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Baru;21306 schrieb:Ich kann im Dunkeln lesen
Das habe ich schon getan als ich 7 Jahre alt war. Wenn die Sonne unterging, habe ich eine Taschen- oder Schreibtischlampe benutzt, um zu lesen.
Heute hat jedes Handy eine Taschenlampe.

Zitat:ich kann die Schriftgröße variieren
Das klingt zwar auf den ersten Blick super, ist aber nicht unbedingt von Vorteil, da das Layout des Textes dadurch verändert wird und so z.B. Leerräume und Trennungen entstehen, die der Autor so nicht vorgesehen hat, sondern die künstlich berechnet wurden.



Yankzou;21307 schrieb:Und dann natürlich noch der Platzspar- und Transportfaktor.

Das ist tatsächlich ein Argument und dahingehend finde ich die Reader auch praktisch. Andererseits bin ich aber auch niemand, der 20 Bücher gleichzeitig liest. Wenn ich immer nur eins mitnehme, fällt das nicht ins Gewicht.
Ich mag es, wenn meine ganze Umgebung dunkel ist und nur der Text zu sehen ist. Handylampe ist viel zu unpraktisch, Schreibtischlampe ist mir zu hell. Hintergrundbeleuchtung vom Ebook-Reader ist perfekt dafür geeignet und ist dimmbar. Akku hält ja trotzdem halbe Ewigkeiten.


Ich denke, dass in den seltensten Fällen das Layout vom Autor geplant wurde. Da müsste man schon recht spezielle Literatur lesen, damit das von Relevanz ist.
Naja, wenn ich ein 1000 Seiten Werk mitnimmt dann fällt einem das schon auf.
Aber anders als Comics/Mangas brauche ich nicht unbedingt ein Buch, besonders bei Büchern mit abgelaufenen Urheberrecht sind sie recht praktisch.

Und ein Smartphone ersetzt nicht die Beleuchtung eines Readers . sondern lenkt auch eher ab. Dazu die Frage wohin damit.

An das mit dem Layout hatte ich gar nicht gedacht, das ist schon ein ziemlich relevanter Faktor.
Extremfall ist Zettels Traum von Schmidt, wobei das auch kaum druckbar ist.
Was fällt euch beim Layout groß auf? Klar, ich kann mir Werke vorstellen, wo das Layout von Relevanz ist bzw. habe sie im Studium auch gesehen, aber beim Durchschnittsroman? Blocksatz ist vorhanden. Absätze werden ebenso an den gleichen Stellen gemacht.
Ich habe endlich mal ein Buch angefangen UND beendet. "Er ist wieder da" von Timur Vermes, innerhalb von weniger als zwei Tagen. Muss also super gewesen sein, oder?

Kurzfassung, für die Wenigen, die es irgendwie geschafft haben, dem Roman, dem Hörbuch mit Christoph Maria Herbst UND dem Film nicht mitzubekommen:

Hitler wacht an einem Frühlingstag im Jahr 2011 mitten in Berlin auf. Er macht sich natürlich sofort dran, den nächsten Weltkrieg zu planen, wird dabei zum Medienstar, da ganz Deutschland überzeugt ist, dass Hitler nur ein Satiriker ist, der in der Rolle Hitler scharfe Kommentare zur politischen Landschaft abgibt.
Die anfängliche Idee des Romans finde ich nicht so schlecht, aber die Gedanken von Hitler und wie die anderen Menschen das dann wiederum auffassen, werden sehr schnell vorhersehbar, wodurch der Roman, auch weil es an nennenswerter Handlung fehlt, sich einfach immer wieder wiederholt. Sorgt für ein paar Schmunzler.

Interessant war, dass Hitler zeitweise gar sympathisch wirkt, wenn er z. B. NPD-Funktionäre heimsucht, die so gar nicht seinem eigenen Bild von strammen Nationalsozialisten entsprechen oder er über die Wiesn herzieht. Ich denke, der Autor lockt den Leser da ganz bewusst ein Stück weit in die Falle, in die im Roman die ganze deutsche Öffentlichkeit tappt. Gleichzeitig scheint der Roman aber auch eine billige Ausrede zu sein, einmal aus nationalsozialistischer Sicht über unsere Zeit herziehen zu können. Ist halt total lustig ...

