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Trumps Statement zum heutigen Tage:
Zitat:Statement by the President on International Holocaust Remembrance Day

“It is with a heavy heart and somber mind that we remember and honor the victims, survivors, heroes of the Holocaust. It is impossible to fully fathom the depravity and horror inflicted on innocent people by Nazi terror.

“Yet, we know that in the darkest hours of humanity, light shines the brightest. As we remember those who died, we are deeply grateful to those who risked their lives to save the innocent.

“In the name of the perished, I pledge to do everything in my power throughout my Presidency, and my life, to ensure that the forces of evil never again defeat the powers of good. Together, we will make love and tolerance prevalent throughout the world.”
Und wer wäre geeigneter, um love & tolerance wieder great zu maken? Lol

Gast

Likedeeler;17623 schrieb:Und wer wäre geeigneter, um love & tolerance wieder great zu maken? Lol

Erdogan! Stammt nicht sogar von ihn das Zitat : " Wir müssen alle Kurden und Ungläubigen tolerieren. Solange sie weit weg sind!" ( zitat frei erfunden)

Aber seid neusten wird ja für Erdogan Anhänger hier eine neue Form der Beerdigung angeboten: Dabei wickelt man die Menschen in Leinen ohne Sarg und darf sie aufkeinenfall bei Ungläubigen beerdigen....
Also nach den letzten Punkt hätte ich gesagt. " Tja Pech gehabt, in der Welt sind schon überall Ungläubige gestorben, da müsst ihr euch leider auf den Mond schießen!"
Naja aber die Friedhöfe feiern das jetzt, wegen neuen Kunden.
Ich frage mich, wie sieht sowas aus?
" Wir bieten das Standart Paket für 1000 Euro in Heiliger Erde direkt neben den Christen an oder wenn sie bereit sind 5000 zu Zahlen bekommen sie das Bonus paket! Garantiert Ungläubigen frei und mit 1 zusätzlichen Jungfrau. "
Acja Religion ist lächerlich Wink
Eins vorweg: Gibt es tatsächlich ein neues Angebot für muslimische Beerdigungen?
---- ab hier ein kleiner Rant gegen undurchdachte (und ich nehme an unbeabsichtigte) Intoleranz -----
Und dann: Darf ich ein paar zusätzliche Fragen stellen?
Ich mach mal:
1. Was haben muslimische Beerdigunsriten speziell mit Erdogan zu tun? (Also auf was berufst du dich)
2. Warum ist es etwas schlimmes (bzw. lustiges) wenn Muslime auf muslimische Begräbnisse bestehen?

Bislang sahen muslimische Beerdigungen in Deutschland so aus, dass die Muslime ihre Verstorbenen, so sie es sich leisten konnten, in das Ursprungsland ihrer Familie zurück gebracht haben, damit es eine der Religion angemessene Beerdigung ist. (Da muslimische Gemeinden keine Körperschaft des öffentlichen Rechts sind dürfen sie keine eigenen Friedhöfe haben. Wer sich also eine Beisetzung im Ursprungsland nicht leisten konnte war [oder ist?] auf das jeweilige Angebot der christlichen Gemeinde vor Ort oder der Kommune angewiesen. - Was natürlich nicht jeder will.)
Beerdigung im Ursprungsland beinhaltet:
Beerdigungskosten; Transportkosten; Reisekosten
Und diese Zusatzkosten gibt es mit dem super Angebot, dass man das Grab des Verstorbenen vermutlich höchstens einmal im Jahr besuchen kann, wenn man sich den so oft einen Urlaub im entsprechenden Gebiet leisten kann. (Wobei das bei Muslimen häufig kein so großes Problem ist, Grabpflege und Totenkult wie im Christentum ist eher unüblich.)

Nun gibt es also (vielleicht?) ein Angebot von Beerdigungen das ein gläubiger Moslem annehmen kann und dann ist es "lächerlich". o.O? Der Hammer...

Und dann noch ein kleiner Zusatz:

Zitat:Dabei wickelt man die Menschen in Leinen ohne Sarg

Ein Glück. Dadurch wurde in vielen Teilen Deutschland diese unsägliche Sargpflicht abgeschafft.
Hier eine vollkommen von Religion losgelöste Liste von Fragen:
1. Warum packen wir Körper deren Sinn es ist zu kompostieren in eine Schutzhülle die diesen Vorgang verzögert?
2. Warum zahlen wir dafür im günstigsten Fall mehrere hundert Euro, wenn man den Toten auch einfach in einem Tuch (oder ganz ohne irgendeinen Zusatz) beisetzen könnte?
3. Warum sind diese Schutzhüllen, die wir vergraben, auch noch darauf ausgelegt gut auszusehen?

