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Baru;22801 schrieb:Mir wird keiner sagen können, welche Bedeutung mein Traum heute hatte, dass ich wie ein Eiskunstläufer auf Socken durch die Pausenhalle meiner alten Schule glitt?

Für 50 Euro kann ich es dir vllt auspendeln.

Edit

Julia;22803 schrieb:Ich hatte mal das Glück, dass meine Psychotherapeutin mir da ein paar Zusammenhänge erklärt hat, die mich wesentlich weiter brachten, aber das Glück hat ja auch nicht jeder.

Mein Arzt in Deutschland war Psychiater und Psychotherapeut, Neurologe, und Oberarzt und Leiter des Schlaflabors.
Traumdeutung war nie ein Thema. Man findet aber bestimmt Handbücher dazu auf Amazon - von irgendwelchen Leuten.
@Julia

Die Bibel ist kein Buch, sondern eine Zusammenstellung von Büchern, die über einen sehr, sehr großen Zeitraum entstanden sind. Auch die Schriften aus dem Neuen Testament wurden mehr als 400 Jahre nach ihrer Verfassung kanonisiert (und das AT 100 n.Chr....)
Insofern ist es ziemlich egal, ob du vorne anfängst oder in der Mitte, weil es kein Vorne und kein in der Mitte gibt. Selbst die Schöpfungsgeschichte ist aus zwei ganz unterschiedlichen Sagen zusammengestückelt, die in der Entstehung hunderte von Jahren auseinander liegen. Für den Einstieg würde ich eher sowas wie Prediger, Jona oder das Hohelied empfehlen, das sind heute auch noch recht schöne Stücke. Die ganzen Grausamkeiten, Aneinanderreihungen von Geschlechtern und steinalten Gesetze in Deuteronomium, Josua usw. liest glaub ich eh kaum jemand... schon gar ned in der Kirche Big_smile
(Da wird sowieso nur das Johannesevangelium oder einer der Johannesbriefe vorgelesen. Da kann man schön irgendwas pseudophilosophisches, warmherziges drumrumbauen und dieses Zeug von dem Wort, das irgendwie auch Gott ist und so klingt halt schön und ein bisserl esoterisch, auch weil man es ned versteht.)
Julia;22803 schrieb:Das kann man eh nur selbst deuten, weil das sehr individuelle Dinge sind. Aber ein Handbuch, wie man an die Sache rangeht, wäre dennoch nicht schlecht. [...] Aber wem erzähl ich das... ihr glaubt ja eh, das sei alles nur random-Schmarn Tongue
Ich erinnere mich leider fast nie an meine Träume. Hmm
Sonst wäre es so ein Handbuch schon praktisch.
Und das Träume komplett random sind glaube ich nicht, wir verarbeiten im Schlaf auch den Tag.
Ist nur die Frage ob sie eine Bedeutung für die Zukunft haben.

So ein Ouija Brett funktioniert ja auch, wenn auch durch das Unterbewusstsein.

Zitat: Jedoch fand ich das alte Testament echt langweilig, bzw. nicht lesbar und es widerstrebt mir ein Buch erst ab der Mitte anzufangen..
Die Bibel ist eine Sammlung von Bücher.
In den Evangelien im NT steht sogar größtenteils das Gleiche.
Man muss sie also nicht von vorne nach hinten lesen.

Edit Kirin war besser und schneller.
FireBird;22806 schrieb:In den Evangelien im NT steht sogar größtenteils das Gleiche.
Man muss sie also nicht von vorne nach hinten lesen.
Jein, in Markus / Lukas / Lothar steht in großen Teil fast wortgleich derselbe Text, Johannes weicht sehr, sehr stark ab und hat auch einen komplett anderen Ansatz. Man hat übrigens auch öfter versucht, die Evangelien zusammenzufassen, die Bibel der syrischen Christen beinhaltet z.B. so ein kompiliertes NT.
FireBird;22796 schrieb:Er ist wieder da steht hier seit Ewigkeiten als Hörbuch rum.

