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Gast

Terminator;17035 schrieb:
Zitat:sondern im Gegenteil indem man mit guten Argumenten zeigt, dass diese Ideen eben unabhängig vom Parteibuch einfach falsch sind.

Zu schwammig und nützt nichts, man kann sich alles zurechtargumentieren. Postfaktisches Zeitalter und so.

Versucht die Linke Partei ja auch schon seid Jahrzehnten erfolglos... Also "Argumente" bringen dich in der Politik leider nicht weiter. Irgendwie muss man einen Weg finden, Bedingungsloses grundeinkommen, Bildung und Welt ohne grenzen in Dinge zu verpacken die auch der Dorf Trodel versteht^^

Eigentlich müsste die Zielgruppe der Linken aus knapp 70% der Menschen bestehen... mindestens! Doch die realität zeigt, das schon vor Wagenknecht etc. (bzw geflüchtete Menschen Thema). Man bisher hauptsächlich nur Studenten erreicht hat^^ Würden die Menschen auf Argumente hören, hätte die Linke schon seid den versagen der SPD eine Regierung gestellt^^
Stella Sar;17054 schrieb:Würden die Menschen auf Argumente hören, hätte die Linke schon seid den versagen der SPD eine Regierung gestellt^^

Also seit 1914?

Gast

menag;17055 schrieb:Also seit 1914?

Sein wir mal fair und sagen das die Spd durch aus in der Nachkriegszeit einen Okayen Job gemacht hat. Der totale zerfall fing ungewär 1999 an. Als seine Agenda 2010 zum erstenmal Thema wurde
-"Die 3.9 als Durchschnittsnote der Matheabitur-Testklausur sind zu schlecht!"
Schulsenators :"Geben wir ihnen einfach 3 Notenpunkte mehr, diese neuen bundesweiten einheitlichen Aufgabe sind viel zu schwer!"
-"Aber es gi..."
Schulsenators:-" Keine Widerworte! Mathe ist eh ein Graus. Schuld sind entweder die Schüler oder auf die Aufgaben"
Trottet aus dem Raum und denkt sich, "oder der Matheunterricht für den du verantwortlich bist."

Deutschland deine Bildung.
via fefe
Zitat:Besonders geärgert hat mich dieser Satz hier:

"Wir wissen nicht, ob es an den Schülern liegt oder die Aufgaben an sich zu schwer waren", so der Senator.

WEDER NOCH, du Hampelmann! Wenn die Schüler nach eurem Unterricht kein Mathe können, dann war euer Unterricht Scheiße, nicht die Schüler!

Woher weiß er denn jetzt, dass die Schüler kein Mathe können? Vielleicht lag es ja wirklich an den Aufgaben. Und das ist nun mal schwierig zu überprüfen, denn:

Zitat:Wie sieht das denn in anderen Bundesländern aus, fragt ihr euch jetzt vielleicht? Nun, Hamburg waren die einzigen, die eine Probeklausur geschrieben haben. Daher wissen wir es nicht.

Woher also die Sicherheit, dass es an der Schule in Hamburg lag, wenn man garkeinen Vergleich hat?
An den Aufgaben wird es kaum gelegen haben, die stehen ja schon eine Weile vorher fest und daher sollte dem Personal die Schwierigkeit bekannt sein und es ihnen damit möglich sein den Lehrplan entsprechend festzulegen.
Etwas was hier anscheinend nicht passiert ist, wobei Hamburg leider ein kleines Land ist und damit die Vergleichsgruppe recht klein ist.
Spätestens beim Abitur werden wir sehen wie schlecht Hamburg im Vergleich zu Bayern abschneidet, dann wissen wir, dass es am Unterricht liegen muss. Wink
Soweit ich weiss hatten Hamburgs Schulen schon immer einen schlechten Ruf.

---

Das ehemalige Nachrichten-Magazin bescheinigt der Elphi eine Kostensteigerung von 150%.

Helft mich mal bitte bei meine Mathematik:´von 70 Mio auf 780 Mio, sind das nicht eher Kostensteigerungen von 1014%?