Ich will niemandem Vorwürfe machen der sich für einen Sarg entscheidet. Wenn man damit die Trauer verarbeitet oder irgendwelchen religiösen Regeln folgt, dann bitte. Aber wenn man sich mit solchen Sätzen als vernunftbegabter Mensch über Religionen stellt:
Zitat:Acja Religion ist lächerlich
Dann sollte man doch diese Vernunftbegabung mal ausnutzen um die eigenen Riten und Traditionen zu hinterfragen.

Aber du darfst mir gerne erklären warum es besser ist eine Leiche in einer Holzkiste zu vergraben als in einem Tuch.

Gast

Skafdir wir haben bisher Sarg Pflicht gehabt... Selbst wenn du dich fürs verbrennen entscheidest!
Bisher sieht es jedoch nicht so aus, als wenn jeder nun frei entscheiden dürfte... Sondern halt nur auf ganz Speziellen Friedhöfen wird es angeboten ( den es muss ungläubigen Frei sein) Sobald das Wort Ungläubig fällt, werde ich gerne Intolerant gegen jede Religion^^

Und wegen den kosten: Bisher wurde es von Amt übernommen, wenn man Tote aus religösen Gründen in die Heimat zurück schicktWink Unglaublich aber wahr^^ (Das können sie jetzt wohl umgehen, also das Amt kann da sparen)
Letztendlich mache ich mich aber auch über die Christen Lustig.
Wenn ich tod bin, was interessiert es mich denn dann wo ich bererdigt werde? (zum trauern brauch man ja auch keinen Priester oder Insitut)

PS: Hauptsächlich kritisiere ich den kapitalistischen Aspeckt: Denn Hauptsächlich wird es ja nur aus Finanziellen gründen eingeführt... Die religösen bedingungen sind ja mehr oder wneiger nicht erfüllbar. (Denn man darf eigentlich auch nicht da beerdigen wo schon jemand niedergelegt wurde. (Das wird auf Friedhöfen schwirig^^). Aus Finanziellen Gründen, haben immer mehr Christen in der Vergangenheit an allen gespart. Naja und die Bestattungsisitute verdienen mit den Tod halt ihr GeldSmile Sie schauen sich also sozusagen nach neuen Märkten um!


PS2: Aber Hauptsächlich finde ich es einfach lustig. Da Religion halt lustig ist. Ich habe natürlich nichts dagegen, wenn sie ihre Menschen hier bestatten wollen. Ich Frage mich halt nur, wie man diese Bedingungen schaffen möchte?
Laut diesem FAZ-Artikel stünde Deutschland ohen die USA schlecht da, aber ist man wenn man sich so abhängig von einem Land macht nicht selber Schuld?

Dazu macht Trump mit seiner absolut reaktionären Politik weiter, zum Glück ist es noch nicht gefährlich geworden, zumindest nicht für uns Europäer.
Sean Spicer versucht zu erklären warum es absolut notwendig war einen fünfjährigen in Handschellen zu legen und fünf Stunden lang festzuhalten.

Vielleicht bin ich als Vater befangen und zu emotional bei der Sache.
Aber wie zur Hölle kann es sein das keiner der Reporter aufgesprungen ist und den Scheißkerl wenigstens angeschrien hat?

Ja, natürlich kriegt die gesamte Regierung dafür gerade die notwendige Antwort, aber wieso konnte er wenigstens 40 Sekunden lang so eine Scheiße brabbeln ohne unterbrochen zu werden?

Selbst wenn man mit dem Argument kommt das ja irgendwelche Terroristen einen Bombengürtel an den Jungen hätten schnallen können, dann ist das innerhalb von fünf Minuten geklärt und nicht innerhalb von fünf Stunden und vor allem braucht man keine Handschellen wenn man einen fünfjährigen an Ort und Stelle halten will.

Das führt zur nächsten Frage: Wurde wer auch immer das getan hat entlassen und angezeigt?


