserie wird ja nun live vor Zuschauer aufgezeichnet und das Lachen ist mehr oder minder echt. Bei diesen beiden Serien kann man aber sehr schön sehen, wie man das entweder feinfühlig oder aber ohne Sinn und Verstand adaptieren kann. Bei Seinfeld wird das Gelächter vom Band so eingesetzt, daß man es teilweise gar nicht mehr wahrnimmt – mit angepasster Lautstärke in verschiedenen Variationen, die gelegentlich auch nur ein leichtes Kichern beinhalten und auch mal durch komplette Stille ersetzt werden, während das Publikum im Original fünf Sekunden johlt nur weil Kramer gerade aufgetreten ist. Auch wenn sie sich denken, daß der Gag im Deutschen keine ähnlichen Reaktionen hervorrufen wird, verzichtet man im Zweifelsfall lieber auf die Vorlacher: Lieber Zuwenig als Zuviel.

Ganz anders bei der schrecklich netten Familie: Nicht nur, daß einem nach spätestens jedem zweiten Satz ein Lachkonzert in einer Lautstärke um die Ohren geklatscht wird als gelte es Nordkorea zu bombardieren, es sind auch jedes Mal dieselben verdammten zwanzig vorgefertigten Lachausschnitte, die sich im immer gleichen Abstand wiederholen und bei denen alle paar Minuten ein Typ mit besonders herzhafter Lache heraussticht. Es mag ja sein, daß im amerikanischen Original ähnlich viel gelacht wird, aber das sind eben wenigstens (halb)echte, situationsbezogene und immer wieder andere Lachblöcke und es bringt beispielsweise nix einen Witz, der nun mal nicht übersetzbar ist, durch eine extra Portion Lachsalve aufwerten zu wollen.

Mittlerweile ist man ja nun aber davon abgekommen, Synchronisationen weitgehend freie Hand zu geben. Manchmal ist das auf Interventionen der Rechteinhaber zurückzuführen, wie bei dem von Definitiv_nicht_kylenepp genannten Beispiel mit Siggi und Babarras, wo Uderzo sich von Kauka noch lange Zeit verfolgt fühlte, weil er ihm die Rechte aufgrund seiner obskuren Übersetzung entzogen hat. Als weiteres Beispiel fiele mir noch Don Rosa ein, der es trotz der restriktiven Disney-Maschinerie geschafft hat, daß seine von Peter Daibenzeiher genial getexteten Comics neu übersetzt wurden, weil er meinte, ihm sei klar, daß dies eventuell eine Verbesserung darstellt, aber er möchte lieber seine Originaltexte haben.

Meistens ist die Nähe zum Original aber wohl eher dem Zeitgeist geschuldet und der Tatsache, daß amerikanische Fernsehserien nicht mehr abgewartet werden müssen, bis sich nach Jahren mal ein Einkäufer aus der TV-Branche entschließt, daß eine Serie auch für das deutsche Publikum tauglich ist und daß falsche oder freie Übersetzungen somit viel häufiger unter Fans einer Serie diskutiert werden.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht so ganz, was ich davon halten soll. Einerseits finde ich es gut und sinnvoll, daß das Werk des Künstlers bzw. der Künstler einem in gewissem Umfang so zugänglich gemacht wird, wie er/sie es erschaffen hat/haben (mit der Einschränkung, daß eine Übersetzung niemals genau das transportieren kann, was das Original unter Muttersprachlern mit jeweiligem kulturellen Background vermittelt). Andererseits kann ein Werk durch eine freiere Übersetzung auch eine Aufwertung erfahren und gerade bei Serien ist es ja nunmal so, daß sich nicht ein Mensch alleine dafür verantwortlich zeichnet, sondern die Show das Ergebnis vieler Künstler ist und der Übersetzer ein weiteres Glied in der Riege der Kunstschaffenden darstellt.

Desöfteren gibt es ja trotzdem eine Abstimmung zwischen den Produzenten der Originalversion und den Verantwortlichen für die deutsche Fassung. Je nachdem, wie eng diese ist oder wie kompetent die dafür Verantwortlichen sind, kann das durchaus ein Glücksgriff sein. So haben die Macher der Serie „Die Simpsons“ dem Synchronstudio beispielsweise weitestgehend freie Hand gelassen und greifen nahezu nirgends ein, solange nur ordentlich gezahlt wird. Das sorgt dann für einen munteren Stimmenwechsel gerade in den ersten vier Staffeln in Deutschland oder dafür, daß in der arabischen Version alle Szenen, in denen Alkohol thematisiert wird, herausgeschnitten werden.