Spoiler!:
FireBird;17123 schrieb:An den Aufgaben wird es kaum gelegen haben, die stehen ja schon eine Weile vorher fest und daher sollte dem Personal die Schwierigkeit bekannt sein und es ihnen damit möglich sein den Lehrplan entsprechend festzulegen.

Also zumindest beim Zentralabi in Hessen waren die Aufgaben meines Wissens dem Lehrpersonal nicht bekannt. Waren die Aufgaben schon seit 10 Jahren bekannt? Oder wie sollte man da den Lehrplan rechtzeitig anpassen?
Zitat:Spätestens beim Abitur werden wir sehen wie schlecht Hamburg im Vergleich zu Bayern abschneidet, dann wissen wir, dass es am Unterricht liegen muss.

Nein wissen wir nicht. Da Bildung Ländersache ist, ist ein Abitur aus Hamburg nicht direkt mit einem aus Bayern vergleichbar. Die Anforderungen sind zwar ähnlich, aber eben nicht mehr als ähnlich.
"Zentralabitur" bedeutet nicht "deutschlandweit zentral" sondern lediglich auf Länderebene "zentral". Das Zentralabitur in NRW hat also lediglich dafür gesorgt, dass man nun zumindest beim Abitur in NRW die einzelnen Schulen miteinander vergleichen kann.

Das Bildungssystem ist insgesamt ein Graus... aber ich sollte mich nicht beschweren, ich verdiene mein Geld als Nachhilfelehrer, eine desolate Schulpolitik sichert mein Gehalt. Hmm

Zitat:Also zumindest beim Zentralabi in Hessen waren die Aufgaben meines Wissens dem Lehrpersonal nicht bekannt.

Die Aufgaben selbst sind nicht bekannt, aber Art und Struktur kennt man.
Deshalb wird der Matheunterricht nun auch immer mehr zu einer Art "Deutsch Light". Da diejenigen die die Matheprüfungen stellen, zumindest in NRW, eine diebische Freude daran haben in der Aufgabenstellung leichte Stolperfallen, wie verneinte Fragen o.ä. einzubauen. Die Lehrer, zumindest diejenigen die versuchen ihren Schülern zu guten Noten zu verhelfen, versuchen darauf im Unterricht natürlich vorzubereiten.
Jetzt wird natürlich gerne argumentiert, das es in Mathe ja auch darum geht die Logik einer mathematischen Fragestellung erkennen zu können. Allerdings frage ich dann: Warum werden die Bildungsbereiche überhaupt in Sprachen, Naturwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften getrennt? Weil es sinnvoll ist, ist die einfache Antwort.
Für Sozialwissenschaft brauche ich auch Mathe, also sollten unbedingt Statistikaufgaben in die Klausuren.
Und warum eigentlich nicht mal in Deutsch einen Sachtext über Chemie auf seine Richtigkeit überprüfen?

Anmerkung: Ich habe nichts gegen Textaufgaben an sich. Es ist durchaus wichtig das Schüler, schon sehr früh, lernen wie man aus einer Alltagsformulierung ein Problem macht das mathematisch lösbar ist.
Wenn immer nur mit den fertigen Termen geübt wird, dann werden Schüler nicht in der Lage sein das erlernte auch anzuwenden.
Meine Kritik bezieht sich darauf, dass die Fragen relativ häufig unnötig kompliziert formuliert werden.

Wann wird das zu einem Problem?
Über einen anderen Lehrer erlebtes Beispiel (geht um Mathe, das unterrichte ich nicht.) :
Schüler aus Vietnam, ist vor wenigen Jahren hergekommen, mittlerweile 10. Klasse Hauptschule. (Hauptschule musste sein, weil sein Deutsch nicht gut genug war. Seine Matheleistungen könnten mit der entsprechenden Förderung absolut auf Abiturniveau sein. Anderes Problem...)
Nun kriegt dieser Schüler eine 3 in einer Mathearbeit zurück. Man fragt sich wodran das liegen kann und sieht sich die Arbeit an. Über die Hälfte der Punkte waren über Textaufgaben zu holen. Die fast alle irgendeinen sprachlichen Fallstrick drin hatten.