Edit: --- durchatmen ---
zum FAZ-Artikel: Ich würde es gar nicht so drastisch sehen.
1. Komplett ohne Amerika wird es auch ohne Trump nicht sein, ist ja keine "entweder oder Frage". Die Exporte werden einbrachen aber nicht vollständig wegfallen.
2. China will immer noch Produkte exportieren und importieren und da wird Europa plötzlich viel interessanter.
3. Insgesamt wird das vor allem eine Verschiebung der Handelspartner bedeuten, nicht zwingend eine Veränderung des Handelsvolumen... und wenn Deutschland in der Vergangenheit eins bewiesen hat, dann das es diesem Land egal ist mit wem es Geschäfte macht.
[Bild: DWO-IP-Ruestung-Aufm-Aufm-jpg.jpg]
Quelle

In diesem Sinne: Ganz ruhig, wenn das Nachkriegsdeutschland eine Sache gelernt hat dann ist das wie man aus Krisen anderer Leute eigene Gewinne macht.
Skafdir;17662 schrieb:
Zitat:Dabei wickelt man die Menschen in Leinen ohne Sarg

Ein Glück. Dadurch wurde in vielen Teilen Deutschland diese unsägliche Sargpflicht abgeschafft.
Hier eine vollkommen von Religion losgelöste Liste von Fragen:
1. Warum packen wir Körper deren Sinn es ist zu kompostieren in eine Schutzhülle die diesen Vorgang verzögert?

Nur kurz dazu von mir was.. entschuldigt bitte, falls das schon geklärt wurde.. hab keine Zeit alles in diesem thread zu lesen..

Eine Freundin von mir ist Bestatterin und die hat mir diese Frage auch schonmal beantwortet Wink Ab einer gewissen Körpergröße braucht der Körper Luft um sich herum, um verwesen zu können. Eine Katze kann man bedenkenlos vergraben, einen mittelgroßen Hund nicht mehr. Wenn der Körper direkt in die Erde gegeben wird, findet eher eine Art Mumifizierung statt. Der Körper braucht wesentlich länger zum verwesen.
Interessanter Punkt. Das ist ja tatsächlich mal die Erklärung warum Holzkiste besser ist als Tuch. Ich mag es wenn Leute meinen Aufforderungen nach kommen. ^^

Nun habe ich auf die schnelle drei Dinge dazu gefunden:

1. Bestätigung (von Bestattungsinstituten... da die die Dinger verkaufen wollen nicht zwingend eine gute Quelle.)
2. Verneinung (aber von Seiten die keine Quelle angeben)
3. Eine auf Wikipediaart aufgebaute Seite die aussagt das die Auswirkung von einem Sarg auf die Verwesung wissenschaftlich nicht nachgewiesen sei.

Haupttäter im Bereich "nicht-Verwesen" scheinen aber weder Särge, noch "nicht-Särge" zu sein, sondern viel mehr feuchte Böden. Was ich besonders merkwürdig finde. Aus folgendem Grund: Also die Art Böden in dem sich die meisten Viecher rumtreiben sind schlecht für die Verwesung? (Konterintuitiv aber irgendwie schon logisch, wie sonst kommt es zu Moorleichen? - obwohl Moorleichen auch ein typischer Fall von "survivor" fallacy sein könnten - frei nach dem Motto: Wir kennen nur die Leichen die zufällig in Mooren konserviert wurden und wissen nicht wie viele einfach verwest sind. - Leiche im Moor + Sauerstoff ist nach Wikipedia ziemlich schnell weg. Wodurch deine Freundin mit dem Punkt Sauerstoff in jedem Fall recht hat.)
Pietätloser Scherz am Rande: Das Problem ließe sich also einfach lösen, wenn man Friedhöfe mal häufiger pflügen würde.

Führt dann wohl zu folgender spontanen Änderung meiner bisherigen Annahme:
Särge sind nur dann ein Problem wenn man welche aus Hartholz nimmt.
Womit folgendes der Fall wäre: Diese Sargpreise sind nicht nur überteuert, sondern gerade die teuersten Särge würden ihren Zweck am schlechtesten erfüllen. (Sprich: Kritikpunkte 2 und 3 bleiben bestehen.)

Ich glaube ich bleibe einfach bei der für mich einfachsten Form von möglicher Bestattung:
Alles rausnehmen und wiederverwerten was irgendwie noch nutzbar ist, sorry an die Person die sich Hoffnung auf meine Leber macht, und den Rest dann verbrennen. Dann muss ich mir zumindest keine Gedanken darum machen das ich einige Jahre später noch da bin und irgendeinem armen Friedhofsmitarbeiter einen echt miesen Arbeitstag verursache.
Es ist doch das, was ich hier bereits vor kurzem schrieb: Die USA hat ein enormes Handelsdefizit, mit welchem sie die Weltwirtschaft betreibt. Wenn sie damit aufhört, dann werden primär Deutschland und China schauen müssen, wohin sie die nun übriggebliebenen Waren und Dienstleistungen bringen. Dass China also exportieren will und sich nun dafür Europa sucht, wird auf Deutschland eher negative Auswirkungen haben. Die Rest-EU wird davon vermutlich fast garnicht betroffen sein, ob sie von Deutschland oder China einkaufen ist denen ziemlich egal.