Christoph Maria Herbst hat mich mega schnell gestört mit der aufgesetzten Sprechweise.
Generell nervt mich diese karikierende Hitler-Darstellung, entweder mit Dialekt oder Geblaffe, ich mag ja auch Somuncu nicht. Das sorgt doch dafür, dass die Leute zu unrecht denken, Hitler hätte sich wirklich nie normal ausgedrückt. "Haha, wie dumm die Leute damals waren, so einer aggressiven Witzfigur nachzulaufen, also mir wäre das nicht passiert".

Again, ich will keine Satire verbieten, aber ich nehme mir heraus, das nervig und kontraproduktiv zu finden.

Nicht mal im NS-Dokuzentrum in München hatte man aufbereitete Tonbandaufnahmen der Reden.
Meint Lothar Matthäus?
Weil ein Lothar Evangelium kenne ich jetzt nicht.
Aber ich mal wieder gezeigt wie schlecht ich die Bibel kenne. Big_smile
Julia, ich persönlich rate auch davon ab, die Bibel von vorne nach hinten zu lesen, so hab ichs damals auch nicht geschafft...
@Yankzou
Dazu gibt's hier auch einen richtig guten Artikel.
Kirin;22808 schrieb:Jein, in Markus / Lukas / Lothar steht in großen Teil fast wortgleich derselbe Text, Johannes weicht sehr, sehr stark ab und hat auch einen komplett anderen Ansatz.

Könnte bitte jemand Kirin für den Lothar-Matthäus-Wortwitz verwarnen? Danke!
Will garnicht so tief jetzt hier ins OT abrutschen, nur dazu noch:
FireBird;22806 schrieb:Ist nur die Frage ob sie eine Bedeutung für die Zukunft haben.
Alles, was du tust, hat eine Auswirkung und Bedeutung für die Zukunft. Wenn du jedoch fragst, ob du durch deine Träume in die Zukunft sehen kannst oder Hellsehen kannst, dann lautet die Antwort (fast) immer "Nein". Es mag auch Bücher geben, wo Träume, wie Tarot funktionieren sollen, aber das sollten keine etablierten sein. Ich bezweifle auch, dass das Freuds oder Jungs Aussage war.
Freud wird in jedem Buch früher oder später bei Sex landen.
Kirin;22805 schrieb:Aneinanderreihungen von Geschlechtern

Willst du hier wieder eine Diskussion über Frauen* starten oder was?
Hey nix gegen Frauen! Im Bikini sind die ganz erträglich...
Ich wusste mal wieder nicht, wohin damit und wollte auch keinen neuen Thread aufmachen:

Mal wieder ein ganz nettes Humble Comics Bundle (glaube ich, ich kenn mich da ja nicht aus Voegsm):
Eisner Nominees 2017
Heute morgen um 3:00 Uhr beendet, nachdem ich die Phase erreichte, bei er es keinen Sinn mehr macht, ein Buch noch zuzuklappen.

Selbstporträt mit Flusspferd von Arno Geiger, ein kleiner und angenehmer nostalgischer Sommerroman über das Ende einer Beziehung. Julian ist 22 Jahre, Student der Tiermedizin, lebt in Wien und seine Freundin hat Schluss mit ihm gemacht. Er hatte es eigentlich selbst herbeigesehnt und provoziert, ist damit dann aber doch nicht glücklich. Zusätzlich muss er nun auch noch Mietschulden beim Vater seiner Ex-Freundin begleichen. Um das Geld zusammenzubekommen nimmt er einen Ferienjob bei einem sterbenden Professor an, um in dessem Garten ein Flusspferd zu versorgen, das dort aufgepäppelt werden soll.

Der Roman vermittelt nichts Spektakuläres, keine tiefen Einsichten in die menschliche oder männliche oder noch halb jugendliche Psyche, aber um so mehr konnte ich mich mit ihm identifizieren - ebenso wie der Erzähler aus der Erinnerung heraus. Obwohl ich nicht unbedingt das gleiche erlebt habe und leider auch nicht einen Sommer lang ein Flusspferd versorgen durfte, sind die chaotischen und verletzten Gedankengänge und das Handeln von Julian verständlich für mich, selbst wenn sie mal pathetisch sind.

Volle Leseempfehlung. Bonus-Punkte für die Anwesenheit eines Flusspferdes.
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