Roman ist okay, man kann ihn als Mediensatire auffassen und Hitler geht ja eh immer. Wer ihn nicht lesen will, verpasst aber auch nichts wichtiges.
Homo Faber. Ein Bericht.
Ich hatte irgendwie das Gefühl dieses Buch jetzt lesen zu müssen.
Ich weiß nicht so genau was ich davon halten soll.
Selbst Effi Briest war spannender als Homo Faber!
Homo faber ist fantastisch. Wenn man halt nur das Lustige Taschenbuch gewöhnt ist, hat man damit Schwierigkeiten, ich weiß. Jedoch ist es ein fantastisches Plädoyer für Emotionen und die Lust am Leben. Das verstehen Mathematiker nur nicht, weil sie da bestimmte... Dispositionen haben. Ihr Loser!
Das Lustige Taschenbuch ist teilweise wieder richtig gut, seit Casty regelmäßig Geschichten schreibt. Du Loser!
Stadt der Träumenden Bücher von Walter Moers gelesen von Dirk Back
5/5

Die Reinheit des Todes von Vincent Kliesch gelesen von Uve Teschner
So ziemlich das schlechte was ich je gehört habe. Wild springt der Autor zwischen 2 Handlungssträngen, sowie in der Zeit hin und her, man verliert so schnell den Überblick.
Ansonsten ein 'klassischer' Roman, der Protagonist ist ein LKA-Beamter dessen Familienleben kaputt gegangen ist und der psychische Probleme hat. Er wird zum 3ten Fall eines Serienmörders aus Brandenburg nach Berlin geholt, da er von einigen alten Kollegen für seine andere Denkweise geschätzt wird.
Fazit mit Spoilern:
Allem in allem ist die Haupthandlung recht langweilig, auch da sie das Klischee erfüllt das der Täter in schlimme Kindheit hatte und daher mordet.
Deutlich interessanter ist der zurückliegende Fall, der der Grund für die Probleme des LKA-Beamten ist.
Leider wird diese, eigentlich deutlich interessantere Gesichte durch den aktuellen Fall überschattet und sehr weit in den Hintergrund gerückt.
1/5

Edit: Außerdem wirkt es als Hörbuch an einigen Stellen etwas sehr hölzern.
"Die Deutschen und der Iran" von Matthias Küntzel beleuchtet die besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und dem Iran, dessen Wurzeln noch im Kaiserreich zu finden sind. Ich finde es ein gut zu lesendes und sehr interessantes Buch. Auch ein anderes Buch von Matthias Küntzel ("Djihad und Judenhaß") kann ich nur empfehlen. Es widerspricht explizit der (antiimperialistischen) linken Sichtweise, dass der Antisemitismus ausschließlich ein europäisches Exportgut sei.

Etwas für zwischendurch noch das Büchlein "Respektverweigerung: Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten. Und die eigene auch nicht." von Sama Maani, auch wenn die psychoanalytischen Ansätze manch einem etwas beliebig erscheinen mögen. Er schreibt übrigens auch wöchentlich für den Standard, was ich auch sehr lesenswert finde, gerade seine ersten Beiträge könnten einigen Linken mal wieder die Religionskritik näher bringen.

Ansonsten lese ich gerade "Der Koran - Botschaft der Liebe, Botschaft des Hasses" von Hamed Abdel-Samad und (mal wieder) das Kapital von Marx. "Die Traumdeutung" von Freud befindet sich seit wenigen Tagen in meinem Besitz und wird hoffentlich danach gelesen.
menag;22781 schrieb:"Die Traumdeutung" von Freud befindet sich seit wenigen Tagen in meinem Besitz und wird hoffentlich danach gelesen.

Was willst du denn damit?
Aufessen.
Ich hoffe, du hast kein antiquarisches Exemplar. Schmeckt bestimmt ranzig.

Edit: Und ich lese gerade "Men explain things to me"
Wenn es jemand beim Grillen gelesen hat, wäre es für mich in Ordnung!
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