Aber gerade deshalb wundere ich mich auch, weshalb du trotzdem die USA als den kapitalistischen Vorreiter siehst, obwohl Deutschland der USA in nichts nachsteht. Der Unterschied ist der in Deutschland so verbreitete Korporatismus und die Volksgemeinschaft, weshalb die Auswirkungen des Kapitalismus innerhalb Deutschlands etwas abgeschwächt werden.

Und weil ich schon dabei bin: Du sprachst vor ein paar Seiten von gutem Patriotismus (deiner) und schlechtem Partiotismus, welchen du den USA und Frankreich zuschriebst. Das musst du wirklich genauer erklären. Gerade die USA und Frankreich sind doch Musterbeispiele, in denen der Patriotismus primär ein Verfassungspatriotismus ist: Liberte, Egalite, Fraternite, der Sturm auf die Bastille und die Französische Revolution statt der schönen deutschen Wälder und vermeintlichen Charaktereigenschaft der Deutschen wie fleiß und andere preußische Tugenden. Die USA, die schon immer die Verfassung und die Unabhängigkeitserklärung in den Mittelpunkt ihres Patriotismus stellte. Das passt so garnicht zu deiner Behauptung, gerade der Französische und US-Patriotismus sei einer, welcher sich primär auf ein Stück Land bezieht. Das tust du doch auch, wenn du von Europa redest.
Zitat:Dass China also exportieren will und sich nun dafür Europa sucht, wird auf Deutschland eher negative Auswirkungen haben

Durchaus richtig. Aber den Untergang der deutschen Wirtschaftsmacht wie die FAZ ihn herbei schreibt sehe ich trotzdem nicht.

Zitat:weshalb du trotzdem die USA als den kapitalistischen Vorreiter siehst, obwohl Deutschland der USA in nichts nachsteht.

Die USA sind durchaus der Vorreiter, vor allem auf ideologischer Ebene. Was man ja auch daran sieht, das die US-Regierung bereit ist mit der Begründung des Kapitalismus die eigene Bevölkerung leiden zu lassen. Es ist durchaus positiv zu bewerten wenn eine Regierung versucht die negativen Auswirkungen des Kapitalismus von der Bevölkerung abzuhalten. Eigentlich sollte das insgesamt das Selbstverständnis von Staaten sein. Positive Auswirkungen zulassen, negative abwehren.
Noch idealer wären natürlich Staaten die versuchen direkt kaptialismuskritisch zu sein. Gleichzeitig bin ich auch ein großer Befürworter von Einhörnern für alle.

Wie du darauf kommst das ich Deutschlands Rolle in der Welt insgesamt besser bewerte ist mir etwas schleierhaft. Scheinbar bin ich zu leise und vorsichtig in meiner Kritik am Neoliberalismus und an Deutschlands Rolle in der EU?
Also ernsthaft, ich habe nicht das Gefühl an Kritik zu sparen.
Ich bemühe mich nur gleichzeitig nicht jedesmal die Weltrevolution zu fordern wenn ich etwas schreibe.
Derzeit leben wir nun einmal in einem nationalstaatlichem Kapitalismus. Da kann man noch so sehr gegen sein der Fakt bleibt erstmal bestehen.

Zum Patriotismus:

Die USA sind in weiten Teilen tatsächlich ein falsches Beispiel meinerseits. Zumindest das was man an "offiziellem Patriotismus" hat, entspricht diesem "Verfassungspariotismus". Man verzeihe mir das ich dank der letzten Entwicklung eher die amerikanische Rechte im Blick hatte, denen die Werte des Landes egal sind und denen es mit ihrem Patriotismus eigentlich nur um eine Ausrede geht den eigenen Egoismus auch ausleben zu dürfen.
Ich betätige mich mal als Wahrsager und behaupte: Die nächsten vier Jahre werden von genau diesem Patriotismus dominiert werden, in dem es nicht um Amerika als ein moralisches Idealbild geht, sondern um Amerika als ein Stück Land das man vor äußeren Einflüssen verteidigen muss.