Wie immer alle Fäden in der Hand behalten will dagegen Disney – und daß das auch ein immenser Vorteil sein kann, sieht man beispielsweise bei der Serie „Die Dinos“. Selten habe ich eine derart liebevolle und vor allem allumfassende Synchronisation gesehen wie hier: Der Cast ist durch die Bank herausragend und nachdem Edgar Ott während der Synchronisation zu Staffel 3 verstarb suchte man so lange, bis man Jürgen Kluckert fand und tatsächlich: Ich schaffe es bis heute nicht, herauszuhören, ab wann Kluckert übernimmt. Dieser Typ ist der Wahnsinn; er bekam es hin, den Ott‘schen Sprachduktus 1:1 zu übernehmen. Auch wenn englische Texte zu lesen waren, hat man es hier nicht wie bei den Simpsons gemacht und mal schnell irgendwas eingeblendet oder deutsch eingelesen, sondern für jeden Text eine eigene Grafik erstellt, die sich möglichst harmonisch in das Bild einfügte. Trotzdem blieb die Übersetzung selbst in weitem Umfang frei und man hat das in Amerika verbreitete „Honey, I’m home“ mit dem zwar etwas sinnlosen, aber trotzdem sehr liebenswerten „Bin daaa, wer nooooch?“ synchronisieren dürfen.

Ein Beispiel für eine fragwürdig enge Bindung an die Originalversion hingegen ist der Film „Bärenbrüder“. Ich habe ihn mit einer Freundin gesehen und mir bei den Liedern jedes Mal gedacht, was ist denn da los? Wer singt denn da so seltsam und warum ist das so schwer verständlich? Ich habe dann mal gegoogled und kein Wunder: Phil Collins singt alle Lieder selbst, aber eben auf deutsch.
Dieses Lärchumgesterchondimiiiiit
Es mag ja sein, daß man so wirklich das Höchstmaß an Authentizität bekommt, aber es kommt einem stellenweise einfach so vor als würde Phil Collins etwas singen, von dem er keine Ahnung hat, was es bedeutet (auch wenn er den Text im Original sicherlich kennt). Was bei der holländischen Figur Alfred J. Kwak, die von der Niederländerin Ryan van den Akker gesprochen wird, durchaus sympathisch klingt (einfach weil holländisch ausnahmslos immer sympathisch klingt), wirkt hier eher unstimmig und deplatziert.

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Neben dem nicht zu vernachlässigenden Aspekt, daß nicht jeder perfekt Englisch spricht und es abhängig von der Aufnahmequalität/der Abmischung/der Sprachgeschwindigkeit/des Dialektes/des Sprachniveaus durchaus auch für geübte Nicht-Muttersprachler schwierig sein kann, alles zu verstehen: in aller Regel ist die Muttersprache einfach leichter „nebenbei“ zu konsumieren. Sicherlich hat das auch etwas mit der kulturellen Prägung zu tun. In Landern, wo die Filme nahezu immer als OmU laufen wie Holland oder Schweden wird man in diese Art der Bequemlichkeit nicht zurückfallen, was auch zweifellos für ein allgemein besseres Sprachniveau im Englischen sorgt.

Nichtsdestotrotz kann ich Synchronisationen auch ganz allgemein und ohne eventuell auftretende Verständigungsprobleme zu berücksichtigen etwas abgewinnen. Was landläufig so einfach als Sprecher bezeichnet wird, sind meiner Meinung nach im besten Fall durchaus eigenständige Schauspieler, deren Mimik man einfach nicht sieht. Noch dazu gibt es darunter einfach Stimmen, die ich sehr gerne höre wie z.B. David Nathan (Johnny Depp, Christopher Titus), Christian Brückner (Robert De Niro, diverse Lieder von E Nomine) oder auch oben gespoilerten Thomas Danneberg. Das geht hin und wieder so weit, daß ich der Synchronstimme im Vergleich zu der echten Stimme des Schauspielers tatsächlich den Vorzug geben würde.

Mich würde mal interessieren, ob ihr euch Filme & Serien (auch) synchronisiert anschaut und was eure Beweggründe dafür sind.
von Sarah_Fenriz - 05.08.2017, 16:11:16
Definitiv_nicht_kylenepp;28018 schrieb:Naja, da kommen halt inzwischen Summen rein, die das wöchentliche Erscheinen sehr attraktiv machen - gestern über den Daumen gepeilt über 2500 Euro (wobei ich nicht weiß, ob da Fake-Spenden bei sind).

Ob die Leute wissen, dass sie auch für Menschen spenden können, die es wirklich brauchen? Siehe Syrien.

//Ausgelagert aus Skyline-TV
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