Kurzum nichtmuttersprachlichern oder Personen die in ihren sprachlichen Kompetenzen eingeschränkt sind, wird der Weg zu einem vernünftigen Notendurchschnitt verwehrt, weil man das Gefühl hat in allen Fächern auch die Sprache zu testen. Grundschullehrern wird in der Ausbildung beigebracht, dass sie bei jeder Frage immer überlegen sollen welche Kompetenzen sie mit der Frage eigentlich testen wollen und die Frage solange ändern, bis die Frage wirklich nur noch die nötigen Kompetenzen erfordert.
Lehrern von weiterführenden Schulen wird anscheinend gesagt: Ist doch egal, wir wollen sowieso das jeder Schüler immer alle Kompetenzen beweisen muss.
@Skafdir
Zitat:Es gibt in diesem Jahr unter anderem in Mathematik bundeseinheitliche Aufgaben

@menag
Nicht der Lehrkörper war gemeint, sondern die Verantwortlichen
für den Lehrplan waren gemeint.
Wobei es nicht auf genauen Aufgaben ankommt, sondern auf die Art.
Uh das war bisher tatsächlich an mir vorüber gegangen, klingt erstmal positiv. Ändert nichts an der mangelnden Vergleichbarkeit.
Da werden auf Grundlage von dezentralen Lehrplänen und ohne einheitliche Unterrichtsmaterialien zentrale Prüfungen gestellt.
Im Prinzip gibt es nur zwei Varianten.

A: Man prüft den kleinsten gemeinsamen Nenner. Ergebnis: Bayerns Schülern kriegen ein quasi geschenktes Abitur.
B: Man prüft etwas was einem wirklich sinnvoll vorkommt. Ergebnis: Bestimmte Bundesländer müssen im Hauruckverfahren neue Lehrpläne aus dem Boden stampfen.

Man hat sich anscheinend für B entschieden. Das man nun in Hamburg genervt ist, ist klar.

Bevor wir nicht bundeseinheitliche Lehrpläne haben können auch keine bundeseinheitlichen Prüfungen gestellt werden. Wie stellt man sich das vor?


Edit: Ein wenig eingelesen. An mir vorbeigegangen ist die Sache weil sie seit 2012 verhandelt wird und seither relativ wenig öffentliche Zuwendung kriegt. Nun besteht zumindest hier in NRW das Problem das es keine größeren Änderungen am Lehrplan gab.
Gut Englisch scheint in den bundeseinheitlichen Prüfungen noch nicht so gefragt zu sein. Vielleicht liegt es daran.

In jedem Fall werde ich mich damit mal mehr beschäftigen müssen. o.O
Wäre unschön wenn ich am Ende meinen Job falsch durchführe weil ich das Thema verpasst habe.
Insofern danke für den sehr wichtigen Hinweis.
Deutsche Politiker und ihr Verständnis von Demokratie sind schon herrlich, aber leider hat es nicht mehr viel mit Demokratie zu tun.
Ich habe, eher aus Langweile, bei der taz vorbeigeschaut und bin dabei auf einen Artikel über eine Dokumentation über Haßloch gestolpert und habe sie mir darauf angeschaut.
War nicht weiter interessant, abgesehen von den Aussagen eines Politikers, dieser hatte eine Bürgerbefragung über das lokale Schwimmbad mit angestoßen, es sollte entweder geschlossen werden oder aufwendig saniert und erweitert werden.
Nur hatten die Politiker die Befragung nicht aus Interesse, sondern aus Angst angestoßen, sie sahen keine Alternative zur ersten Option und dachten, die Bürger würden so entscheiden.
Zitat von Michael Hinz (CDU): „Machen gehört echt das Wahlrecht entzogen.[…]"
(Leider steht die Panorama Folge noch nicht online, daher kann ich das Zitat leider nicht vervollständigen.
Sollte sich bei ungefähr 15 Minuten Laufzeit finden.)