Im Falle Frankreichs hat man beides nebeneinander. Die Verehrung des Stück Land genauso wie die der Ideale. In beiden Fällen besitzt dieser Patriotismus aber sehr ausschließende Züge.
Zitat:Liberte, Egalite, Fraternite, der Sturm auf die Bastille und die Französische Revolution
Sind hier Dinge die dem franzözischen Volk quasi als "Geburtsrecht" mitgegeben werden. Es ist ein Patriotismus für Franzosen, keiner für alle in Frankreich lebenden.
Also ja, die Franzosen haben auch einen werteorientierten Patriotismus, aber im Endeffekt ist es nicht die Einhaltung dieser Werte, sondern die Abstammung die für viele wichtiger ist.
(Hierbei sei anzumerken das Umfragen widersprüchliche Ergebnisse liefern. Aufgrund der gestiegenen fremdenfeindlichen Gewalttaten neige ich dazu dem eher positivem Befund etwas skeptischer gegenüber zu stehen. Kann aber gut sein das die Bevölkerung insgesamt toleranter wird, die Intoleranten aber militanter. Denkbar ist das.)

Dann zu meinem "guten" Patriotismus und warum ich das nicht einfach auf die Ebene Europa erweitere.
Ich hätte vielleicht die Sache mit dem "Zufall der Geburt" mehr ausführen sollen.

Für gemeinsame Werte von Freiheit, Toleranz und Frieden kann jeder stehen, unabhängig von der Herkunft. Das bedeutet damit also das jeder der sich als Europäer fühlt dies auch vertreten kann.
Auch sonst ist die Einschränkung auf Europa höchstens aus praktischen Gründen gegeben. Vom Prinzip her ist es mir egal welche Länder Teil der EU werden. Beispiel fernab der Realität: Sagen wir mal Argentinien würde EU-Mitglied werden wollen und hätte alle Bedingungen erfüllt, dann hätte ich damit überhaupt kein Problem.
Aber ja damit du auch wieder was zum richtigen kritisieren hast: Es geht mir bei der Idee der EU auch absolut darum das es als Staatengemeinschaft leichter ist im globalen kapitalistischen Wettbewerb nicht unterzugehen. Nicht weil ich das irgendwie gut fände, sondern einfach weil es derzeit eine Realität ist die nicht von heute auf morgen abzuschaffen ist.

Die Widersprüche die bei mir dann auftauchen haben meist die Ursache das Idealbild und Realität kollidieren. Es hat einige Zeit gebraucht bis ich wirklich akzeptiert habe das es wenig bringt sich immer und kompromisslos an das Idealbild zu klammern.
Bildlich gesprochen: Anstatt gegen Windmühlen zu kämpfen bemühe ich mich eher auf den Bau von Windmühlen Einfluss zu nehmen.

Ich bemühe mich ja auch diese Widersprüche wenn sie auftauchen zu erklären und aufzulösen. Aber das gelingt natürlich nicht immer. Insofern bin ich mehr als dankbar wenn es angesprochen wird.

Gast

Nun Wenn alle Märkte zusammenbrechen... Dann ist das zwar in ersten Moment scheiße, aber auf langer sicht, wäre das eine change für Reformen^^

Man darf ja wohl noch Optimistisch seinWink
Egal was passiert, man lernt aus seinen Fehlern nichts.
Auch die großen Kriesen haben keine langfristigen Änderung nach sich gezogen.
Daher gehen die Chancen für eine Änderung gegen 0, auch wenn es einen kompletten Crash gibt.
Ich würde wirklich nicht so negativ denken.

Es braucht weder einen totalen Crash, noch hat man aus ehemaligen Krisen nichts gelernt.
Die Lehre aus dem zweiten Weltkrieg hält bis heute zum Beispiel recht gut.

Die Sache ist halt das gesellschaftliche Reformen viel Zeit und Energie benötigen und auch wenn es unbefriedigend klingt, aber auch ein Viertelschritt in die richtige Richtung geht immer noch in die richtige Richtung.

Quasi als meine Worte zur Nacht: Bei allem was schlecht läuft der Silberstreif ist sichtbar.
FireBird;17758 schrieb:Egal was passiert, man lernt aus seinen Fehlern nichts.
Doch. Aus den eigenen Fehlern lernt man am besten. Es ist nur schwieriger wenn Konflikte über Generationen hinweg gehen, da jeder der sich neu damit befasst, die Fehler der anderen erstmal nachvollziehen muss. Und das ist sehr mühsam, aber kann auf lange Sicht auch funktionieren.