Ich war ziemlich fassungslos nach dieser Äußerung, wozu befragt man überhaupt den Bürger, wenn es eh nur eine 'richtige' Entscheidung gibt? Dann kann ich als Politiker gleich handeln und sollte nicht versuchen das Volk zu befragen.
Spoiler!:
Immerhin ging es hier nur um ein Schwimmbad und nicht um Europa. Ja, ich gucke in deine Richtung David, sehr richtig.

Was ich mich da ja frage ist, warum gehen die Politiker so ein Risiko ein?
Klar niemand ist begeistert wenn sie das Schwimmbad schließen, aber das geht doch relativ schnell unter. Ein paar Jahre später kräht kein Hahn danach.
Wenn sie das Ding jetzt schließen, dann gibt es zu dem Frust über ein geschlossenes Schwimmbad auch noch den berechtigten Ärger darüber nicht ernst genommen zu werden. Damit wird dieses Schwimmbad auch in Zukunft immer wieder ein Symbol für das Fehlverhalten der Politiker sein.

Vor allem: Fand das vor oder nach Brexit statt? Vor Brexit könnte man Politikern noch eine gewisse Naivität zu gute halten.

Aber mal positive Meldungen:

83% der Deutschen spricht sich für die Gleichberechtigung von Homosexuellen in Bezug auf die Ehe aus.

Man kann die Ergebnisse natürlich auch weniger positiv sehen, aber verdammt ich habe mir seit gestern die Befragung von Trumps Gruselkabinett angetan, als Ausgleich muss ich das nun positiv sehen.
Habt ihr eigentlich alle schon angefangen die Löcher für eure Schutzbunker auszuheben? Wenn nicht wird es langsam Zeit.

In kurz:

China schafft Inseln um seinen Einfluss im südchinesischen Meer zu erweitern.

Wie funktioniert das?
Spoiler!:


Nun sagen Trump und Tillerson, dass China sich da eigentlich nicht mehr im Sinne des internationalen Rechts verhält. Womit sie auch absolut recht haben. Blöd nur das der Wortlaut des internationalen Recht auf der Seite von China ist.
China ist also im Recht... irgendwie.

In dieser Situation kommt Tillerson jetzt auf die Idee das man den Chinesen den Zugang zu diesen Inseln verweigern sollten. Geht das?
Nun ja.... ursprünglich war die Idee hinter den Hoheitsgewässern eine Drei-Meilen-Zone. Diese wurde eingeführt weil sie zum Zeitpunkt der Einführung in etwa der Reichweite von Geschützen entsprach.
Grundsatz für Liebhaber toter Sprachen: potestatem terrae finiri, ubi finitur armorum vis
Für Liebhaber eher lebendiger Sprachen: Alter, wenn du mir nicht aufs Maul geben kannst, dann darf ich auch in deinen Vorgarten pinkeln. (Frei übersetzt.)

Idee von Trump und Tillerson ist also: Wenn wir da Schiffe hinstellen und die Chinesen machen nichts, dann verkleinern wir damit faktisch ihr Hoheitsgewässer. Soweit so richtig.
Blöd wird die Sache dann nur wenn China folgendes verlautbaren lässt:

Zitat:Tillerson had better bone up on nuclear power strategies if he wants to force a big nuclear power to withdraw from its own territories.
Quelle

Ich will hier keinesfalls die prinzipielle Idee von Trump und Tillerson kritisieren. Sie haben ja absolut recht, wenn sie sagen das China sich scheiße verhält. Ich befürchte nur das der Versuch China mit einer quasi Kriegsdrohung zu kommen nicht zwingend der beste Plan ist. Das ist als würde man einem Hooligan mit Prügel drohen wollen.

Gast

Ahah... Jetzt waren es also keine Nordamerikaner sondern Menschen aus Irak, Syrien...
Und wer stellt die richtige frage: "Mit welchen Gesetz ist eine ratzia vereinbar?"